1. #1
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    Ein Tag im November...und wie es weiterging

    Hallo liebes Forum, hallo liebe Menschen da draussen.

    vor schon etwas längere Zeit habe ich dieses Forum gefunden und mir in Beiträgen den Kummer von der Seele geschrieben...

    Heute kehre ich zurück mit einem neuen Beitrag. Im Sommer 2004 zerbrach meine Beziehung und damit noch etwas mehr, sehr viel mehr.

    Leider finde ich meine alten Beiträge hier nicht mehr, damals konnte man noch unter einem Gast-Login schreiben...nur an einen Beitrag habe ich mich erinnert er hiess "Ein Tag im November"...wer es lesen möchte bitteschön:
    http://www.frischverlieben.de/liebes...aa367c2b8df982

    Ich denke man muss nicht viel mehr dazu sagen...jeder weiss wohl wie es ist wenn die Seele Trauer trägt.

    Wie ging es dann weiter? An Abwechslung fehlte es mir eigentlcih nicht...ich veränderte mich sehr in dieser Zeit. Beruflich, persönlich. Ich kam weiter in meiner Entwicklung. Doch innerlich war tot..oder schockgefroren. Die Demütigung und das Weggeworfen werden hatte ein Trauma hinterlassen.

    Ich wusste dass ich nicht mehr gewollt war. Wie kann man das verarbeiten wenn man selbst verliebt ist. Es geht nicht, 2 Dinge prallen da aufeinander die nicht zu vereinen sind: Liebe und Gleichgültigkeit.

    ABer ich verstand schnell. Und so verschwand alles aus meinem Leben, ich vernichtete wirklcih alles was an materiellen Dingen an die gemeinsame Zeit erinnerte... ich brach ca. 2 Monate nach der Trennung den Kontakt zu den zum Glück wenigen gemeinsamen Bekannten ab und mied gemeinsame Orte. Ich zerriss Fotos, Briefe, löschte emails von fast einem Jahr. Nicht nur die zwischen ihm und mir, sondern alle...ich versuche einen Teil aus meinem Leben zu schneiden. Ich brannte gemeinsame Fotos auf eine Dvd und löschte sie von der Festplatte. Wenig später zerstörte ich die DVD. (mir fehlt deshalb (leider? ) tatsächlich ein Jahr aus meinem Leben an Bildern. )

    Ich hatte Glück, denn obwohl er rein räumlich in der gleichen Stadt wohnt wurde mir eine Begegnung erspart.

    Was passiert nach 1 Jahr, nach 1.5 Jahren? Ja richtig, die Zeit lässt Erinnerungen verblassen. Neue Erlebnisse nehmen diesen Raum ein, füllen ihn aus.

    Man lebt weiter, nicht glücklich aber man lebt eben wieder. Man fängt sogar wieder an sich für Männer zu interessieren. Ja man kann sich sogar wieder verlieben. Was nicht heisst dass eine neue Liebe anbricht, leider. Aber auch diese Einttäuschung (also dass es nicht geklappt hat) überwindet man ohne in ein Tief zu fallen.

    Doch tief drinnen ist da noch was. Eine unerledigte Sache. Wenn man so rigoros beschlossen hat etwas aus seinem Leben zu schneiden heisst es nicht dass damit alles gut ist...es fehlte die Konfrontation, es fehlt etwas...in meiner Erinnerung war das bittere Ende, die nicht schönen Sachen die ich im Nachhinein erfahren hatte und als Gegenpart dazu die Erinnerung an einen verliebten Herbst, einen romantischen Winter, einen genialen Frühling und ein TEil eines goldenen Sommers. Und dem Tag an dem alles relativiert wurde und seit dem sich so viel verändert hat.

    Ich weiss nicht wo genau bei mir der Hebel umgelegt wurde. Aber aus der Distanz von über 1,5 Jahren sammelt man Kraft. und Mut. Ich glaube ich habe innerlich darauf gewartet...es hat unendlich lange gedauert...aber vor ein paar Tagen habe ich mir Informationen über denjenigen geholt..was nicht schwieirig war da er nicht nur beruflich sondern auch privat Websites im Internet hat. Die gab es ja damals schon und vielleicht könnt ihr euch vorstellen dass ich mir die damals in Selbstquälerei angesehen hab und nach meinen Entschluss einen Cut zu machen diese gemieden habe wie der Teufel das Weihwasser...

    Nun habe ich sie mir eben zur Gemüte geführt und neugierig weitergeforscht.

    Es war eine Offenbarung. Ich schaute mit die Bilder an (ja sie sind immer ncoh zusammen), las alles mögliche und verspürte ..Neugier...nicht Hass...eher so ein Gefühl der Peinlichkeit...alles was er da zur Schau stellt- auch wie er sich beruflich weiterentwickelt hat...ich kann es schlecht erklären aber ein Knoten ist da drinnen bei mir geplatzt.

    Für mich war das ein grosser Schritt. Ich habe da trotz allem ein Bild von jemjenigen in meiner Welt konserviert und verweigert zu akzeptieren dass er weiterlebt in der realen Welt... ich wollte dass er nicht mehr existiert und habe deshalb alles gemieden...was trotzdem schon irgendwie krankhaft war.

    Ich habe keine Angst mehr. Ich fühle mich befreit...nach bald 2 jahren.
    Und das obwohl ich doch diejenige bin die viel zu lange darunter litt..obwohl ich diejenige bin die das leben eines unfreiwilligen Singles meistern muss...die abends allleine einschläft. Ja das ist immer noch so. und doch bin ich so froh dass es so ist. Dass mein LEben von seinem getrennt ist....ich danke heute dem schicksal oder wem auch immer dafür....und das meine ich ehrlich.

    Ich wollte Euch das einfach mal erzählen...warum weiss ich auch nicht genau. Ich kann nur soviel sagen: Liebeskummer scheint wirklch vorbeizugehen. Was aber nie vorbei geht, ist die Verletzung die einem zugefügt wurde. Und die Traurigkeit zu erkennen was aus Liebe werden kann. Aber: diese Verletzung udn Traurigkeit kann Teil deines Lebens werden und sich mit der Zeit in etwas verwandeln dass Dich und Deinen Charakter weiterentwickelt: Lebenserfahrung, Verständnis, natürliche Vorsicht...


    Ich weiss nicht wie es jetzt weitergehen wird. Ich habe wirklcih das Gefühl dass sich nochmal was verändert hat. Vielleicht gibt es Euch Mut. Es dauert manchmal sehr lange. Vielelicht brauchen manche nur 6 Monate, oder 5 Jahre..je nachdem. Ich bin gespannt was noch so in meinem Leben passiert...und freue mich das erste mal nach so langer Zeit darauf.

    Danke fürs Lesen,

    euer Gast in November (hier mal kurz unter Annemarie).




  2. #2

    emil - 82 emil - 82 ist offline

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    04.02.2006
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    52
    schönes text der mut macht!

    freut mich für dich. das warten hat also immer einen sinn, auch wenn man ihn nicht imemr gleich sieht.


    und was aus liebe werden kann ist wirklich erschütternd.

    ich glaube man kann sich nur selbst glücklich machen.
    man kann sein glück nicht von jemanden abhänhig machen.

  3. #3

    Lila-Rosa Lila-Rosa ist offline

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    06.02.2006
    Beiträge
    131
    Hallo Annemarie,
    dein Text hat mich sehr berührt und weckt in mir die Hoffnung, dass auch ich irgendwann meine Lebenszuversicht und -freude wieder spüre.
    Auch ohne ihn, auch wenn ich mir das so sehr gewünscht habe.

    LG
    Tulpenfan

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