1. #1

    Knauz Knauz ist offline

    Erfahrener Benutzer
    Mitglied seit
    23.09.2006
    Beiträge
    708

    Er ist weg....und dennoch

    Ja... nun ist es soweit.
    Mein Mann hat heute unsere gemeinsame Wohnung verlassen und....ja und...ich fühle mich mächtig beschissen und so alleine wie schon lange nicht mehr.

    Ich wollte es so, wollte die Trennung und fühle mich schlecht. mies, schuldig......alles andere nur nicht frei.
    16 Jahre Ehe.....einfach weg, eine Erinnerung, ein Lebensabschnitt.....wie geht es jetzt bloß weiter?

    Ich fühle mich ohnmächtig, möchte morgen gar nicht arbeiten gehen, mich einigeln, die Stacheln aufstellen und nur noch in Ruhe gelassen werden.
    Die Tatsache versagt zu haben....ist es das?
    Versagen?
    Ich habe darauf hingearbeitet, war schon lange nicht mehr glücklich in unserer Ehe.
    Meine Gefühle spielen verrückt.....totale Desorientierung.
    War meine Entscheidung richtig?
    Hätten wir noch eine Chance gehabt?
    Was habe ich falsch gemacht?
    Hätte ich was ändern können?

    Immer die nächtelangen Gespräche......sinnlos, haltlos, vorwurfsvoll, anstrengend.....Kräfte raubend.

    Ich bin müde, unsicher.....der Boden unter meinen Füssen ist weg.
    Meine Schuld? Seine Schuld? Was ist nur verkehrt gelaufen? ;(

    Ich hoffe morgen wieder klarer sehen zu können.
    Mußte das einfach nur mal loswerden und könnte heulen.

    eine traurige Troll

  2. #2

    Diana'' Diana'' ist offline

    Erfahrener Benutzer
    Mitglied seit
    22.04.2005
    Beiträge
    1.650
    Hallo Troll,

    ein schlimmer Moment. Fakten, Tatsachen und kein Kopf in den Sand stecken mehr möglich. Absolute Realität.

    Ich kann Dich verstehen. Als ich 2004 das gemeinsame Haus verlassen habe, da fühlte ich mich genauso.

    Versagen! Ja, das Wort hatte ich auch im Kopf. Als man die Ehe einging, war man im festen Glauben, alles wäre zu bewältigen und jede Krise die kommen kann, würde man gemeinsam durchstehen. Aber so ist es nicht.

    Fragen wie: Hätte ich was tun können?
    Habe ich die Ehe zu schnell aufgegeben?

    All das fragte ich mich auch.
    Aber - 2 Jahre lang hab ich alles versucht.
    Ich liebte ihn nicht mehr und dennoch wollte ich anfangs nicht aufgeben.

    Jetzt hoffe ich endlich auf den Tag der Scheidung.

    Heute weiss ich, es war richtig. Nicht nur für mich, auch für ihn. Zwei Menschen, die gemeinsam nicht mehr glücklich sein konnten, aber getrennt hatten wir beide eine neue Chance.

    Frag Dich einfach mal, was wäre die Alternative? Gäbe es eine? Wohl nicht.

    In ein paar Tagen, das versprech ich Dir, wird ein neues Gefühl in Dir stärker werden. Das Gefühl: Erleichterung.

    Vorausgesetzt Du hast die Trennung wirklich gewollt. Ich kenne Deine Geschichte nicht weiter.

    Für heute, setz Dich hin, trink ein Glas Wein und denk daran, ab morgen wartet ein neues Leben.

    Drück Dich mal ganz doll

    LG Darla

  3. #3

    Knauz Knauz ist offline

    Erfahrener Benutzer
    Mitglied seit
    23.09.2006
    Beiträge
    708
    Dank Dir Darla.
    Werd ich machen und heulen.
    Irgendwie fühlt man sich von allen allein gelassen.
    Ist schmerzhaft.

    drück zurück....Troll

  4. #4

    Knauz Knauz ist offline

    Erfahrener Benutzer
    Mitglied seit
    23.09.2006
    Beiträge
    708
    In ein paar Tagen, das versprech ich Dir, wird ein neues Gefühl in Dir stärker werden. Das Gefühl: Erleichterung.
    @Darla
    Was soll ich nun sagen...
    Ich hatte nur kurz das Vergnügen meine Freiheit zu genießen.
    Am ersten Tag gings mir schlecht. Sehr schlecht....echt mies.
    Am zweiten Tag war ich noch wie betäubt...aber froh ihn nicht mehr ständig um mir zu haben.
    Am dritten Tag machte ich mir schon eine Liste mit Dingen, die erledigt werden müssen um nun endlich meinen Weg alleine gehen zu können.
    Tag vier...Er ist wieder hier....nachdem er die letzten Tage bei einer anderen Frau verbracht hat.
    Was soll nun werden? Wieder alles von vorne?
    Soll ich gehen? Ihn mit den Kindern alleine lassen?
    Wie mache ich es ihm nur klar, das es so nicht weitergeht. Das Hin und Her kann ich nicht mitmachen.
    Er hört mir nicht zu und will eine neue Chance.
    Wie oft noch?
    Fragen über Fragen....Streit, Ohnmacht....nicht wissen wie es weiter gehen soll....alle Pläne für mein weiteres Leben wieder aufgeschoben.

  5. #5

    Diana'' Diana'' ist offline

    Erfahrener Benutzer
    Mitglied seit
    22.04.2005
    Beiträge
    1.650
    Guten Morgen Troll,

    hört sich nicht gut an. Ich hab versucht, Deine Geschichte hier zu finden, damit ich mir ein besseres Bild machen kann.

    Leider hab ich sie nicht gefunden. Nur Bruchstücke. Offenbar geht Dein Dilemma aber schon eine ganze Weile und es gab da jemand Anderes?

    Kannst Du mir mal schreiben, wie Dein Thread hieß? Oder hast Du es gar nicht aufgeschrieben? Ansonsten eine kleine Zusammenfassung?

    Eines ist klar, Du musst aus dieser Situation raus.

    Ich hab 2 Jahre gebraucht, das war zuviel.

    Vielleicht kann ich ja ein bisschen helfen.

    Lieben Gruss erstmal
    Darla

  6. #6

    Einbrenne Einbrenne ist offline

    Erfahrener Benutzer
    Mitglied seit
    20.12.2004
    Beiträge
    5.268
    hallo troll,

    die schuldfrage ist hier erstmal unwichtig - sie ist kaum befriedigend zu beantworten - eine große menge, ohne lösung.

    "boden unter den füßen ist weg" - "ohnmacht" - worte die ich damals auch benutzt habe, in meinem kopf...aber ich habe vieles herausgefunden, dass ich dir nun mitteilen möchte - worte zum nachdenken - denn nur der kopf, unser verstand, ist das richtige werkzeug für LK-geplagte.

    ersteinmal folgendes:

    1.
    es ist zur trennung gekommen - warum möchtest du wissen:
    der mensch unterliegt ständiger veränderung. ist man aber jahrelang zusammen, ist es eine schleichende veränderung, die meistens kaum jemand wahrnimmt.

    andersrum gesagt:
    hättest du damals vor 16 jahren, den mann so gesehen wie er jetzt ist OHNE dass DU DICH auch verändert hast - dann würdest du vermutlich nichts mit ihm anfangen. Oder du würdest dir einen anderen suchen, weil vll Du anders warst - was kein vorwurf ist - ich bin auch anders geworden

    2.
    Du möchstest jetzt etwas schaffen - nämlich dein leben ordnen und wieder glücklich sein. Vll kennst du diese situationen im leben, wo man sich sehr sehr anstrengen muss - um etwas zu erreichen.

    bei mir war es: SPORT, STUDIUM (ich wollte nie aufgeben) und brauchte manchmal den druck um top leistungen abzulegen.

    beziehe das ruhig auf den LK (tat ich auch) - der mensch ist in der lage großes zu leisten, wenn er sich etwas druck aufbaut - wenn das adrenalin steigt und wut vorhanden ist. das gilt durchaus auch für LK - denn Du kommst da nicht raus, wenn Du dich nicht selbst in den arsch trittst!

    sage dir - NEIN - - ich gebe nicht auf mein leben zu lieben, denn vor ihm gab es auch ein leben - und der größte teil des lebens gehört immernoch dir selbst - IMMER! Wie im Sport - LASS NIE DEN gegner gewinnen - in dem fall das gefühl der ohnmacht - welches dich vernichten will! STEH AUF in den Kampf - stelle dich diesem - am ende ist ein sieg drin, der alles in den schatten stellt

    da meine zeit hier im forum nun begrenzt ist und ich bald abschied feier, möchte ich dir noch etwas sagen, weil du mir immer symphatisch warst:

    ich habe ein einziges mal im leben erfahren was leid bedeutet, kurz, aber heftig - kaum jemand weiss was mir passiert ist - aber es war wirklich heftig. und nun sieh mich an - alles ist so wie früher - vll auch bissi besser, weil man manches nicht sieht, wenn man leidet.

    wenn ich es geschafft habe, mit den vorsetzen die ich dir beschrieben habe, dann schaffst du es mit einwenig willen auch.

    na dann mal viel glück

    nein

  7. #7

    Knauz Knauz ist offline

    Erfahrener Benutzer
    Mitglied seit
    23.09.2006
    Beiträge
    708
    Hallo Darla
    Ja....es gibt nur Bruchstücke...Ich hatte zu Anfang unter meinem regulären Usernamen gepostet....nicht wissend, wenn man fleißig googlet findet man so ziemlich alles....was ich nicht wollte.

    Eine kleine Zusammenfassung :
    Alles fing vor einem Jahr an.
    Die Überlegung...wo will ich in 5 Jahren stehen...will Ich so weiterleben wie bisher und was kann ich ändern...auch mit Ehemann.
    Dann kam der erste Mann ins Spiel.
    Belanglos...ein Kellner mit dem ich Teufel komm raus geflirtet hatte..mehrmals aber ohne Hintergedanken fremd zu gehen. Ich hatte es einfach nur genossen.
    Der erste Gedanke schlich sich ein.....was wäre wenn..

    Ein halbes Jahr später bekam ich eine Mail von meiner ersten großen Liebe von vor 20 Jahren(auch verheiratet,3 Kinder)...er hatte mich gefunden in einer Freunde- such- maschine.
    Es kam wie es kommen mußte....ich verknallte mich Hals über Kopf neu in ihm, mit allem was dazu gehört.
    Nach drei Monaten brach er den Kontakt ab.
    Ohne eine Erklärung, kein Schluß, kein....sorry, aber so geht es nicht weiter...nix.
    Hat sich einfach nicht mehr gemeldet.
    Wir hatten uns nur einmal gesehen, für ganze drei Stunden. Es ist nichts passiert...außer....das es mein Leben verändert hat.

    Dadurch bin ich in dieses (LK) Forum gelandet.
    Ich hatte versucht zu verstehen, was passiert mit mir, mich und meine Ehe in Frage gestellt.
    Das erste Mal ganz bewusst und habe dagegen angekämpft von heute auf morgen alles stehen zu lassen und meine Familie zu verlassen. Macht man sowas nach 16 Jahren? Nein....aber bin ich nun gezwungen den Rest meines Lebens mit jemanden zu verbringen, den ich nicht mehr liebe?
    Bin in psychologischer Betreuung, weil ich hin und her gerissen bin zwischen Familie, Verantwortungsbewusstsein und einem Mann den ich nicht mehr liebe.....und meinem Freiheitsdrang, dem Drang alles hinzuschmeißen und endlich mein Leben zu leben. Die Kinder sind groß....meine Pflicht ist erfüllt.
    Egoistisch nicht ?

    Nun kann und möchte ich nicht mehr.
    Ich liebe meinen Mann nicht mehr. Möchte frei sein für das, was noch kommen mag. Möchte mein eigenes Leben leben...nicht mehr für alles und jeden die Verantwortung übernehmen.
    Mich nicht rechtfertigen wenn ich mal weggehe...
    Dinge die vorher selbstverständlich waren.
    Sie belasten mich nur noch....führen zu täglichen Streitgesprächen und zu immer mehr Verschlossenheit meinerseits.
    Mein Mann klammert...tyranisiert mich, lässt mich nicht schlafen, kontrolliert mich...ja er ist zu einem wahren Stalker geworden.
    Er geht noch nicht mal mehr arbeiten....angeblich, weil er nicht mehr kann.
    Mir tut es weh, mit anzusehen, wie er leidet.
    Aber die Ehe ist kaputt....schon lange vor dem anderen Mann.

    Sie ist nicht mehr zu retten...Ich möchte frei sein.
    Möchte mich wieder verlieben dürfen....mein Leben leben...für mich selber Verantwortung tragen....
    oh man...

    Ist es sooo unnormal? bin ich so unnormal?
    Wir verbauen uns beide den Weg auf ein vielleicht besseres Leben.
    Ich weiß es nicht.
    Ich weiß nur für mich...so geht es nicht weiter.
    Eine Trennung muß her, sonst werde ich ihm mit meinem Handeln nur weh tun und das hat auch mein Mann nicht verdient.

    Lg Troll

  8. #8

    Knauz Knauz ist offline

    Erfahrener Benutzer
    Mitglied seit
    23.09.2006
    Beiträge
    708
    @ nein
    Ich weiß Deine Meinung sehr zu schätzen.
    Immer den Punkt treffend, oft zynisch....und ich habe manchmal gebrüllt vor lachen, wenn Du Dir in diesem Forum so tolle Wortgefechte mit anderen Usern geliefert hast.
    Sorry....ist so

    Du hast in vielem Recht....
    Wir verändern uns ständig.
    Der Versuch diese Veränderung rückgängig zu machen...wieder die Alte zu sein....
    Es geht nicht.
    Ich finde nicht mehr in mein altes Leben zurück.
    Es tut mir leid um meinen Mann....sehr sogar...aber ist das eine Basis?

    Du möchstest jetzt etwas schaffen - nämlich dein leben ordnen und wieder glücklich sein
    genau das möchte ich....aber ohne über Leichen zu gehen....

    und der größte teil des lebens gehört immernoch dir selbst
    das ist wahr......

    am ende ist ein sieg drin, der alles in den schatten stellt
    zu welchem Preis?

    da meine zeit hier im forum nun begrenzt ist und ich bald abschied feier
    oh nein...Nein.. ;( .....das hoffe ich doch nicht... 8o

    ich habe ein einziges mal im leben erfahren was leid bedeutet, kurz, aber heftig
    und Du wirst es noch öfters erfahren....
    So oder So.... für nichts gibt es eine Garantie.
    Nicht für das neu verlieben...nicht für LK, den man nie mehr erleben möchte.....nicht für diese einzige Liebe, die doch ein Leben lang halten sollte.

    Dank Dir herzlich für Deine Worte...

    liebe grüße.....trolli

  9. #9

    Diana'' Diana'' ist offline

    Erfahrener Benutzer
    Mitglied seit
    22.04.2005
    Beiträge
    1.650
    Gut, nun hab ich einen besseren Einblick. Erschreckend, wie ähnlich unsere Geschichten sind.

    Egoistisch nicht ?
    Ganz klares Nein !!!!

    Du bist nicht nur Ehefrau und Mutter. Sondern hast auch jedes Recht, einfach nur eine Frau zu sein. 16 Jahre sind eine lange Zeit und man geht nicht von heut auf morgen neue Wege. Aber es ist vielleicht Deine letzte Chance, jetzt noch einmal von vorne zu beginnen.

    Ich weiss nicht, wie weit Deine Kinder sind. Aber offenbar leben sie schon mehr oder weniger ihr eigenes Leben?

    Deinen Mann liebst Du nicht mehr. Die Geschichte mit dem Jugendfreund hat Dir gezeigt, dass Du noch in der Lage bist, Gefühle zu entwickeln und vielleicht hat es Dir bewiesen, dass Du noch lebendig bist?

    Ganz klar ist, Du musst die Ärmel hochkrempeln und raus aus dieser Situation. Wenn Du finanzielle dazu in der Lage bist, dann zieh aus. Such Dir eine kleine nette Wohnung und zieh damit eine klare Grenze.

    Warte nicht darauf, dass er endlich geht, denn dazu ist er offenbar nicht in der Lage.
    Du fühlst Dich verantwortlich, schuldig? Nein, er ist für sein Leben selbst verantwortlich.
    Mir ging es ähnlich. Als ich ausgezogen bin, kam das schlechte Gewissen. Er war alleine, musste plötzlich selbst kochen, waschen und putzen usw. Ja, über so einen Schwachsinn hab ich mir Gedanken gemacht.

    Um ihn nicht noch mehr zu verletzen, liess ich mich auf alle Bedingungen mehr oder weniger ein (Wir hatten ein Haus usw.) Wollte auf alles verzichten, weil ich ja so gemein war und so ein schlechtes Gewissen hatte, nur weil ich für mich ein anderes Leben wollte.

    Eine ganze Weile ging das noch so. Keiner reichte die Scheidung ein. Er nicht, weil er noch hoffte, ich nicht weil ich ihm nicht weh tun wollte.
    Alles Quatsch. Heut weiss ich das.
    Als ich meinen Freund (fast 1 Jahr nach meinem Auszug) kennenlernte, eskalierte alles und wir streiten noch heute um Haus etc. Ich weiss, er hat meine Schuldgefühle für sich genutzt und wusste genau, wie er mich händeln konnte, damit ich tu, was er wollte.

    Also, weg mit Schuldgefühlen, weg mit Verantwortung. Du hast nur Verantwortung für Dich (und Deine Kinder natürlich).
    Er hat 50 % Anteil am scheitern der Ehe. Nicht mehr und nicht weniger.

    Ich rate Dir dringend, steh auf und fang ein neues Leben an, ohne ihn.
    Wenn Du bleibst, werdet Ihr Beide jeden Tag unglücklicher.
    Wenn Du gehst und Dein eigenes Leben lebst, habt Ihr Beide eine Chance, nochmal glücklich zu werden.

    Handel jetzt und sofort. Warte nicht mehr, denn es wird keine Besserung mehr geben.
    Vielleicht gelingt es Euch irgendwann auf freundschaftlicher Basis verbunden zu bleiben, wegen der Kinder.

    Bei mir wird das niemals mehr funktionieren, auch weil ich zu spät gegangen bin.

    Es ist nicht leicht und Du wirst viel Kraft brauchen, aber es lohnt sich.

    Als ich ihn verließ war ich 38. Genauso alt wie Du, glaube ich.
    Ich habe mein Leben komplett geändert. Bin in eine neue Umgebung gezogen, weit weg von meiner alten Heimat. Habe meinen Freund, einen Job der mich ausfüllt und bin glücklich.
    Es hat sich gelohnt.

    In ein paar Monaten werd ich hoffentlich geschieden sein, das Hausproblem wird gerade entschieden und dann ist es endgültig vorbei.

    Eine lange Zeit, vom ersten In-Frage-stellen der Ehe, bis heute. Aber zurückblickend weiss ich, es war richtig und ich bereue nichts.

    Ich hoffe, dass Du das auch eines Tages sagen kannst.

    Trau Dich. Dein Leben gehört Dir und nur Du kannst es verändern.

    LG Darla

  10. #10

    Butterblume Butterblume ist offline

    Benutzer
    Mitglied seit
    29.11.2006
    Beiträge
    66
    Liebe Troll,

    ich habe deine Geschichte gelesen und auch wenn ich noch sehr jung bin und keine Ahnung von der Ehe oder sooo langen Partnerschaften habe, glaube ich doch, dass ich dich verstehen kann.
    Mir geht es ein klitzekleines bisschen ähnlich. Ich hatte eine Beziehung mit allem drum und dran. Wir wohnen zusammen (leider immernoch) und wollten dieses Jahr heiraten. Aber wie das Leben so spiel gab es viele Schwierigkeiten, zuletzt bis zu unüberwindbaren Hürden hin. Und nun musste ich mir die Frage stellen: Möchte ich so mein Leben verbringen? Soll ich mich wirklich damit abfinden, dass ich nur zu 30 Prozent glücklich bin und der Rest ist eben so? Ganz klar:NEIN!
    Ich erwarte mehr von meinem Leben. Und das solltest du auch. Selbst ich gebe mir die Schuld, habe Gedanken wie :"War ich nich stark genug? Hätte ich noch mehr Verständnis aufbringen müssen? Hätte ich nicht vielleicht doch noch ein wenig mehr ertragen können, in der Hoffnung auf Besserung?" Aber auch hier: NEIN. Wie lange soll man denn hoffen? Was muss denn noch alles passieren? Das Leben ist doch viel zu kurz um nur halb glücklich zu sein (wenn überhaupt).
    Es ist auch bei mir sehr schwer. Denn a) wir wohnen noch zusammen und b) er liebt mich noch und ich habe auch noch Gefühle. Nur weiß ich, dass diese Beziehung mir auf lange Sicht gesehen nicht gut tut. Und die Liebe wird verblassen. Es wird viele Tränen und schlaflose Nächte geben und ich weiß, dass ich diesen Mann niemals vergessen werde. Aber dennoch muss ich gucken wo ich selbst bleibe. Und das solltest du auch.
    Ich kann nachvollziehen, dass es nach 16 Jahren Ehe und zwei Kindern nicht leicht ist alles über Bord zu werfen. Aber ganz ehrlich...trau dich. Hab den Mut und fang nochmal von vorne an. Und nur weil du deinen Mann verlässt, lässt du damit nicht automatisch deine Kinder im Stich. Du sagtest sie wären groß. Dann werden sie dich verstehen und dich bestimmt unterstützen. Was nutzen ihnen Eltern, die aus irgendeinem Gefühl der Verantwortung oder Gewohnheit zusammen bleiben. Nein, hey du bist auch noch jung. Das Leben hat noch so viel für dich zu bieten. Hab den Mut und zieh es durch. Ansonsten wirst du bestimmt irgendwann auf dein Leben zurück blicken und trauern, dass du dich nicht daran erinnern kannst, wann du je richtig glücklich warst.
    Das ist nur die Meinung von einer recht jungen Frau.

    Ich wünsche dir ganz viel Kraft und Mut.

    Ganz lieben Gruß von der Sonnenblume

Um auf "Er ist weg....und dennoch" antworten zu können, musst du nicht registriert sein.