1. #1
    Gast
    Gast

    Lest es einfach und sagts wie ihr es findet....

    Versuche

    Immer wenn ich versuche,
    mit dir zu reden,
    fühle ich diese unsichtbare Mauer zwischen uns
    Immer wenn ich versuche,
    auf dich zuzugehen,
    entfernen wir uns ein stückchen weiter voneinander
    Immer wenn ich versuche,
    so zu sein wie ich bin,
    scheitere ich an meiner Angst, dass du mich so nicht akzeptierst
    Immer wenn ich versuche,
    nur dir allein die Schuld zu geben,
    begreife ich, dass wir beide Fehler gemacht haben
    Immer wenn ich versuche, nochmal von vorne zu beginnen
    holt mich die vergangenheit wieder ein
    Immer wenn ich versuche,
    nicht an dich zu denken,
    ist meine Sehnsucht stärker als alles andere
    Immer wenn ich versuche,
    nicht zu weinen,
    kann ich dem Schmerz in mir nicht mehr standhalten
    Immer wenn ich versuche,
    dich nicht mehr zu lieben,
    muss ich feststellen dass du trotz allem immer in meinem Herz bleiben wirst....

    Wozu?

    Wozu denkt man an jemanden,
    wenn niemand an dich selbst denkt?
    Wozu weint man wegen jemandem,
    wenn niemand wegen dir selbst weint?
    Wozu freut man sich auf jemanden,
    wenn niemand sich auf dich selbst freut?
    Wozu bemüht man sich um jemanden,
    wenn sich niemand um dich selbst bemüht?
    Wozu mag man jemanden,
    wenn man selbst nicht gemocht wird?
    Wozu liebt man jemanden,
    wenn man selbst nicht geliebt wird?


    Wie-So

    Wie Wellen, die hoch aufsteigen,
    und dann doch wieder zusammenbrechen.
    So fühl ich mich dauernd: wenn ich glaube, dass ich oben bin, falle ich schon wieder hinunter.

    Wie Steine, die geworfen werden
    und dann jemanden treffen.
    So fühlt sich mein Herz an. Du wirfst diese Steine....

    Wie Sonnenstrahlen, die Wärme geben
    aber doch irgentwann verglühen
    So hast du mir Wärme gegeben, bis du gegangen bist.

    Wie eine Schachtel Pralienen, die am Anfang ganz voll ist und wenn man sie mit einem lieben Menschen teilt, ist sie leer.
    So habe ich mein Herz mit dir geteilt. Jetzt ist es leer.

    Wie eine "Ding", das man bekommt
    und es dann nach ein paar Tagen schon wieder wegwirft, weil es einem nicht mehr gefällt.
    So hast du mich behandelt.

    Wie einen Text, den man immer und immer wieder liest
    und ihn trotzdem nicht versteht
    So kann ich dich nicht verstehen, egal wie sehr ich mich bemühe.

    Wie ein kleines Blatt, das auf einem großen Fluss treibt
    und niemals untergeht.
    So wird auch meine Liebe zu dir niemals untergehen.

    Alltag

    Ich stehe da, der Wind pfeift mir um die Ohren. Ich schließe meine Augen, atme tief ein und wieder aus. Ich spüre ein paar Schneeflocken, die sich auf meiner Hand niederlassen. Schaue auf die schneebedeckten Wiesen, den zugefrorenen Teich. Ich fühle mich frei. Aber ich bin nicht frei. Meine Sorgen erdrücken mich beinahe. Meine Zweifel lassen zwängen mich ein. Ich bin nicht frei, ganz sicher nicht. Ich weiß nicht, wem ich glauben soll. Nicht einmal meinen Freunden kann ich sicher vertrauen. Immer, wenn ich mich so sehr über eine Sache freue, dann kommt wieder etwas oder jemand, der es mir zu zunichte macht. Wie ein kleines Kind, dass sich den Traktor so sehr zu Weihnachten gewünscht hat, aber ihn nicht bekommt. Immer, wenn ich gerade dabei bin, meine Zweifel aus dem Weg zu räumen, kommt jemand, und verwirrt mich wieder. So wie ein Schüler, der gerade dabei ist, die Aufgabe zu begreifen, und dann versucht es ihm jemand nochmal zu erklären und er ist wieder verwirrt. Ich bin verwirrt. Ich weiß nicht, was ich tun soll. Ich war noch nie in so einer Situation. Wo ich nicht weiß, ob ich meinen Gefühlen folgen soll. Oder ob ich meinen Gefühlen folgen kann. Ich bin mir ja nicht mal im klaren über meine Gefühle. Hat dieser Mensch wirklich zwei Gesichter? Ich kenne nur das nette. Aber manche kennen auch das böse. Oder, sie wollen mir etwas böses. Oder sie meinen es wirklich ernst, schließlich sind sie ja meine Freunde. Es wird schon dunkel. Egal, es ist sowieso schon dunkler als sonst, weil der Himmel so trüb ist. Trüb, genauso wie meine Stimmung. Ich kann nicht mehr fröhlich sein. Weil ich nicht aufhören kann, an die Sache zu denken. An ihn zu denken. Wie sehr doch ein Abend dein Leben verändern kann. Oder besser gesagt ein Moment. Nur weil es das Schicksal so wolle.. Das Schicksal wollte, dass wir eine Party planen. Das Schicksal wollte, dass wir genau bei ihm die Party machen. Und das Schicksal wollte, dass ich mich in ihn verliebe. Das Schicksal wollte aber auch, dass diese Liebe anders wird. Das Schicksal wollte aber auch, dass ich eine schwere Zeit haben werde. Das Schicksal wollte einfach, dass ich neue Erfahrungen mache. Schicksal oder nur Zufall? Dort schreien Kinder. Es macht ihnen Spass, den Hügel hinunter zu rutschen. Sie lachen, raufen, schreien. Es macht ihnen Spass, unbeschwert zu sein. Ich hatte auch viel Spass an diesem Abend. Ich war unbeschwert. Ich war spontan. Ich lachte viel. Ich konnte gut lachen an diesem Abend. Alles was ich jetzt nicht mehr kann. Wegen diesem einen Menschen. Ich schalte den Discman ein, drücke auf play, stöpsle mir die Ohren zu. Ich will dem Alltag entfliehen. Einfach mal frei und unbeschwert sein. Ich höre mir das Lied schon zum 20. mal an. Das Lied, dass wir gehört haben an diesem Abend. Das Lied, dass mich an ihn erinnert. Wenn ich daran denke, dass er mich wirklich nur ausnutzen will. So, die nächste bitte.Wie ein abgetragenes Kleidungsstück will er mich vielleicht wegwerfen. Ich brauch sie nicht mehr. Meine Gedanken lassen sie nicht ordnen. Sie schwirren einfach wirr in meinem Kopf herum. Zusammen mit dem Lied. Es ist kindisch. Es ist nicht schön. Aber es erinnert mich an ihn. Ich dachte immer, ich hätte Glück. Zum ersten Mal Glück. Aber ich glaube nicht, dass ich Glück habe. Ich habe nie Glück. Vor allem nicht in der Liebe. Der Abend war einfach zu schön um wahr zu sein. Ich schalte das Lied aus. Es bringt nichts, es weckt nur alte Erinnerungen. Eine Krähe fliegt über mir. Krähh, Krähh. Ich möchte jetzt auch wegfliegen. Auf die Menschen herunterblicken und sie auslachen. Haha, ihr da unten. Ihr, mit euren Sorgen. Ich bin frei und unbeschwert. Ihr mit eurem trottigen Alltag. Immer das selbe. Auf eine einsame Insel fliegen. Wo ich viel Zeit zum Nachdenken habe. Wo ich mal alleine sein kann. Aber ich werde wohl wieder weiter gehen müssen. Wieder dem Alltag entgegen sehen. Ich spüre, wie eine Träne über meine Wange läuft. Und noch eine, und noch eine. Ich komme mit all dem nicht klar. Ich kann ihn einfach nicht vergessen. Ich kann nicht und ich will auch nicht. Mittlerweile ist es wirklich dunkel. Noch einmal atme ich tief durch, schaue auf die schneebedeckten Wiesen und Felder. Auf den zugefrorenen Teich. Stehe da, mit Tränen in den Augen. Ich wische sie weg, mache mein Haar zurecht und gehe wieder zurück in mein Leben.Ich gehe wieder zurück in den Alltag. Ich weiß, dass ich nicht wegfliegen kann. Ich weiß, dass ich nicht frei und unbeschwert sein kann. Und niemand weiß, niemand kümmert sich darum, dass ich hier geweint habe. Das ich Sorgen habe. Das ich traurig bin. Alltag.....

    made by thinking girl
    in love für meinen k.o.t.r. I miss you....

    ------------------------------------------------------------------------
    Same shit-diffrent day

  2. #2

    Floyd Floyd ist offline

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    206

    puh

    musste echt zweimal schlucken nachdem ich das gelesen hatte.

    Kannn das gut nachfühlen.

    Echt gut geschrieben.

    Schau doch mal bei meinem Gedicht vorbei, vielleicht kann es Dir ein wenig helfen...

    http://www.frischverlieben.de/liebes...id=5&styleid=1

  3. #3

    Löffelohr Löffelohr ist offline

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    43
    meine güte..sowas schönes hab ich schon lange nicht mehr gelesen.. ich dachte mir erst och so viel zum lesen,keien lust..aber nach dem ersten gedicht musste ich weiterlesen..und von zeile zu zeile wurde es ergreifender.. da sind sogar ein paar tränchen gekullert.. echt wunderschön geschrieben..ich kam mir vor als ob ich an diesem teich stehe.. kann ich gar nicht beschreiben,aber ich verstehe dich echt vollkommen..
    lieben gruß,fOssy

  4. #4

    not_over not_over ist offline

    Erfahrener Benutzer
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    906
    eine wunderschöne Geschichte, Gast. "Wozu" ? Ich kann Dir sagen wozu man liebt. Jemanden lieben bedeutet schon eine Menge, nämlich lieben können. Nicht jeder scheint dazu in der Lage.

    Leider wird diese Liebe nicht immer erwidert.

    Die Partnerschaftsliebe ist bitter, wenn sie nicht erwidert wird. Aber die "echte Liebe", die bleibt auch dann, wenn der Partner nicht mehr da ist. Es ist die Liebe zum Leben, zu sich selbst, den Mitmenschen und zu seiner Umwelt. Wenn Du diese Liebe pflegst, dann wird sie bald nicht mehr "fies" zu Dir sein. Echte Liebe fragt nicht nach Gegenliebe. Denn dann ist sie egoistisch.

    Es hat seinen Sinn, lieber Gast. Du wirst an Deinem Liebeskummer reifen und die Antwort auf Dein "wozu" schon bekommen.
    Ich hoffe ich konnte Dich trösten oder weiterhelfen.

    Die Liebe ist langmütig und freundlich, sie sucht nicht das ihre, sie glaubt alles, sie hofft alles, sie erduldet alles. Die Liebe hört niemals auf.


    Original von Gast
    Wozu?
    Wozu denkt man an jemanden,
    wenn niemand an dich selbst denkt?
    Wozu weint man wegen jemandem,
    wenn niemand wegen dir selbst weint?
    Wozu freut man sich auf jemanden,
    wenn niemand sich auf dich selbst freut?
    Wozu bemüht man sich um jemanden,
    wenn sich niemand um dich selbst bemüht?
    Wozu mag man jemanden,
    wenn man selbst nicht gemocht wird?
    Wozu liebt man jemanden,
    wenn man selbst nicht geliebt wird?

  5. #5

    cara cara ist offline

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    15.12.2003
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    traurig schön
    auch ich hab weinen müssen, du hast alles so bildlich und vorstellbar erfasst. besonders der wunsch, einfach wegzufliegen und über den alltag zu lachen, ja das wärs. ach mensch, ich hoffe, das hat alles auch sein gutes und wir lernen und wachsen daran. wenn man so fühlen kann wie du es schreibst, dann ist das doch schon verdammt viel wert. verzweifel nicht, du schaffst es!

  6. #6
    Gast
    Gast

    Danke

    Danke für eure Antworten..... es ist schön zu wissen, das ich nicht allein bin....thx... mfg thinking girl




    Nur noch so eine Frage: Bei mir klappt irgentwie das mit dem Einloggen nicht... also ich hab mich schon registriert und wenn ich mich einloggen will, dann steht zwar dort: "sie haben sich erfolgreich eingeloggt und die weiterleitung erfolgt nun" (oder so in der Art) aber wenn sie dann erfolgt ist, steht wieder gast dort.... weiß jemand woran das liegt?


    ------------------------------------------------------------------------
    Liebe ist nur Traum, eine Idee und nicht mehr, tief im Inneren bleibt jeder einsam und leer...

  7. #7

    Sophie* Sophie* ist offline

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    79
    versuch mal deine cookies höher zu stellen...

    also falls du nicht weißt wies geht:
    du gehst im "Internet Explorer" auf "Extras" und dann
    auf "Internetoptionen" dann auf "Datenschutz" da kannste dann deine cookies höher stellen.
    naja dann müsstest du dich eigentlich einloggen können.

    übrigens dein gedicht find ich wahnsinn...
    hatte tränen in den augen.
    einfach toll geschrieben finde ich!!!
    ich finde es ist eine gabe wenn man seine gefühle so in worte fassen kann.

    liebe grüße *Serina

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