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Förster
- Mitglied seit
- 28.12.2005
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dranbleiben und leiden - oder loslassen?
hallo liebe leute,
ich habe mich soeben in dieses forum eingeloggt, weil ich das dringende bedürfnis habe, meinen schmerz mitzuteilen. ich fürchte, sonst platzen zu müssen...!
die situation ist vielleicht ein bisschen unüblich, darum möchte ich sie möglichst kurz (aber wahrscheinlich doch ellenlang!) schildern:
meine freundin, wegen der ich in eine völlig neue umgebung gezogen bin, hat mich vor etwa 2 monaten nach anderthalb jahren beziehung (und zweieinhalb jahren vorangehender fernbeziehung) einfach fallen gelassen. die eiskalte art, in der sie das tat, hat bewirkt, dass ich dieser frau keine träne nachweine - sie ist wirklich für mich "gestorben".
leider hatte ich mich derart auf meine ex-freundin und den hervorragenden "familienanschluss" fixiert, dass ich keine weiteren kontakte geknüpft habe. mir blieb nur noch der kontakt zu einer gemeinsamen freundin, die eine ehemalige schulfreundin meiner ex ist.
das tragische ist nun, dass ich mich ernsthaft und tief in diese freundin verliebt habe. zunächst war ich mir dessen nicht bewusst, und als es mir klar wurde, wollte ich es nicht wahrhaben: es schien irgendwie zu simpel und zu billig, sich in die freundin der ex zu verlieben, die zugleich mein einziger anlaufpunkt war! aus diesem grund wollte ich mein unausweichliches geständnis möglichst weit hinauszögern, meine gefühle für sie prüfen und auf eine gelegenheit hoffen, in der sich alles irgendwie von alleine ergeben hätte.
zu meinem unglück kam es anders: plötzlich tauchte ein nebenbuhler auf, der sich plump und aufdringlich an meine angebetete heranmachte und damit auch noch bei ihr anzukommen schien - ich sah rot und sah mich im zugzwang.
zwei tage später gestand ich ihr per mail meine gefühle für sie, und es gingen sämtliche pferde mit mir durch: ich beschrieb, was für schöne dinge ich gern mit ihr tun würde, wie wundervoll sie sei und was ich alles an ihr liebe.
sie fiel aus allen wolken, weil sie die ganze zeit über tatsächlich arglos war, und wies mich schockiert zurück. weil sie mich (wohl auch in ihrer zwiespältigen rolle als freundin) nicht verletzen wollte, vermied sie es, mir ein klares "nein" entgegenzusetzen, was mich unbewusst dazu anstachelte, mich zum kompletten idioten zu machen, sie per sms anzubetteln und mit "argumenten" von mir zu überzeugen. so tief war ich noch nie gesunken!
ein paar tage später (ich hatte ernsthaft einen selbstmordversuch in erwägung gezogen, weil zu meinem liebeskummer noch weitere scheinbar unüberwindbare probleme wie arbeitslosigkeit und einsamkeit hinzukamen - zum glück hatte ich einen lichtblick, der mir wieder lebensmut gegeben hat) gab ich ihr eine "entwarnung" per mail, in der ich ihr erklärte, dass es mir wieder besser ginge und das mir alles unendlich leid täte. sie reagierte sehr verständnisvoll und mitfühlend auf meine mail, und mich wunderte, dass sie nach all dem, was ich ihr mit meinem ungestümen liebesgeständnis angetan hatte, sogar noch lobesworte für mich finden konnte.
nun bin ich in einer zwickmühle: ich weiß, dass es für meine gefühle und für die vernichtung meines schrecklichen liebeskummers das "vernünftigste" wäre, einen schlussstrich zu ziehen: ich will sie - sie will mich nicht und hat zusätzlich noch einen bezug zu meiner ex-freundin! also ab dafür!
gleichzeitig aber stützt ihr faires verhalten meine annahme, dass sie nicht nur eine begehrenswerte frau, sondern auch ein wundervoller mensch ist, den ich nicht verlieren möchte.
immer wenn wir uns persönlich nah waren, hat sie in mir nur einen freund gesehen - seit meinem (schriftlichen) geständnis haben wir kein direktes wort mehr gewechselt und uns nie mehr gesehen, alles beschränkte sich auf mail und sms. es ist irgendwie so schizophren, so als würde sie nun zwei völlig unterschiedliche seiten von mir kennen. mein wunsch ist es, diese seiten wieder zu einem ganzen zusammenzufügen. ich möchte ihr zeigen, dass ich kein fremdling bin, sondern noch "der alte". natürlich wird sie mich mit anderen augen sehen, da sie ja nun über meine gefühle für sie weiß. mein wunsch ist getragen von meiner jämmerlichen und unauslöschlichen hoffnung, dass sie vielleicht eines tages erkennen wird, wie geeignet ich für sie als partner bin und wie gut wir zueinander passen. vielleicht würde ich auch irgendwann von selbst erkennen, dass sie nicht die richtige ist. ich möchte eine chance haben, sie zu "entzaubern". dafür müssen wir aber in kontakt bleiben.
das alles könnte sehr gewinnbringend, reizvoll, prickelnd sein - wenn ich stark genug wäre! meine sehnsucht nach ihr ist im augenblick unendlich schmerzhaft und raubt mir all meine energie. die vorstellung, dass sie mit einem anderen mann zusammen ist, treibt mich fast in den wahnsinn!
ich wünschte mir, von ihr zu lassen und mich auf die anderen "schönen töchter" dieser welt zu stürzen - aber mein herz weigert sich strikt dagegen! es will mir weismachen, dass sie die richtige ist.
wäre es der richtige weg, "gras über die sache wachsen" zu lassen? wenn ich mich selbstschützend von ihr fernhalte, vergrößere ich damit nicht die distanz zwischen uns? zerstöre ich damit nicht die möglichkeit, dass wir einander näher kennenlernen, entdecken und lieb gewinnen? würden wir nicht "den faden verlieren"?
ich erwarte keine antworten auf meine fragen, genauso wenig wie ich erwarte, dass mein leidensbericht bis zum schluss geduldig durchgelesen wird. vielleicht findet sich aber der eine oder andere, der ähnliches durchmacht oder durchgemacht hat, und der mir von seinen erfahrungen erzählt - ich würde mich sehr darüber freuen!
danke im voraus,
jonathan
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Theodor
- Mitglied seit
- 29.12.2005
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Hi,
kann gut nachvollziehen wie es dir geht. Das gleiche ist mir schon 2 mal passiert und zur Zeit ahne ich das es mir wieder passieren wird.
Ich befinde mich seit fast 4 Jahren im Ausnahmezustand, nehme Tabletten, trinke abends Alkohol um in den Schlaf zu kommen, war bei einer Psychologin, arbeite extra lange etc.
Alles nichts genutzt.
Auch ich habe mich zum Narren gemacht, habe den Gentleman markiert, war einfach ich selber und grübel mich fast zu Tode.
Ich will dir bestimmt keine Hoffnung zerstören..aber. Wenn diejenige nicht will kannst du tun und lassen was du willst. Es ändert nichts.
Dies sagt mir nun zum dritten mal mein Verstand aber trotzdem kann ich nicht ablassen.
Es zermürbt, zerstört und macht nur unglücklich.
Kann dich gut verstehen, kann aber keine Ratschlag geben, da ich selber keinen Rat annehme und nur hoffe, hoffe, hoffe...
Lieber Gruß


