1. #1
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    Ich bin total verwirrt und planlos...

    Hallo, ich bin Sebastian, 30 Jahre alt, seit 1991 berufstätig (incl Ausbildung) und habe am Donnerstag nach sechseinhalb Jahren (leider) meine Freundin (27) verlassen. Das ist mir überhaupt nicht leicht gefallen und auch jetzt habe ich noch das Gefühl, daß ich der Verlassene bin...

    Jetzt komplett ins Detail zu gehen und unsere Beziehung von Anfang an aufzukrempeln würde für mich Stunden des Tippens und für Euch einfach viel zu viel Stoff zum Lesen bedeuten.

    Aber auch so ist ziemlich viel zusammengekommen:

    Unsere Beziehung war von Anfang an von ihrem fast nicht vorhandenem Selbstwertgefühl und Ängsten beschattet. Ich hatte die Hoffung, ihr alleine mit einer Beziehung zu ihr weiterhelfen zu können, diese Ängste abzubauen. Das schien anfangs - wenn auch schleppend - gut zu gelingen. Allerdings sind viele Ängste bis heute geblieben, die ihr schon einiges im Leben vermasselt haben.
    So hat sie z.B. mehrere Jahre studiert, ohne wirklich etwas länger als 4 Semester durchzuziehen. Sie hat dann (nach einigen Gesprächen, die wir diesbezüglich führten) eingesehen, daß jedes zusätzliche Lebensjahr die Chancen auf einen Job bzw eine betriebliche Ausbildung nur verringerten. Sie hat sich dann bei vielen Betrieben für einen Ausbildungsplatz beworben (mittlerweile war sie 25), ist auch zu einigen Vorstellungsgesprächen eingeladen worden, hat dann aber wieder aus Angst, etwas falschen sagen oder fragen zu können, den Mund nicht aufgekriegt. Und wer gibt schon jemanden einen Job, dem man bei so einem Gespräch alles aus der Nase ziehen muß? Sie wiederum flüchtete in Ausreden...
    Zu der Zeit bekam ich die ersten Zweifel an unserer Beziehung. Aber ich wußte, daß sie es schaffen könnte, wenn sie nur wollte. Allerdings war ich zu dem Zeitpunkt mit meinem Latein, was Ratschläge angeht, schon ziemlich am Ende... Daher fühlte ich mich genötigt, Ihr die Pistole auf die Brust zu setzen (was ich sicher nicht gerne getan habe), unter dem Motto:
    "Ich gebe Dir noch ein Jahr... wenn sich in dieser Zeit Dein Verhalten bzw Deine Einstellung diesbezüglich nicht bessert, werde ich mich aus Selbstschutz von Dir trennen müssen."
    Ich muß dazu sagen, daß sich alle ihre Sorgen natürlich auch in mir niedergeschlagen hatten, zzgl der Sorge, daß sie sich das komplette Leben versaut. Und so lieb ich sie hatte, ich wußte, ich würde daran innerlich zugrunde gehen, wäre das noch länger so weiter gegangen...

    Sie hat dann letztes Jahr als letzte Konsequenz eine schulische Ausbildung zur BTA angefangen, was sie monatlich richtig Geld kostet... Sie hatte vorher mit einigen kleineren Jobs etwas Geld angespart - außerdem hatte sie noch ein/zwei Sparverträge, die im Prinzip ihrer Ausbildung dienen sollten. Dieses Geld benutzt(e) sie nun zum Bezahlen der Schule und anteilshalber für die Miete für unsere seit 2002 gemeinsam bezogenen Wohnung.
    Die Schule macht ihr Spaß und ihr erstes Zeugnis nach einem Jahr war schon sehr beeindruckend mit 1en und 2en gespickt...
    Im Prinzip also ein wirklicher Lichtblick. Aber meiner Meinung auch nur auf dem ersten Blick... Schließlich muß sie sich nach der Ausbildung dann immernoch einen Job suchen. Ich sehe aber nicht, daß sie dann anders vorgehen würde wie vor ihrere Ausbildung... sie verdrängt nämlich immer noch ihre Probleme und weigert sich (gestern meinte sie, sie wäre bereit dafür - meiner Meinung nach etwas zu spät), sich deswegen mal mit einem/r Psychologen/gin auseinander zu setzen. Denn davor hat sie aufgrund schlechter Erfahrungen in ihrer Kindheit (sie war lt. denen im Kindergarten schon kommunikationsgestört - hat man ihr jedenfalls eingeredet) richtig Angst. Wahrscheinlich ist es die Angst, die Wahrheit über sich selbst und die Quelle all ihrer Probleme zu erfahren.
    Außerdem habe ich immer mehr das Gefühl bekommen, daß unsere Beziehung ihr auf eine falsche Art uns Weise Schutz und Zuflucht vor diesen Ängsten gegeben hat.

    So... dazu kommt, daß uns scheinbar nichts außer unseren Musikgeschmack (und selbst da gibt es auch Ausnahmen) verbindet. Wenn ich in die Disco gehe, spüre ich auch das Verlangen, mal zu tanzen. Das würde ich natürlich liebend gerne mit ihr tun, aber dazu kann ich sie einfach nicht bewegen. Ich habe mir gewünscht, daß sie sich - und wenn nur für ich alleine zu Hause - sexy anzieht - wieder ein Problem-Thema, obwohl sie wirklich eine gute Figur hat. Aufgrund dessen will sie auch nicht mit mir schwimmen gehen oder andere Sportarten (außer vielleicht Radfahren - was wir aber bisher auch nicht auf die Reihe bekommen haben) betreiben. Und das Schlimmste: Sie war in ihrem ganzen Leben noch nicht einmal beim Frauenarzt... für mich völlig verantwortungslos! Aber was sollte ich machen? Sie dort hinprügeln?

    Ich glaube, meine Geduld war einfach zuende...

    So ist es wahrscheinlich auch nicht verwunderlich, daß ich bei Veranstaltungen, wo sie mal nicht mit dabei war, all diese Sehnsüchte mit anderen Frauen erfüllt habe. D.h. ich habe eine Frau kennengelernt, mit der ich mich super unterhalten konnte, wir haben gemeinsam sehr viel Spaß gehabt und haben viel gelacht... sie hat von sich und ihren Gefühlen innerhalb dieser vier Stunden mehr erzählt, als ich innerhalb von drei Jahren aus meiner Freundin "rauskitzeln" konnte. Das war vor über einem halben Jahr, und aufgrund dessen, daß diese Frau mich charmant spüren ließ, daß ich für sie nicht uninteressant bin, war ich schon damals in einer riesigen Krise. Fast hätte ich schon damals aufgegeben und hätte meine Freundin verlassen. Auf der anderen Seite hatte ich das Gefühl, daß sie sich zu diesem Zeitpunkt wirklich Mühe gab, ihr Leben in den Griff zu bekommen.
    Dann war ich letzte Woche auf einer Fete, der sie aufgrund von Kopfschmerzen fernblieb. Dort sprach mich eine hübsche Frau an, ob ich aufgrund meiner überdurchschnittlichen Körpergröße evtl volleyball spielen würde... so kamen wir kurz ins Gespräch und alberten, immer wenn wir uns kurz über den Weg liefen, kurz herum... Naja, irgendwann waren wir beide im ganzen Pulk auf der Tanzfläche und kamen uns dort näher... also nur tanzend. Ich ließ meinen Charme spielen und wir hatten beide richtig Spaß, spielten Luftgitarre zusammen und machten auch sonst viele Faxen (Späße). Beim Abschied zu später Stunde wollte ich ihr einen Kuss auf die Wange geben, merkte dann aber, daß sie doch eher auf den Mund zielte... das brachte mich ganz schön ins Schleudern... Ich beließ es einfach dabei... weder Handynummern noch sonstwas wurde ausgetauscht. ich bedanke mich nur bei ihr für den schönen Abend und wünschte Ihr einen guten heimweg. D.h. ich kenne nur ihren Namen, den Stadtteil, in dem sie wohnt, und daß sie wohl Volleyball spielt.

    Eigentlich war die Sache für mich damit auch beendet, da ich ja eine Freundin zu Hause hatte und ich diesbezüglich wirklich treu bin... Aber schon am Montag plagten mich Gedanken, ob ich nicht doch nach ihrere Nummer hätte fragen sollen. Und da wurde mir bewußt, daß ich auch Interesse an anderen Frauen hatte, weil mir diese einfach das geben/gaben, was ich mir von meiner Freundin so gewünscht habe.
    Da dies wie gesagt, innerhalb von ca einem halben Jahr mind. der zweite Fall war, beschloß ich also nun doch, eine Beendung der Beziehung zu meiner Freundin in Betracht zu ziehen.
    Nach viel innerem Hin und Her war ich dann Donnerstag der Meinung, ich müßte ihr meine Gefühle sagen und mich von ihr trennen. Das Ganze fand unter vielen Tränen auf beiden Seiten statt, denn auch für mich war es sehr schwierig.
    Für sie kam das natürlich aus heiterem Himmel, dementsprechend groß war der Schock... Nicht, daß ich unsere Beziehung auf einen Schlag beendet habe - ich habe ihr auch gesagt, daß ich erwarte, daß sie dann auszieht... Natürlich habe ich nicht verlangt, daß sie sofort geht sondern habe mich erstmal bei einem sehr guten Freund einquartiert, damit sie in Ruhe alles regeln kann.
    D.h. ich habe sie seit Donnerstag nur einmal kurz gesehen. Sie hat mich jedoch einige Male total verheult angerufen, um mich auf dem neuesten Stand zu halten und einmal, weil sie total verzweifelt war und nicht wußte, was sie Freitag Abend machen sollte... Leider sind ihre beiden Freundinnen nämlich gerade im Prüfungsstreß und können sich daher nur bedingt um sie kümmern. Sie ist dann in eine Kneipe von gemeinsamen Freuden gegangen, die sich wohl auch gut um sie gekümmert haben...

    Ich für meinen Teil bin das gesamte Wochenende mit meinem Kumpel losgezogen und habe mich eigentlich sehr gut amüsiert. Auf jeden Fall hat es geholfen, mich von dieser Misere abzulenken.

    Nun ist sie seit heute bei ihren Eltern und hat schon die wichtigsten Sachen wie Klamotten und Hygiene-Artikel mitgenommen... D.h. ich habe die Wohnung vorhin betreten und überal waren noch Spuren von ihr (die sie unbewußt hinterlassen hat), wie z.B. ein T-Shirt von mir auf ihrem Kopfkissen. Und plötzlich mußte ich wieder heulen und fühlte mich total elendig... Zweifel kamen auf, ob ich wirklich das Richtige getan hatte und ob es nicht vielleicht doch eine andere Lösung geben würde... Ich denke, ich liebe sie auch noch, aber ich komme mit der Gesamtsituation einfach nicht mehr klar. Ich sehe aber leider auch nicht, daß sich in den nächsten Jahren an ihrer Einstellung etwas ändern würde... daher war die Trennung für mich nur zum Selbstschutz... ich habe mir gesagt, irgendwan muß ich auch mal auf meine Gefühle und Bedürfnisse hören und auch mal egoistisch sein. Leider war unsere Beziehung im Großen und Ganzen wirklich schön harmonisch - aber vielleicht auch nur, weil ich es vermieden habe, diese ganzen Streit-Themen anzusprechen, in der Befürchtung, daß das eh zu nichts führt und daß wir das auch streßfrei lösen können.

    So... nun sitze ich also hier und bin total durch den Wind - weiß nicht mehr, was ich eigentlich will und wie es weitergehen soll. Will ich das alles wirklich hinschmeissen? Habe ich mir vielleicht nur ein Gerüst aus Argumenten zusammengebaut, welches in Wirklichkeit sehr wacklig da steht? Habe ich mir da aus Selbstschutz evtl einfach selbst was eingeredet? Ist es vielleicht einfach nur das verflixte 7. Jahr? Hat mich vielleicht nur die scheinbar typische 30-Jahre-Krise überkommen?
    Jetzt momentan tendiere ich fast doch dazu, noch mal in Ruhe mit ihr zu sprechen und doch nach einer Lösung zu suchen... allerdings unter gewissen Gesichtspunkten, wie z.B. weiterhin eine räumliche Trennung, weniger Kontakt, der Besuch bei einem Psychologen (evtl sollte ich den selber auch mal in Anspruch nehmen?)...
    Oder ist der Wunsch, mich mit anderen Frauen "wie auch immer" zu amüsieren, überwiegend - sodaß ich es lieber bleiben lassen soll?

    Man man man, ich bin echt verzweifelt und wünschte, unsere Beziehung hätte sich mehr so entwickelt, wie ich es mir in den ganzen Jahren gewünscht hatte... dann hätten wir beide diese Probleme jetzt nicht. Vor allem bin ich der Meinung, daß sie ohne ihre ganzen Ängste auch so wäre bzw dem wesentlich näher käme. Denn unter extremen Alkoholeinfluß wird sie locker und tanz sogar - allerdings kann sich sich dann meist kaum noch auf den Beinen halten, sodaß ich wiederum befürchten muß, daß sie stürzt und sich verletzt...
    Btw: Natürlich hat nicht nur sie Fehler gemacht, auch ich bin (auch aus meiner Sicht) im Laufe der Jahre langweiliger geworden... aber vielleicht auch nur als Folge über eine gewisse Unzufriedenheit über unsere Beziehung?

    Auf jeden Fall fehlt sie mir, daß spüre ich sehr... aber wäre es vernünftig, mich wieder auf sie einzulassen?

    Milliarden Fragen, deren Antworten sich alle gegenseitig irgendwie nur widersprechen...
    Im Prinzip wäre es für mich mal interessant zu erfahren, was völlig Unbeteiligte (wie Ihr) darüber denken - auf der anderen Seite hat es auch schon wieder gut getan, mal meine Gedanken hier niederschreiben zu können.

    Ein ziemlich hilfloser
    Sebastian

  2. #2

    Toppi Toppi ist offline

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    ich kann sehr gut nachvollziehen, wie es dir geht!!
    Ich war einmal in einer änlichen Situation. Meine erste Freundin hatte ich mit 17, sie war 15. Leider lief es in ihrem Leben wirklich nicht rosig. Ihr Vater erkrankte an Krebs und sie musste oft um sein Leben bangen, weshalb sie sich emotional stark von ihm distanziert hat, um nicht so sehr verletzt zu werden, falls im mal etwas zustößt. Außerdem hatten meine zwei Vorgänger (den ersten Freund hatte sie mit 13) sie nicht besonders gut behandelt - d.h. sie geschlagen erpresst usw. ! Kurz bevor sie mich kennen lernte hatte sich ihr bester Freund in der Entzugsklinik umgebracht. Als wir ungefähr zwei Wochen zusammen waren habe ich das erste Mal die Narben an ihren Unterarmen bemerkt und ihr sofort gesagt, dass, wenn ich einmal eine Frische sehe, ich sofort die Sache beenden würde. Dann nach etwa 1 1/2 Monaten bin ich mit ein paar Freunden in den Urlaub gefahren. In dieser zeit hat sich der zweite Freund umgebracht, weil er auf seine Kindheit nich klar gekommen ist. Ich habe meinen Urlaub abgebrochen und zurück nach Deutschland gefahren. Hier hat sie aber kein Wort mehr über den Selbstmord verloren, obwohl sie am Telefon sagte, dass sie mich unbedingt in dieser schweren Zeit bei sich haben will. Natürlich habe ich ihr das vorgehalten, aber sie sah es einfach nicht ein, dass ich auch einen verdammt guten grund hatte sauer zu sein, immerhin hatte ich extra deswegen meinen Urlaub abgebrochen!! Dann an Karneval hat sich der dritte und bislang letzte Freund umgebracht, weil er AIDS hatte.
    Wie du schon siehst ist sie nur an total kaputte Menschen geraten! Und man kann mir sicher glauben, wenn ich sage, dass meine Schwester und ich die einzigen "normalen" Menschen sind, mit der sie Kontakt hat!
    Wie dem auch sei hat sich meine Kleine die Schuld für die drei Selbstmorde gegeben und daraus ist ein regelrechtes Helfersyndrom entstanden. Irgendwann habe ich es dann sogar geschafft sie an eine Psychologin sie vermitteln. Und auch wenn es eine Schweigepflicht gibt, hat diese Psychologin mir - natürlich im Vertrauen - gesagt, dass meine Freundin "das mit Abstand kaputteste 15jährige Mädchen ist, dass sie je gesehen hat"!!

    Und jetzt kommt der Teil, auf den ich eigentlich hinaus wollte...
    Ich habe die beziehung beendet, weil es für mich einfach zu schwierig wurde mit der Situation umzugehen. Das wirklich dumme bzw. miese daran war, dass ich immernoch so emotional an sie gebunden war, dass ich danach noch ein halbes Jahr lang mit ihr schlief, was sich ganz sicher nicht positiv auf ihren Liebeskummer ausgewirkt hat. Zu meiner Verteidigung habe ich aber noch zu sagen, dass ich ihr immer offen und ehrlich über meine Gefühlslage berichtet habe, wodurch sie die Dinge - wie sie heute selber sagt - klarer sehen konnte. Ich bin heute immernoch gut mit ihr befreundet, habe sie sogar mit einem Freund verkuppelt.

    Was ich sagen will ist, dass ein Schlussstrich auch ein Schlussstrich bleiben sollte, mach es nicht so wie ich, denn sonst würdest du deiner Ex nur weh tun. Auch wenn es schwer ist, aber ich denke du hast die richtige Entscheidung getroffen, denn du musst dich selbst schützen!
    Ich hoffe für dich, dass du damit leben kannst.

    LG Markus

  3. #3
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    Danke, das baut mich wieder ein wenig auf...
    Also vertraue ich auf die Zeit, die angeblich ja alle Wunden heilt

    Gruß,
    Sebastian

  4. #4
    Gast
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    Hallo Sebastian,
    so wie du schreibst hört sich das für mich sehr vernünftig an. Kein Mensch kann von dir verlangen, dass du dein eigenes Leben für sie total in den Hintergrund stellst und ich kann sehr gut deine Bedürfnisse in Hinblick auf einen leichteren (d.h. nicht so problembelasteten) Umgang mit Frauen verstehen. Ich denke, dass deiner Exfreundin nicht damit geholfen ist, dass du immer für sie da bist etc. SIE muss ihr Leben in den Griff bekommen und kann nicht erwarten (ich weiss, dass sie das vielleicht auch nicht aktiv tut), dass du es für sie regelst. Im Gegenteil: vielleicht verlässt sie sich viel zu sehr indirekt auf dich und schafft es daher noch weniger Verantwortung für ihr eigenes Leben zu übernehmen. Irgendwann fühlt man sich als der ständig Gebende (in dem Fall: DU) einfach ausgelaugt und man sehnt sich nach einer unkomplizierten Partnerin. Das ist normal und das solltest du auch tun. Du hast ein Recht darauf!!
    Nach dem, was du so schreibst, scheint es mir nicht so, als hättest du einen Fehler gemacht. Zieh das jetzt durch!! Ich bin sehr optimistisch, dass auch deine Freundin dadurch die Gelegenheit bekommt, ihr Leben zu regeln. Am Anfang wird es schwer werden, aber irgendwann wird sie dir vielleicht noch dankbar sein!
    lg Jenny

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