1. #1

    WeeQue WeeQue ist offline

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    Textweisheiten

    Hallo zusammen,

    ich habe gerade im Urlaub das Buch "Am Ufer des Rio Piedra saß ich und weinte" von Paulo Coelho gelesen und habe mir ein paar Textstellen markiert, die ich sehr schön finde. Vielleicht helfen sie euch auch ein wenig...

    1.
    Die Götter würfeln und fragen nicht, ob wir mitspielen wollen. Ihnen ist es gleichgültig, ob du einen Mann, ein Haus, eine Arbeit, einen Traum aufgegeben hast. Die Götter kümmert es wenig, ob in deinem Leben alles seinen Platz hat und ob deine Wünsche durch Arbeit und Beharrlichkeit erfüllt werden. Die Götter scheren sich nicht um unsere Pläne und um unsere Hoffnungen. Irgendwo da draußen im Universum würfeln sie, und irgendwann bist du dran. Ob du gewinnst oder verlierst, ist eine Frage des Zufalls.

    2.
    Die Liebe ist immer neu. Gleichgültig, ob wir einmal, zwiemal oder zehnmal im Leben lieben - jedesmal sehen wir uns vor eine Situation gestellt, die wir nicht kennen. Die Liebe kann uns in die Hölle führen oder ins Paradies, doch sie führt uns immer irgendwohin. Man muß sie annehmen, weil sie die Nahrung unseres Lebens ist. Verweigern wir uns, so sterben wir Hungers, während wir auf die von Früchten schweren Äste des Lebensbaums blicken, jedoch nicht den Mut aufbringen, diese Früchte zu pflücken. Man muß die Liebe suchen, wo auch immer sie sich befindet, selbst wenn dies bedeutet, daß wir Stunden, Tage, Wochen voller Enttäuschung und Traurigkeit durchleben müssen. Denn in dem Augenblick, wo wir uns auf die Suche nach der Liebe machen, macht auch sie sich auf, uns zu finden.

    3.
    Warten. Das war die erste Lektion über die Liebe, die ich gelernt hatte. Der Tag zieht sich endlos dahin, man macht tausend Pläne, stellt sich vor, was man ihn später sagen wird, verspricht sich selbst, anders zu werden - und man erwartet unruhig und sehnsüchtig den Liebsten. Ist er da, weiß man nicht mehr, was man sagen wollte. In diesen Stunden des Wartens baut sich Anspannung auf, die zu Angst wird, und die Angst führt dazu, daß wir uns schämen, unsere Gefühle zu zeigen.

  2. #2

    höller höller ist offline

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    Schöne Texte! Ich versuche mich dran zu erinnern, wenn ich wieder mal ungeduldig werde, weil einfach nichts passiert.

    Guten Morgen allerseits!

  3. #3

    Stew Stew ist offline

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    Guten Morgen, Du Frühaufsteherin !

    Die Texte sind schön, besonders das Würfeln hat´s mir
    angetan...

    bis dann

  4. #4

    Sunny\\// Sunny\\// ist offline

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    @weeman: Hey, wie war deine Tour? Erzähl mal!

  5. #5

    Stew Stew ist offline

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    ....weil dieser Satz einfach mal so.... hübsch ist :] :

    "Die Meister der Weisheit glänzen weniger in dialektischen Feinheiten als mit dem Hammer der Behauptung."

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