- Erfahrener Benutzer
jonas Y
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- 09.01.2005
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Ach Leude ich weiß auch net...
Hi Leutz!
Ich bin irgendwie unzufrieden...das muss ich Euch mal mitteilen, der Community, der ich in diesem Jahr schon so einiges anvertraut habe. Klar, ich habe meine Freunde mit denen ich darüber auch sprechen könnte, aber das würde mich nicht gerade in einem guten Licht erscheinen lassen, ich möchte auch nicht als Freak gelten.
Mein Leben macht mich derzeit nicht glücklich. Ich fühle mich als Beobachter des Lebens aber nicht als aktiver Teil. Ich bin nicht ich selbst...und fühle mich nicht in der Lage, so zu sein wie ich es eigentlich möchte.
Ich studiere, habe meinen festen Freundeskreis, eine nette aber verrückte Familie und bin materiell auch ganz gut dabei.
Doch da stimmt was nicht...ich bin nicht die Person, die ich eigentlich sein möchte. Schwer zu beschreiben, ich hoffe hier werde ich nicht für größenwahnsinnig gehalten.
Ich möchte noch so viel erreichen im Leben und doch halte ich mich immer selbst auf, entweder mit Selbstzweifeln oder alten Geschichten wie der "großen Liebe". Das kostet mich Kraft und ich verfalle oft dem Muster des zu vielen Nachdenkens und des wenigen Handelns. In Theorie bin ich ein Meister, in der Praxis hapert es an der Umsetzung der Ziele.
Ich bin derzeit dabei, mich vom Elternhaus abzukoppeln und mein Studentenleben in einer WG weiterzuführen. Dadurch erhoffe ich mir ein weiteres Stück Freiheit zu gewinnen, um dem Leben näher zu kommen, welches ich mir vorstelle.
Was stelle ich mir vor?
Ich möchte weniger Zeit "im Haus" verbringen und unter Menschen sein, den Großteil meines Alltags. Derzeit ist das eher weniger der Fall. Ich habe sportliche Ziele, möchte neue Sprachen erlernen, gute Leistungen im Studium erreichen, möchte Reisen, neue Menschen kennenlernen, und mich wieder verlieben. Doch ich komme zu nichts und stehe mir selbst im Weg. Die Ziele scheinen so fern gerückt, dass ich garnicht beginne für sie einzustehen, weil sich der Alltag zum Teil so demotivierend auf mich auswirkt, dass ich einfach den Elan für nichts erübrigen kann: das Leben geht an mir vorbei.
Es ist einfach furchtbar...22 und schon so enttäuscht vom Leben? Ist das wirklich so? Ich sollte eigentlich nichts zum lamentieren haben! Habe doch bisher das erreicht, was ich eigentlich wollte. Doch nie mit wirklicher Zufriedenheit..immer habe ich was an mir auszusetzen gehabt:"Das Abi hätte besser sein können bla... Den Führerschein hättest du gleich beim Ersten Mal bestehen sollen bla... Warum hast du bloß die (alte) Beziehung nicht retten können bla..." und so weiter.
Ich bin mein größter Kritiker. Anscheinend kann ich es mir nicht recht machen, wie sollen es dann andere Menschen können? Hat jemand ähnliche Erfahrungen, wie kann man sich in dieser Hinsicht verändern? Ich möchte mich nicht länger selbst aufhalten sondern das Leben genießen...
Ich sehe einfach nicht mehr das Gute sonder eher das Skeptische, Leistungsorientiere, das Perfektionistische... Es geht so nicht weiter...
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Einschlag
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1) zieh unbedingt zu hause aus und
2) such dir ein paar kumpels, die gern weggehen und das mit den eigene zielen nicht ganz so genau nehmen (das tut denen gut und dir *g*)
3) mach einfach alles mit, was die auch machen.
4) sag dir einfach immer wieder dabei die sachen, auf die du stolz sein kannst.
hab auch häufiger mal so selbstzweifel und das hilft mir dann immer...
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sabse100
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schau auf das was du hast, und nicht auf das was du nicht hast!
... hat mir neulich ein guter freund gesagt, war in ähnlicher stimmung wie du... klingt banal, aber es wirkt wenn du mal drüber nachdenkst! :]
vielleicht hilfts dir ja... naja
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schokolinse
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Klingt irgendwie nach der Suche nach dem Sinn des Lebens...
Ich bin jetzt 23 und mir geht es auch so wie dir. Vor einem halben Jahr habe ich hier ein paar neue Freunde kennengelernt und mit denen wurde es alles wesentlich besser. Sie haben mich einfach abgelenkt, so dass ich nicht mehr diesen negativen Gedanken nachgehen konnte. Leider bin ich über das Ziel hinausgeschossen und habe mich zu sehr auf meine (vergebene) beste Freunden abgelenkt.
Wie dem auch sei, ich habe mir dieses Semester im Studium und drumherum viel Arbeit auferlegt, viele Dinge, die, wenn ich sie durchziehe, mir materiell und karriere-mäßig viel bringen würden. Doch ich bremse mich selbst durch diese ramdösigen Gedanken.
Mit Ratschlägen schließe ich mich flash an, ich kann das zwar auch nicht konsequent durchziehen, aber wenn, dann hilft es wirklich.
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höller
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Tja mir gehts so ähnlich. Ich denke auch in letzter Zeit immer, das Leben kann doch nicht nur aus Arbeiten und Rechnungen bezahlen, essen und schlafen und Freunde treffen bestehen. Mit fehlt da etwas. Aber es passiert einfach nichts spannendes...
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Mondhof
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Dennyboy, was soll ich sagen... das was dich ausbremst, ist auch das was dich antreibt und dazu bringt, dein Leben voran zu treiben. Niemand wird etwas erreichen im Leben, wenn er zufrieden vor sich hin existiert. Warum solltest du was an dir entwickeln und verändern, wenn du mit deinem IST vollauf zufrieden wärst? Das würdest du vermutlich nicht tun und dann würdest du dich nicht weiterentwickeln. Simsalabim und in ein paar Jahren trittst du immer noch auf der Stelle, aber die Welt hat sich weiter gedreht. Verstehst du, solange du lebst, wirst du nie das endgültige Ziel erreichen. Denn in dem Moment, wo du ankämst, hättest du keinen Grund mehr weiter zu leben, weiter zu gehen.
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johanna***
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*unter Nordsternsbeitrag unterschreib*
Du formulierst Deine Ziele doch sogar sehr konkret. Also: auf in den Kampf!
WG ist doch schon mal ein guter Anfang. Neue Leute, Selbstständigkeit usw.............. das gibt mit Sicherheit Auftrieb! Du musst es nur mal in Angriff nehmen und nicht im Theorie-Teil versacken, zumal Deine derzeitigen Ziele ja meiner Meinung nach „erreichbar“ sind.
WG? Also gleich mal in Internet nach Zimmern schauen.
Sprache? Kurs anmelden.
Reisen? Wo soll’s hingehen? Keine Ausreden, man kann auch alleine reisen................
Ich kann seeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeehr gut verstehen, wie es Dir geht, beherrsche den Theorieteil auch viel besser als den praktischen, aber wie gesagt: Einfach mal anfangen. Und vielleicht auch nicht alles auf einmal sondern nach und nach............. Etappensiege können sehr viel Auftrieb geben!!!!
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JohnDing
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Ich kann mich eigentlich nur anschließen. Bei mir ist die Theorie immer schon dominat gewesen. Grübeln statt Handeln...
Es ist zwar immer so leicht gesagt, aber ich bin der Ansicht, dass man sich nicht grundlegend ändern kann. Man ist so wie man ist. Ich sitze nun mal viel zu Hause und beschäftige mich mit meinen Rückenproblemen und meinen immer mal wieder auftretenden Depressionen. Statt dessen könnte ich auch irgend etwas anderes machen. Nur lässt man es meistens bleiben, wenn man sich physisch und psychisch unwohl fühlt.
Wirklich gut geht es mir eh schon seit Jahren nicht mehr. Und die Trennung von MEF letztes Jahr hat es sicherlich nicht verbessert. Ich würde mich gerne mal wieder verlieben, aber mir fehlt meistens der Antrieb, öfters wegzugehen oder sowas. Und die jetzt angebrochene dunkle Jahreszeit trägt sicherlich nicht dazu bei, dass ich abends nach der Arbeit noch mal Lust habe vor die Tür zu gehen.
Seit der Trennung hat sich nichts Grundlegendes verändert. Außer dass ich mich fast nicht mehr daran erinnern kann wie es ist, als "wir" unterwegs zu sein. Momentan ist mir "ich" beinahe lieber als eine Beziehung mit all ihren Verpflichtungen und Kompromissen. Ich bin im Moment Egoist. Gleichzeitig wünsche ich mir aber, wieder eine Frau kennzulernen und den Egoisten zu verdrängen. Ich will ganz sicher nicht dauerhaft alleine bleiben.
So viel zum kleinen Gedankenauszug am Sonntagabend.
King Crimson
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jonas Y
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Ich steh davor und sag mir: Was bringt mir das eigentlich im Leben? Was bringt mir überhaupt dieses scheiß Studium? Anerkennung in der Gesellschaft? Ich würde am liebsten einfach auswandern und endlich einmal frei sein von dem ganzen Scheiß...von Arbeit, von Erwartungshaltungen, von bekloppten Leuten... Würd so gern einfach durch die Welt leben, mal in Frankreich mein Glück wagen, dann in Italien, dann runter in die arabischen Länder...einfach Lebenserfahrung sammeln und nicht in diesem verrotteten Land herumgammeln und für die Alten schuften, was ohnehin alles den Bach runtergeht! Wenn ich das machen würde, könnte ich aber kein Bein mehr nach Deutschland setzen, weil man dann im Alter nix gelernt hat und sich dann mit gammeligen Jobs herumplagen muss, zum unteren Ende der Gesellschaft gehört. Wie schaffen es Menschen, ihr Leben lang an der Kasse eines Supermarktes zu sitzen? Sind die irre? Was ist das für ein Leben?? Haben die keine Ziele mehr? Doch dann wundere ich mich wenn ich sehe: Die sind nicht einmal unglücklich! Haben die sich damit abgefunden, dass sie nichts mehr erreichen können? Furchtbar...so möchte ich nicht enden. So werde ich nicht enden...
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PaintBall
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exakt.
aber: der gedanke allein grenzt dich von ihnen ab.
jetzt mußt du deine kompromißlinie ziehen zwischen deinen riskanten träumen und deiner sicherheitssehnsucht.
ich persönlich hab mir das zeitlich eingeteilt: grundstudium abhaken, dann was anderes probieren und LeBeN und wenns dann zu heikel wird kann ich weitermachen wo ich aufgehört hab.
gutes thema, aber was hat das eigentlich mit liebeskummer zu tun?


