1. #1

    Jassy Jassy ist offline

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    ich versuch ihn zu verstehen...

    Hallo Leute,

    habe gestern meinen ersten Beitrag geschrieben (Jetzt ist er weg), den habe ich dann heute irgendwann geschlossen, wollte aber trotzdem noch die ein oder andere Reaktion von euch....

    Er ist ja gestern weg gefahren, und das nicht nur mal eben um die Ecke, sondern mehr als 600 km. Er wird vorraussichtlich Dienstag wieder kommen, aber was ist dann?

    Er sagte nach dem ltz Streit, er wird auf jeden Fall ausziehen. Aber warum? Das ändert doch nichts daran. Er läuft einfach nur davon. Vor seiner Verantwortung, vor allem, vor mir?

    Er meinte, ich hätte jetzt eben auch ein paar Tage zum nachdenken, er wird das auch tun. Und er braucht das jetzt mit dem Abstand!
    Hallooooo! Mich hat keiner gefragt, was ich brauche.

    Ich brauche ihn. Hier. Jetzt. Wir brauchen ihn.

    Er ist so schwer zu verstehen...
    Er sagt, dass er mich bzw. uns liebt. Aber das er gehen muss, sonst nimmt das echt ein übles Ende.

    Klar ist es nicht leicht gewesen, und das wird es auch in nächster Zeit nicht sein - aber wer bitte hat behauptet, es sei in der heutigen Zeit einfach eine Beziehung oder sogar eine Familie zu haben?

    Ich hab grad nochmal ne Sms von ihm bekommen - die erste heute: ganz banal....Wir sind jetzt fertig, blablabla, bussi an euch vier

    Was ist das denn?

    Ich kann echt nicht mehr.

    Ich soll nachdenken. Wie bitte soll ich nachdenken, wenn er einfach so wegfährt, und mich mit dem ganzen Mist alleine lässt?
    Es tut so weh, und trotzdem fehlt er mir so...

    das ist doch krank, was da bei mir passiert.

    Wäre echt dankbar über ein paar Meinungen oder Anregungen von Euch....

    Vorab schon mal danke...

    lg mb

  2. #2

    Maoam Maoam ist offline

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    Hi mb,

    macht immer wieder traurig, so eine Geschichte zu lesen.

    Mein Rat;

    Du kannst die Gedanken und Gefühle von anderen nicht ändern.
    Vieleicht beeinflussen,ja.
    Er will den Abstand? Solltest Du respektieren.

    Ich weis ja nicht, was bei Euch vorgefallen ist, aber das hört sich nach einer kleinen Katastrophe an.

    Glaubst Du Ihm?


    LG

  3. #3

    Jassy Jassy ist offline

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    HI BigHeart,

    danke erst mal.

    Ich weiß nicht - ich würde ihm so gerne glauben...
    Was bei uns vorgefallen ist? Keine kleine Katastrophe, eine große!

    Sache ist, er trinkt ganz gerne mal was. Soweit so gut. Das tun wir alle ganz gerne mal. Aber eben alles mit Maß und Ziel, wobei Ziel hier nicht treffend ist.

    Ich trink auch am Abend, wenn die Kids im Bett sind, mal 1,2 Glas Wein. Aber ich muss das nicht haben.
    Bei ihm ist das anders.

    Er hat schon immer ganz gerne mal was getrunken, aber er hat sich wohl irgendwann hinreißen lassen, und ist jetzt in diesem Sumpf.

    Ich selbst hab dazu eine ziemlich krasse Einstellung, das geht eigentlich für mich gar nicht.

    (Meine Mutter war Alkoholikerin....)

    Nu ja, es war ein ganz normaler Abend (vor ca. 3 Wochen), als er zum Schrank ging, und sich was zu trinken machte.
    Er vermeidet mich dabei anzusehen, weil er es nicht mag, wie ich ihn dann anschaue.

    Kurzum, er hat innerhalb kürzester Zeit relativ viel getrunken, und weil er das meistens somacht, um von seinem Fehler abzulenken, hat er angefangen, auf mir rum zu hacken.

    Ich wollte mich echt nicht provozieren lassen, hab 9 gerade sein lassen, und versucht mich auf keine Diskussion einzulassen.

    Er hat aber ned aufgehört, und als er merkte, dass ich mich in all den Punkten gar nicht groß meinen lasse, hat er angefangen auf einer bestimmten Sache rum zu hacken.
    Die Sache betrifft meine Mom und mich, und ich bin der Meinung, dass das mein Ding ist. Es geht ihn nichts an.

    Meine Mom ist vorletzten Nov gestorben und da waren eben soviele Dinge die zwischen ihr und mir standen, und nicht geklärt werden konnten.

    Das ist echt ne ziemlich fiese Sache, weil ich jetzt eben sehen muss, wie ich damit klar komme.

    Aber wie gesagt, ich seh das so, dass ist echt MEIN Problem.

    Er hat immer wieder damit angefangen, bis ich eben ausgeflippt bin.

    Ich hab da wohl das ein oder andere gesagt, dass er nicht hören wollte, wie z.B. er solle erst mal schauen, dass er sich und seine Probleme in Griff bekommt, bevor er bei Dingen mitredet, die ihn weder was angehen, noch wirklich interessieren.

    Es gab einen Riesenkrach, und er hat so laut rum gebrüllt, dass der Kleine wach wurde.....

    Wir haben in dieser Nacht getrennt geschlafen, und am nächsten Morgen ging er wie immer, gleich nach dem duschen zur Arbeit.

    Er kam natürlich wieder sehr spät, ich hab schon geschlafen. Wir haben also nicht miteinander gesprochen.

    Am nächsten Tag hat er mir nur ne Sms geschickt, er kommt heute nicht, muss seine Gedanken ordnen, er schläft bei einem Freund.

    Als er dann wieder kam, meinte er eben er müsse ausziehen, weil das sonst noch übel ausgehen könnte.

    Ich meinte dann nur, klar, es ist ja viel leichter, vor seinen Problemen und vor seiner Verantwortung davon zu laufen, als sich dem ENDLICH mal zu stellen.

    Klar, er hats so verstanden, wie er wollte, nciht so wie ich es gemeint habe.

    Reden kann ich z. Zt. auch nicht mit ihm, weil er ständig nur alles negativ versteht.

    Ich hab ihm gesagt, dass ich weiß, dass die Sache mit meiner Mom ´ne Sache ist, mit der ich alleine nicht fertig werde. Und das ich dazu wohl profissionelle Hilfe in Anspruch nehmen muss und werde. Dass ich das für mich tue und für meine Kinder.

    Na ja, meinte er nur darauf, hat ja lange gedauert, bis du mal zu der Einsicht gekommen bist.....

    Als ich ihm dann sagte, dass auch er ein Problem hat, und zwar noch ein viel massiveres, wo er auch dringend jemanden braucht, der ihm dabei hilft, dass in Griff zu bekommen, da wars schon wieder vorbei.....

    Ich liebe ihn, sehr sogar, aber ich möchte dass alles nicht mehr. So nicht. Nicht für mich, und schon gar nicht für meine Jungs. Das haben sie nicht verdient.

    Ich kann nicht mehr, es zerfrisst mich...

    Und dabei muss ich mich so zusammen reißen, wegen der Jungs.....

    lg mb

  4. #4

    Jassy Jassy ist offline

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    Ach mann, ....

    ich bin ganz schön durchn Wind.
    Habe grad meinen Kleinen angeschaut, der sitzt mit bester Laune (Gott sei Dank) aufm Teppich und hat seine Spielzeugkiste ausgeleert. Er sieht aus wie sein Papa....

    Mich hats grad so überkommen, da hab ich einfach drauf los geheult.........

    Wie soll das nur weiter gehen?

    Hat keiner einen Rat?

  5. #5

    !Blacky! !Blacky! ist offline

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    Hey,

    ich kann dich ganz gut verstehen. Ich heule auch immer wieder los, weil ich irgendwie weiß was kommen wird, ich das aber nicht will...
    Aber das ist ja jetzt eh egal.

    Das größte Problem deines Parnters ist ja die fehlende Krankheitseinsicht. ER hat doch alles im GRiff und keine Probleme. Wenn du nicht aufpasst, verfällst du noch in die typische Co-Abhängigkeit. Vielleicht ist es besser, wenn ihr etwas Abstand habt.
    Aber vielleicht suchst du mal nicht nur wegen der Sache mit deiner Mutter professionelle Hilfe, sondern gehst auch mal zur Suchtberatung. Die können dir am Besten raten, wie du dich weiter verhalten solltest.
    Aber am Wichtigsten ist jetzt: denk an dich und deine Buben. DAS sollte dir am meisten am Herzen liegen. Tu dir einfach mal was Gutes.

    Ich drück dir jedenfalls ganz feste die Daumen, dass du das alles schaffst...
    GLG Gabi

  6. #6

    Jassy Jassy ist offline

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    Hey Kamel,

    danke für deine zeilen, danke

    so sieht er das auch, vonwegen er hats ja im Griff usw.

    Aber ich seh das nicht so.

    Lieb gemeint, aber ich trinke NIE mehr als 1,2 Glas Wein.

    Ich hab da echt schon zuviel mitgemacht. Meine Freunde meinten anfangs immer "Spaßbremse", weil ich nicht mitgetrunken habe bei Feiern und so. Aber nachdem ich dann meinen Standpunkt erklärt habe, haben sie es auch verstanden. Ich bin der Meinung, man kann auch ganz ohne Alk Spaß haben.

    Ich habe ihm ja auch schon angeboten, ihm dabei zu helfen davon weg zu kommen, aber er hat ja alles im Griff....

    Ich hab auch schon gesagt, es kommt kein Alkohol mehr ins Haus! Gut, für eine Woche hat er sich daran gehalten. Kam halt immer spät und hat dann eben auswärts was getrunken. Nach der Woche hat er dann einfach wieder eine Flasche in den Schrank gestellt, und .....

    Klar, ich kümmere mich um meine meine Kids. Sie sind erste Prioriät. Trotzdem fühl ich mich leer und kraftlos.

    Wo ist er nur hin, der Mann in den ich mich damals verliebt hab?

  7. #7

    !Blacky! !Blacky! ist offline

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    Der Mann in den du dich verliebt hast, hat sich geändert, aber das heißt nicht, dass er wieder so sein kann, wie es dir gefällt. Hab etwas Geduld, geh zu der Beratungsstelle. Nicht wegen dir, sondern wegen ihm! Viele glauben, dass diese Beratungsstellen nur für die Betroffenen sind. Aber das stimmt nicht. Du bist doch auch betroffen, obwohl du nicht von dem Zeug abhängig bist. Aber diese Stellen, wissen eben am Besten, wie du weiter kommst. Die können dir auch sagen, wie du ihn zu professioneller Hilfe "überreden" kannst.
    Die müssen dir helfen (ich weiß das, weil ich das letztes Jahr noch im Studium gelernt habe...)!

    Nimm dir die Kraft, die du brauchst von deinen Kids. Die geben dir so viel, ohne zu fragen, wer du bist oder was du machst. Sie sollten dir durch ihre bedingungslose Liebe die Kraft gebe können. Aber mach nicht den Fehler und lade deine Gefühle und deine Angst auf ihren Schultern ab. Aber so wie ich dich einschätze tust du das nicht...

  8. #8

    Jassy Jassy ist offline

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    Danke Gabi, danke.

    Ich werd das mal versuchen mit der Beratungsstelle, es kann ja nur besser werden.....

    Ich versuche das Ganze von den Jungs - so gut wie möglich - fern zu halten. Was soviel heißt wie, ich reiße mich eben zusammen, und versuche einen normalen Tagesablauf zu organisieren.
    Aber die Jungs, der Große und der Kleine, spüren natürlich auch, dass da was nicht stimmt.

    Der Große ist dann immer ganz lieb und drückt mich und sagt mir, dass ich ihm ruhig sagen kann, wenns mir ned gut geht. Ich hab auch schon mit ihm geredet und ihm gesagt, dass mein Freund jetzt ausziehen wird. Mein kleiner "Großer" hat mich dann ganz lieb gedrückt und gesagt, Mama, wir schaffen das!

    Der Kleine kann sich noch nicht so mitteilen, er ist ja erst 11 Monate.

    Aber ich versuche, wie gesagt alles so zu machen wie immer.

    Die Zeit die ich hier mit schreiben verbringe, ist meist die Zeit, wo die beiden miteiander spielen, oder wenn der Kleine schläft.
    Es hilft mir ein wenig.

    Trotzdem tut es sehr sehr weh, und trotzdem fühl ichmich total allein.........

  9. #9

    Morx Morx ist offline

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    Liebe Mb,

    wenn dein Freund wirklich schon Alkoholiker ist, dann kann ihm niemand helfen. Jede Beratungsstelle wird dir sagen,das du dann die ganz harte Schiene fahren musst. Süchtige wachen höchstens auf wenn sie absolut am Ende sind und nichts mehr geht - dann kriegen sie die Kurve selber oder gar nicht. Bis dahin belügen sie sich selbst und haben insofern gar keine Einsicht in die Problematik.

    Im positiveren Fall ist er gefährdet aber noch nicht abhängig oder er ist ein kontrollierter Trinker (konsequent nur abends aber nie tagsüber trinken), auch das gibt es. Aber auch da kannst du ihm nicht helfen, wenn er selber es nicht so sieht.

    Akzeptiere die räumliche Trennung, sie kann unter Umständen hilfreich sein. Ich habe das ja selber erlebt (ging allerdings von mir aus) und glaube mir, das muss nicht der Anfang vom Ende sein, im Gegenteil

    Aber ihr habt viele "Baustellen" zu bearbeiten, alle gleichzeitig - nee das geht nicht. Fange erstmal bei Deinem Problem bezüglich deiner Mom an, das scheint dringend nötig.

    Und wenn ein Problem gelöst ist, wende dich dem nächsten zu. Du kannst nicht an allen Fronten gleichzeitig kämpfen, daran würdest du zerbrechen.
    Aufmunternde Grüße
    Shirin

  10. #10

    !Blacky! !Blacky! ist offline

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    Huhu!

    Na siehst du. Die Kleinen versuchen dir ja auch mitzuteilen, dass das wieder wird. Und auch wenn sie noch viel zu klein sind, um zu begreifen, wie du dich fühlst und was in dir vorgeht, sie haben vollkommen Recht!

    Ich kann mich Shirin anschließen. Du solltest langsam deine Probleme angehen. Und wenn dein Freund auszieht, dann fühlt er sich damit wohler. Dir wird es vielleicht auch ganz gut tun, wenn du erst mal nicht mehr jeden Abend erleben musst, wenn er wieder die Flasche aus dem Schrank holt.
    Du hast derzeit genug zu verarbeiten.

    Ich weiß, wie du dich fühlst. Bei mir ist die Situation zwar nicht ganz so belastend, aber auch ich fühle mich so oft alleine. Allein der Gedanke, er könnte wieder mit ihr chatten oder telefonieren macht mich wahnsinnig! Aber was soll's? Wir werden es schaffen, ob mit oder ohne den Männern!

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