1. #1

    Rabenstein Rabenstein ist offline

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    Freundschaften

    Hallo Ihr,

    das ist zwar jetzt kein Thread über Liebe, aber einer über Freundschaften, und da mich dieses Thema momentan sehr beschäftigt und ich mich mitteilen will, möchte ich das gerne hier posten. Aber Achtung, kann lang werden!

    Also, im Bezug auf Freundschaften kann ich sagen, dass ich in meinem bisherigen Leben nur negative Erfahrungen gemacht habe. Lasst mich mal ein paar Beispiele aufführen (alles kann ich hier nicht schreiben, würde das Forum wohl sprengen):

    - Es fing in der Kinderzeit schon an. ca. 8 Jahre lang hatte ich eine gute Freundin. Danach kam ein weiteres Mädchen in unsere Klasse, mit dem ich mich anfreundete. Irgendwann freundeten die beiden sich dann auch an und mir wurde deutluch gesagt, dass man auf mich keinen Wert mehr legt.

    - Eine weitere Freundin, 13 Jahre Freundschaft. Ich war immer für sie da, wenn sie mich brauchte, keine Uhrzeit war mir zu spät. Einmal hatte ich Probleme. Ich kam verheult zu ihr und sagte ihr, dass ich unmöglich nach Hause gehen kann. Doch sie wollte an dem Abend iweggehen und sagte mir, dass sie mich nicht alleine in ihrem Zimmer haben will. Nach 13 Jahren Freundschaft. So schickte sie mich weg und ich wusste nicht, wohin ich gehen sollte.
    Ich habe mich danach noch öfter bei ihr gemeldet, klar, 13 Jahre Freundschaft schmeißt man nicht so einfach weg. Doch sie wollte mich seitdem nicht mehr sehen.

    - In der Schule waren wir eine 5-er Clique und haben nach unserem Abschluss einen festen Tag pro Woche ausgemacht, an dem wir uns alle treffen wollten. Irgendwann saß ich dann alleine am vereinbarten Ort, die anderen meldeten sich einfach nicht mehr.

    - Eine weitere Freundin, 3 Jahre Freundschaft. Plötzlich meldete sie sich nicht mehr, ich versuchte, den Kontakt zu halten. Irgendwann kam eine sms, in der sie schrieb, dass sie ehrlich sein möchte und hat mir geschrieben, dass sie kein Interesse mehr an einer Freundschaft hat.

    - Ein guter Freund von mir, 4 Jahre Freundschaft. Er meldete sich irgendwann nicht mher und reagierte nicht mehr.

    - Eine Freundin, 1 Jahr Freundschaft. Ich habe ihr durch die Höhen und Tiefen ihres Lebens geholfen. Jetzt geht es ihr wieder einigermaßen besser. Sie meldet sich nicht mehr und wenn ich sie anrufe werde ich abgespeist mit Sätzen wie "Ich habe jetzt keine Zeit" etc. Zu Treffen kommt es schon gar nicht mehr

    - Ein Bekannter, von dem ich dachte, dass wir gut miteinander auskommen, streut in letzter Zeit falsche Gerüchte über mich in die Welt

    - Ein Kumpel versetzt mich total oft und meldet sich tagelang nicht, sodass ich gar nicht weiß, was los ist, er schreibt nicht mal, warum er nicht kam oder so und ich bin dann wieder die Blöde, die sich Zeit genommen hat und umsonst gewartet hat

    - Eine Freundin hat mich missachtet, weil ich Probleme mit einer anderen Frau hatte, mit der diese auch befreundet ist. Natürlich war ich wieder diejenige, die sich gemeldet hat und gefragt hat nach einer Aussprache. Nur hat die Freundin nie Zeit, sich mal mit mir zu treffen, um das Vorgefallene zu klären, alles andere scheint wichtiger zu sein.

    - Nach der Tgrennung ging es mir logischerweise nicht gut und meine ganze alte Clique hat sich nicht mehr bei mir gemeldet, weil jetzt auch ich mal Probleme hatte. Noch nicht mal mehr auf meinen Geburtstag. Nun ist es Monate her, dass ich von jemandem von denen was gehört habe. Teilweise tun die Leute heute sogar so, als würden sie mich nicht kennen, wenn si mich sehen oder schauen schnell weg.

    Das nur mal als ganz kleine unvollständige Zusammenfassung wie es bei mir im Bezug auf Freundschaften aussieht. Für Freunde bin ich immer da, keine Zeit ist ztu spät, kein Weg zu weit. Ich kann gar nicht mehr zählen, wie oft ich anderen schon geholfen habe. Und wenn ich mal Hilfe gebraucht habe, dann stand ich alleine da. Weil sich keiner für mich interessiert, wenn es mir mal schlacht geht. Es scheint ja zu reichen, wenn man mich anruft, wenn es denen schlecht geht. Aber von mir wollen sie nichts wissen.

    Wie ihr seht, ist es mir bisher in meinen Freundschaften immer so ergangen. Ich glaube nicht mehr an die Menschen. Meine "Freunde" waren im Nachhinein betrachtet alle nur solange da, wie es mir gut ging. Irgendwann wurde ich dann wohl langweilig und wurde weggeschmissen wie ein Spielzeug. Und das war bisher einfach immer so.

    Wie soll ich denn da bitte den Glauben an die Freundschaft nicht verlieren? Wie soll das gehen? ich meine guten Gewissens von mir behaupten zu können, dass ich anderen ein guter Freund bin. Wie gesagt, ich war mir noch nie zu schade, meinen Freunden zu helfen. Aber auch ich kann nicht immer nur geben. Auch ich brauche mal Hilfe. Und an wenn soll man sich denn da wenden, wenn nicht an Freunde? Nur diese ziehen dann den Sch.wanz ein und sind verschwunden...

    Ich bin total traurig. und ich weiß auch nicht, ob er überhaupt noch Menschen gibt, die anders sind, die noch wissen, was Freundschaft bedeutet. Denn auch die, von denen ich bisher dachte, dass sie anders sind, auch die haben mich fallen lassen.

    Danke, wenn ihr bis hierhin gelesen habt.

  2. #2

    Stadtschwalbe Stadtschwalbe ist offline

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    Hallo Endi,

    ein einfaches "Dann haben sie diese Freundschaft auch nicht verdient" reicht hier wohl nicht.

    Hast Du diese Leute mal angesprochen, warum sie nichts mehr mit Dir zu tun haben möchten, warum sie sich nicht mehr melden?

    So oft auf die Nase zu fallen beim Thema "Freundschaft" ist schon ungewöhnlich, meine ich (und ich bin da auch OFT auf die Nase gefallen!)
    Eine Freundschaft sollte gegenseitiges "geben" und "nehmen" sein, hattest Du denn vorher nie Probleme, dass Dir erst so verhältnismäßig spät aufgefallen ist, dass Du "allein" mit Deinen Problemen da stehst?

    Ich weiß, das Leben hält viele Aufgaben (mag das Wort lieber als "Probleme") für uns bereit und es ist nicht immer einfach, den Glauben an das Gute im Menschen und an die Menschen zu bewahren
    ((an dieser Stelle mal schönen Gruß an holden und Franky bye - und nein, ich werfe Euch nicht in einen Topf, ihr seid zwei vollkommen unterschiedliche Individuen, die mich jedoch teilweise schon an den Rand meiner Geduldsgrenze gebracht haben, was mich immer wieder auf den Boden zurückbringt - Danke dafür *g*))

    dennoch sollte man sowohl den Glauben, als auch die Hoffnung niemals aufgeben!

    Viel Kraft und alles Liebe Dir

    Loony

  3. #3

    Rakete Rakete ist offline

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    endi

    ich weiss nun wirklich nicht was ich dazu groß schreiben soll.

    eigentlich schliesse ich mich Luna/Moony an. Sie haben dich einfach nicht verdient. und ich weiss es ist auch einfach gesagt mit vergiss es. Aber um deiner selbst willen solltest du es versuchen.

    Hat dir denn von diesen menschen keiner gesagt woran es gelegen hat?

  4. #4

    SergioL SergioL ist offline

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    Hmmm, darf man fragen, wie Du die Freunde kennengelernt hast? Vielleicht hast Du ja so einen Helferinstinkt, mit dem Du Leuten helfen willst, aber andersrum ein paar Freunde fehlen, die absolut selbständig sind, also nicht Deiner Hilfe bedürfen, sondern vielmehr selbst eher Dir zu helfen bereit sind.

    Ich finde das gemein, wenn die sich nicht mal mehr zur Aussprache treffen...

    Ich drück Dir die Daumen, daß es irgendwas passiert, daß Dir den Glauben an die Menschen zurückgibt. Aber wenn Dichs tröstet: Ich denke auch, die meisten Menschen sind einfach egoistisch.

  5. #5

    Rabenstein Rabenstein ist offline

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    Hallo Ihr,

    erstmal vielen Dank für eure Antworten. Glaubt mir, ich habe mir schon sehr viele Gedanken um dieses Thema gemacht.

    Ich glaube einfach, dass viele Menschen nicht mehr wissen, was es bedeutet, eine Freundschaft zu führen. Und natürlich habe ich mich immer bemüht, dass man wenigstens noch mal miteinander spricht. Aber wenn mir dann immer nur gesagt wird "Keine Zeit", dann kann ich ja auch nichts machen. Ich kann ja nicht jeden Tag fregen "Wann hast du mal Zeit", vorallem, weil man ja irgendwann merkt, dass die andere Seite sich gar nicht treffen will.

    Wie habe ich die Leute kennengelernt. Nun, die von mir hier aufgezählten Fälle habe ich "ganz normal" kennengelernt, Schule, Job, Freizeit. Also eigentlich auf ganz normalem Weg.

    Und ja, moony, viele viele Jahre hatte ich wirklich nicht viele Probleme. Und als auch ich dann mal Probleme gehabt habe und um Hilfe gebeten habe, war für diese Leute alles andere wichtiger und mir wurden Sachen gesagt à la "Ich kann heute doch nicht zu dir kommen, ich will noch in der Disco bleiben" etc.

    Aber ich habe einfach ein anderes Verständnis von Freundschaft. Wisst ihr, wenn es einer Freundin schlecht geht und ich mich vorallem noch mit ihr verabredet habe, dann komme ich nicht auf die Idee, sie sitzenzulassen und stattdessen woanders hinzugehen. Sowas tut weh.

    Ich werfe Freundschaften nicht leichtfertig weg, deswegen bin auch immer ich die, die nachhakt und über Probleme sprechen möchte. Doch das scheint nie auf Gegenseitigkeit zu beruhen, denn von mir genannte Fälle schienen es bisher immer vorzuziehen, sich einfach nicht mehr zu melden und auf nichts mehr zu reagieren.

    Auf der anderen Seite kann es doch aber auch nicht sein, dass immer ich solche Leute kennenlerne...
    ;(

  6. #6

    ~hercules~ ~hercules~ ist offline

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    Hm, kann es sein, das du etwas zu schnell hilfst, bzw. zu schnell Freundschaft verspührst? Klar darf man das nach 13 Jahre, aber du schreibst auch du bist mit jemanden durch die höhen und Tiefen seines Lebens gegangen und warst EIN Jahr mit ihm/ihr befreundet??

    Also, ich unterscheide bei mir zwischen Bekannten und Freunden. Freunde habe ich nicht viel, aber sehr viele Bekannte......Helfen würde ich auf Wunsch vielen, aber nur von meinen Freunden das Gleiche erwarten....

    Evtl. solltest du lernen mehr zu differenzieren, und deine Hilfe und Offenherzigkeit nicht dazu verwenden, um andere Leute in die Pflicht zu nehmen, denn dann wirst du 1000%ig entäuscht....

    Gruß, Pharao

  7. #7

    Rabenstein Rabenstein ist offline

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    Hallo Pharao.

    Ja, ich unterscheide zwischen Freunden und Bekannten. Diese einjährige Freundschaft, dazu muss ich mal was erklären: Seit einem Jahr sind wir ca. befreundet, kennen tun wir uns schon viele Jahre länger, waren also Bekannte, bis der Punkt kam, ab dem ich von Freundschaft rede.


    Und in die Pflicht nehmen will ich niemanden, ganz abgesehen davon, dass Freunde aus Überzeugung und Freundschaft füreinander da sein sollten, ohne dass man sie dafür in die Pflicht nehmen muss.

    Und wie du gelesen hast, waren ja auch sejr viele langjährige Freundschaften dabei, bei denen es aber ebenso verlief

  8. #8

    ~hercules~ ~hercules~ ist offline

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    Hm, sorry, habe das wohl etwas unglücklich ausgedrückt, natürlich will man niemanden in die Pflicht nehmen, ich meine halt, man sollte nicht immer die gleiche Bereitschaft von anderen Erwarten.....
    Andererseits kann ich deine Enttäuschung schon verstehen, gerade bei einer 13 jährigen Freundschaft....
    Aber evtl. ist es auch so, das selbst eine so Lange Freunschaft den Regeln bzw. dem Schicksal einer festen Beziehung unterworfen ist, und irgendwann von einer Seite her zerbricht, aus welchen Gründen auch immer....

    Mache dir selber doch einfach den Gefallen, und gehe in Zukunft neue Bekanntschaften etwas distanzierter an, oder, falls du das nicht kanns, lerne einfach aus deinen Erfahrungen, das wirkliche Freundschaften sehr selten, nicht immer unendlich und damit für die Zeit des Bestehens sehr wertvoll sind!
    Ich kenne dich nicht, und kann dir damit auch nicht auf deine Person zugeschnittene Prob.-Lösungen geben, als dir nur zu raten, gebe, was du geben willst, und erwarte nichts!

    Gruß...

  9. #9

    Stadtschwalbe Stadtschwalbe ist offline

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    Hallo Endi,


    ich hatte einmal eine ähnliche Pattsituation mit meiner besten Freundin, hatte den Eindruck, jeglicher Kontakt ginge von mir aus und ihr sei einfach gar nicht mehr an unserer Freundschaft gelegen.
    Ich habe dann einen konkreten Termin mit ihr ausgemacht und habe ihr auch gesagt, ich hätte mit ihr etwas zu besprechen, was uns Beide beträfe.
    Im Vorfeld hatte ich mir Notizen gemacht, damit ich nicht die Hälfte vergessen.
    Ich habe aufgeschrieben, warum ich dies Gespräch führe, was ich toll finde an unserer Freundschaft (darf nie fehlen) und was ich enttäuschend und schade finde (immer in ICH Form, denn es ist ja meine subjektive Sichtweise gewesen)
    Dann hat sich aus diesen Punkten ein Gespräch entwickelt in dem so einiges, auch einige Kritik an mir, zutage trat.
    Schließlich haben wir noch beschlossen ob und wie es mit uns weitergehen soll.
    Dieses Gespräch ist mir verdammt schwer gefallen und hat viel Mut gekostet, aber seitdem kann uns absolut nichts mehr trennen, wir sind miteinander und aneinander beständig gewachsen...
    das Gespräch war vor ungefähr zehn Jahren...

    Liebe Grüße

    Loony

  10. #10

    Rabenstein Rabenstein ist offline

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    Loony Moony, ich wäre so froh, wenn es denn mit jemandem mal zu einer Aussprache kommen würde... ich wäre auch gerne bereit, Kritik zu ertragen, ich habe den Leuten auch schon so oft gesagt, dass sie mir doch sagen sollen, wenn was nicht stimmt, bevor sie sich einfach nicht mehr melden... Ich würde so viel lieber konstruktive Kritik annehmen in einem Gespräch, anstatt einfach nichts mehr von den Leuten zu hören... Aber was soll ich denn machen, wenn sie nicht zu einem Gespräch bereit sind? Ich habe das Gefühl, die meisten Leute verschwinden lieber, anstatt sich auszusprechen

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