1. #1
    Gast
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    Ich vermisse eine Freundin, die keine war...Oder?

    ich möchte von einem Kummer erzählen, der eigentlich nichts mit einer Liebes- sondern mit einer Freundschaftsbeziehung zu tun hat.

    Es war noch in der Schulzeit, die bei mir nun schon fast ein Jahr vorbei ist. Ich blieb einmal sitzen und kam in eine neue Klasse, wo ich zuerst niemanden hatte, da ich mit den Leuten nicht viel anfangen konnte, und sie nichts mit mir. ich war einsam, da ich auch sonst keine Freunde hatte, ein komplexbeladenes Mädel von 16 Jahren. Schließlich freundete ich mich dennoch mit einem anderen Mädchen aus der Klasse an. Von Anfang an sah diese Freundschaft so aus, dass sie mir ständig ihre gesellschaftliche und menschliche Überlegenheit demonstrierte, mich mit fiesen Bezeichnungen bedachte und mich auch sonst dumm da stehen ließ. Ich sagte dazu nichts, denn was hatte ich als "hässliches" Ding dem schon zu erwidern. Die Zeit ging weiter, ich ließ mir ständig irgendwelche Typen andrehen, von denen ich eigentlich nichts wollte, aber ich wollte doch mitziehen und mitreden können. Verliebte ich mich wirklich, so haute es nie hin, ich stand wieder als Witzfigur da. Immer hatte ich in ihren Augen den falschen Geschmack, die falschen Ansichten etc. Leuten um mich rum fiel das auch auf, aber eine bessere Freundschaft boten sie mir auch nicht an. Irgendwann war ich so fertig, dass ich anfing giftig zu werden, sie kündigte mit hämisch die Freundschaft - klassisch auf einer Klassenfahrt... Im Sommer danach ging's mir nur dreckig, ich nahm tlw. Drogen, hatte Bulimie, wollte mir vor Selbsthass und Einsamkeit das Leben nehmen. Als die Schule wieder begann, näherten wir uns wieder an. Wir konnten stundenlang zusammen abhängen, reden, Zukunfstpläne schmieden. Wir schienen doch Freundinnen zu sein, ich war glücklich. natürlich hackte sie immer noch auf mir rum, meistens dann, wenn andere dabei waren. Ansonsten war ich doch ihre Freundin, der sie ihr Herz ausschüttete und mit der sie Spaß hatte. Diskonächte, neue Männer, Lästereien. Scheinbar normal. Doch in mir begann sich Widerwillen zu regen, ich wollte mich nicht mehr von ihr fertigmachen lassen. Lag auch daran, dass ich neue Leute kennen lernte, die mich akzeptierten und mich ernst nahmen. Sie machte solange Druck, bis ich mich von denen wieder entfernte, ich wollte sie doch nicht vor den Kopf stoßen, kannte sie doch mitlerweile schon jahrelang. An meinem 20. Geburtstag jedoch kippte alles endgültig, ich hatte mich wieder meinen "echten" Freunden zugewandt und wahr eigentlich zufrieden, endlich. Sie wollte nicht zu meinem Geburtstag kommen, wenn die anderen "minderwertigen" auch da seien. Doch ich setzte mich durch. Von da an fing ich sie zu meiden, hatte außer in der Schule kaum noch Kontakt, außerdem hatte ich endlich eine Beziehung, die zu mir passte. Schließlich kam das Abi und wir sahen uns seit dem nie wieder. Heute bin ich ein doch recht selbstbewusstes Mädel mit Freundeskreis und Freund.

    Irgendwann erfuhr ich, dass sie während der Abizeit einen Suizidversuch unternommen hatte, was ich nicht mitgekriegt hatte.

    Ich weiß nicht, wo sie heute ist, was sie macht. Manchmal denke ich an unsere guten Tage und vermisse sie so sehr. Ich will mit ihr reden, über das, was war, will, dass sie mich endlich akzeptiert, obwohl das doch eigentlich scheißegal ist. Ich will eine Freudín zurück, die nie eine war.

  2. #2
    Gast
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    Ich glaube Dir nicht, dass Du sie zurück haben möchtest.

    Du möchtest ihr nu endlich all das ungesagte sagen: dass Du ein beachtlicher und liebenswerter Mensch ist und dass sie zu keiner Zeit das Reht hatte, Dich oder andere Menschen so zu behandeln, wie sie es tat.

    Und ich denke, ihr Suizid Versuch hat Dir klar gemacht, dass auch sie verletzlich ist und Probleme hatte.

    Aber schau, das sind unausgesprochene Dinge, keine Erinnerung an eine Freundschaft, die Dir fehlen könnte.

    Schreibe ihr einen Brief, suche ein Gespräch mit ihr. Es wird Dir helfen, das alte abzuschließen und Dein Leben zu leben.

    Aber bedenke auch, Deine Schulzeit ist vorüber. All die guten und schlechten Tage kommen nicht mehr zurück. Erinnere Dich gerne, das tue ich auch, aber schau nicht zu lange zurück, sieh nach vorn !

    Ein ganzes Leben liegt vor Dir, Du wirst noch viele Menschen kennen lernen und viele Erfahrungen sammeln.

    Halt nicht am Gestern fest - sei offen für DEIN morgen.

  3. #3
    Gast
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    Du hast wahrscheinlich Schuldgefühle wegen dem Suizid . Oder warum willst Du Dich melden? Aber solche Schuldgefühle brauchst Du nicht zu haben. Es war zu schwierig mit ihr befreundet zu sein.Sie hättte Dich mit in den Abgrund gestoßen.
    Laß es ruhn. Wenn sie sich stark genug fühlt, dann soll sie sich besser selbst melden.Vorher macht das keinen Sinn.
    Nur wenn ihr auf Augenhöhe seid, kann man über Gespräche nachdenken.

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