1. #1

    WeeQue WeeQue ist offline

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    Keinen Hass entwickeln

    Wie oft liest man hier: "Wenn ich ihn/sie doch nur hassen könnte. Dann würde mir diese ganze Trennung leichter fallen, ich könnte schneller abschließen." Ich habe auch so gedacht und das ist gar nicht lange her. Aber ich habe gerade einen interessanten Absatz gelesen:

    "Es ist keine gute Idee, etwas zu hassen. Wenn Sie etwas hassen, bleibt zwischen dieser Sache und Ihnen eine unsichtbare Verbindung bestehen - die Sache wird Ihnen also erhalten bleiben."

    Und dem stimme ich zu. Klar, es ist normal, dass man unter Umständen in der Zeit nach der Trennung auch Wut- und vielleicht sogar Hassgefühle entwickelt, aber sollten diese nicht überhand nehmen. Was natürlich nicht heißt, dass man Friede, Freude, Eierkuchen spielen soll. Wut in Maßen, ok. Aber lasst diese Energie lieber für etwas anderes arbeiten. Ich klammere da mal die Extremsituationen (Mißhandlung und was es da noch alles gibt) aus.

  2. #2

    Sandra 200 Sandra 200 ist offline

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    Hallo Weeman,

    Hass ist keine gute Idee. Was ist wohl der Ursprung dafür?

    Ist es möglicherweise so, dass man (eigentlich) wütend auf sich selbst ist? Dass man sich so und so verhalten hat, dass es einem irgendwie nicht gelingen will, auf eigenen Füßen zu stehen, dass man das und das hingenommen hat?

    Jedenfalls...mal angenommen, es wäre so....dann....ja dann....

    sollte man sich arg fix auf die Hinterbeine setzen und an seiner eigenen Kraft arbeiten. Sie wieder entdecken. Die eigene Verantwortlichkeit entdecken. Es ist in Ordnung Fehler zu machen...gemacht zu haben. Daran kann man doch wachsen, oder? Gut, manche macht man öfter, bis man lernt und begreift... aber...besser spät als nie?

    Ich glaube, sich selbst aufzugeben...das sollte man sein lassen. Auch wenn einem manchmal wirklich danach ist.

    Hass ist, ich stimme zu, immer noch eine Verbindung zum anderen, und Zeichen dafür, dass man nicht abgeschlossen hat.

    LG
    Girlfriend

  3. #3

    The-Winner The-Winner ist offline

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    Original von weeman
    Wie oft liest man hier: "Wenn ich ihn/sie doch nur hassen könnte. Dann würde mir diese ganze Trennung leichter fallen, ich könnte schneller abschließen." Ich habe auch so gedacht und das ist gar nicht lange her. Aber ich habe gerade einen interessanten Absatz gelesen:

    "Es ist keine gute Idee, etwas zu hassen. Wenn Sie etwas hassen, bleibt zwischen dieser Sache und Ihnen eine unsichtbare Verbindung bestehen - die Sache wird Ihnen also erhalten bleiben."

    Und dem stimme ich zu. Klar, es ist normal, dass man unter Umständen in der Zeit nach der Trennung auch Wut- und vielleicht sogar Hassgefühle entwickelt, aber sollten diese nicht überhand nehmen. Was natürlich nicht heißt, dass man Friede, Freude, Eierkuchen spielen soll. Wut in Maßen, ok. Aber lasst diese Energie lieber für etwas anderes arbeiten. Ich klammere da mal die Extremsituationen (Mißhandlung und was es da noch alles gibt) aus.
    Also ich denke, wenn der Partner Schluß macht, und man jetzt nicht Fremd gegangen ist oder sonst was schlimmes verbrochen hat, dann ist Hass und Wut, neben der Trauer am Anfang nur selbstverständlich.
    Wobei man drauf achten sollte, die Kurve nach ner Zeit zu kratzen, und von diesen Gefühlen wegzukommen, so ist es jedenfalls bei mir, ich hasse, wüte und trauere am Anfang ohne ende.
    Dann kommt das große Loch, ohne Kontakt, bis ich mich irgendwann wenn ich nicht mehr hasse mich wieder bei ihr melde und ne Aussprache suche bzw. ihr meinen Teil der Trennung darlege, scheiss drauf ob sie antwortet, ich machs immer so, ist sowas wie meine eigene Verarbeitungstherapie und das will schon was heißen, bin nämlich nen typischer stolzer und teilweise selbstverliebter Löwe :] , aber ich ziehe nach der Wut und Hassphase für mich immer die leeren aus dem scheitern der Beziehung und meiner eigenen Fehler die dazu geführt haben und lerne daraus.
    So denke ich sollte man es machen, weil man hasst nicht was man liebte, wenn man einen Menschen nach Monaten noch immer hasst und es ist nichts wie fremdgehen etc von seiner Seite passiert, dann ist es noch immer die Kränkung des eigenen Egos und der Abweisung und sowas hindert einen nur daran frei für was neues zu sein, negative Energie und Erinnerungen halt.
    Ich blende diese lieber aus und erinnere mich nur an die schönen Dinge die ich mit meiner Ex erlebt habe und versuche mit ihr nen leichten Kontakt wieder aufzubauen.
    Wenn was zurück kommt, dann kann daraus auch gerne Freundschaft werden, wenn nicht, dann hat sie halt pech gehabt.

  4. #4

    Else83 Else83 ist offline

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    Also ich sag mir immer: Hass ist auch nur eine Form von Liebe! Denn wer hasst, der investiert noch so viel Gefühle darein.
    So sehe ich das. Ab und zu denk ich auch so, ich hasse ihn dafür, was er mir angetan hat und gleichzeitig weiß ich aber, ich liebe ihn immer noch.
    LG Melly

  5. #5

    Skipper Skipper ist offline

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    ich empfand auch hass,wut usw... und mir gings einfach dreckig als ich erfahren hab dass meine ex schon wieder nen neuen hat...aber ich war nicht wütend und sauer auf sie... sonder ich war wüten und traurig, dass ich einfach so ersetzt wurde. naja inzwischen denk ich mir dass sie halt nicht so hohe ansprüche hat wenn sie so schnell den partner wechseln kann und nicht erst die alten gefühle verarbeiten muss.

  6. #6
    Gast
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    Also ich sag mir immer: Hass ist auch nur eine Form von Liebe! Denn wer hasst, der investiert noch so viel Gefühle darein.
    .......da ist was Wahres dran. Hass ist ein ebenso intensives Gefühl wie Liebe, nur auf der anderen Seite der Skala.
    Über einen längeren Zeitraum jemand zu hassen ist aufreibend, macht einen kaputt und ganz wichtig:
    Lässt die Haut altern!

    Man muss null auf der Skala erreichen, oder sollte dies zumindest als Ziel anstreben. Oder will man bis ans Ende aller Tage verbittert sein, und dem Expartner noch solch intensive Gefühle hinterhertragen?

  7. #7

    _annalena_ _annalena_ ist offline

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    ich hab das früher immer so gemacht.
    hab versucht, die person, die mich verletzt hat, zu verachten (hassen ist etwas zu extrem). und es meistens auch geschafft.
    und nach einiger zeit ist das dann ganz von allein verflogen. und die person war mir eigentlich nur mehr egal.

    jetzt hab ich fast 3 1/2 jahre pausiert. mich sozusagen quergestellt, sobald ich gemerkt hab, dass da gefühle aufkommen.
    so gehts natürlich auch. wenn man erst gar nicht zulässt, sich zu verlieben, kann man auch nicht verletzt werden.
    nur auf dauer war das eher sehr depremierend. weil ich dann schon überhaupt nix mehr empfunden hab.

    tja. und jetzt? hm. hassen tu ich keinen mehr. ich trauere ihnen hinterher. lass das "im selbstmitleid schwimmen" zu. vielleicht gehts so auch weg. mal schaun

  8. #8

    Max Max ist offline

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    Original von Melly1983
    Also ich sag mir immer: Hass ist auch nur eine Form von Liebe! Denn wer hasst, der investiert noch so viel Gefühle darein.
    jo seh ich auch so... hass (wenn man mal das negativste wort gebrauchen soll) ist neben liebe wohl das stärkste gefühl das man haben kann... bei welchen anderen gefühlen wird man innerlich so unglaublich aufgewühlt? so angreifbar? hass ist außerdem wohl auch eines der langlebigsten gefühle die es gibt... wenn man mal "hasst" dann dauert es länger bis man vergibt... wenn überhaupt! genau wie bei liebe!

    aber hass macht einen auf die dauer auch kaputt, besonders wenn man ihn in sich hinein frisst... anfangs hilft es sicherlich und gehört auch dazu, da geb ich triumphator recht. irgendwann wird daraus gleichgültigkeit und dann ist es vorbei...

  9. #9

    angel from mars angel from mars ist offline

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    ich selber könnte es mir garnicht vorstellen jemanden den ich mal geliebt habe hassen zu können. das übertrifft meine vorstellungsvorausgabe. da könnt ich mir eher ein bild der 27. dimension machen.....

  10. #10

    crincle-pot crincle-pot ist offline

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    das thema hass und liebe


    schon vor 2 tausend jahren war das den menschen bewusst dass die beiden gefühle so nah aneineinader liegen..
    mein lieblingsvers:

    odi et amo, quare id facinam fortasse requiris. nescio, sed sentio fieri et excrulcior.

    ich hasse und ich liebe. warum mache ich das willst du sciher wissen. ich weiss es selber nciht, aber ich spür das es geschieht und ich leide schrecklich darunter.


    prägnanter kann man es in einem satz nicht ausdrücken. und wie gesagt, schon vor einiger zeit..

    gruss
    thc-bun

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