Thema: ich komme nicht von ihm los
- GastGast
ich komme nicht von ihm los
Hallo alle zusammen,
ich bin absolut verzweifelt und hoffe, dass ich hier jemanden finden werde, der mich versteht.
Ich bin nun wieder (zum 3.Mal) mit meinem Freund seit 9 Monaten zusammen. Es war anfangs alle wunderschön und wir waren beide froh, dass wir nach 8 monatiger Trennung wieder zusammengefunden haben.
Aber mittlerweile hat sich wirklch diese ganze Beziehung zum Negativen gewendet.
Während des Semesters führe ich mit meinem Freund lediglich eine Wochenendbeziehung, da die Distanz Wohnort-Studienort einfach zu groß ist. Das hat auch bisher ganz gut geklappt, bis er am Samstag Abend auch noch einen Nebenjob in einer Kneipe angenommen hat.
Das Resultat sieht mittlerweile so aus: Freitag Abend komme ich nach Hause und bin müde, Samstag gebe ich morgens Nachhilfe und tagsüber muss ich was für die Uni machen, abends arbeitet er, Sonntags will er schlafen, da er erst in den frühen Morgenstunden nach Hause kommt. Naja, und so haben wir uns jetzt halt auseinandergelebt. Desweiteren habe ich erfahren, dass seine Arbeitskollegin ein Auge auf ihn geworfen hat, ihm auch schon ein paar zudringliche mails geschrieben hat, da von seiner Seite aber angeblich keine Gefühle sind.
Wenn wir uns sehen, streiten wir über jede Kleinigkeit, er fühlt sich grundsätzlich von mir schlecht behandelt und würde meine Launen nicht mehr länger ertragen. Er ist eifersüchtig, bockig und stur und betont immer wieder, er würde jetzt sein Ding durchziehen und machen was er will und sich nicht mehr weiter zusammenreißen.
Ich muss dann grundsätzlich diejenige sein, die ihm hinterherläuft und sich in den Dreck ziehen lässt. Es ist wie im Kindergarten. Gestern ruft er dann meine Mutter an, um sämtliche Sachen, die er noch bei mir hat abzuholen. Ich habe ihn daraufhin angerufen und er hat mich voll zur Sau gemacht und gemeint, er hole die Sachen, weil wer weiß, wie lang das mit uns noch geht. Wir haben dann 2h lang rumgetsritten und letztlich wollte er sich dann doch wieder mit mir versöhnen.
Ich bin ihm mittlerweile total unterwürfig und ich weiß, dass sich jeder normale Mensch von ihm trennen würde, aber ich schaffe es einfach nicht.
Wir sind jetzt mittlerweile ohne den Pausen schon 4 Jahre zusammen und, er kann halt so lieb sein und ist eigentlich mal mein absoluter Traummann gewesen. Habe auch schon 1000 Mal versucht, mit ihm vernünftig zu diskutieren, aber das endet dann grundsätzlich in lautem Geschrei, er geht nicht auf meine Argumente ein und wirft mir die letzten 2 Jahre Beziehung vor und was ich da alles verbrochen habe.
Ich bin echt verzweifelt.
wutzergackl
- GastGast
Ich glaube ihr habt beide keine gemeinsame Zukunft. Durch deine Unterwürfigkeit machst du es sowieso nur schlimmer, deshalb wird er sich wahrscheinlich bald von dir trennen und anhand seiner Arbeitskollegin hat er ja noch jemand in der Hinterhand.
Deswegen wird er sich auch keine Mühe mehr geben, bzw. geben müssen. Du gibst immer klein bei und falls nicht, hat er noch jemand in der Hinterhand.
Auch wenn du es nicht wahrhaben willst, aber ich glaube zwischen euch beiden ist die Luft raus!
Da wäre wohl erstmal eine Pause angesagt und dann solltet ihr beide mal entscheiden, was ihr vom Leben wollt.
Viel Glück und Kraft wünsch ich dir dabei!
lg
malguckn
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Ihr beide seid eindeutig überlastet! Nur arbeiten geht nun mal nicht und genau deswegen ist man auch so leicht gereizt ...
- GastGast
Das mag schon sein, dass wir beide überlastet sind.
Er erwartet halt einerseits, dass ich, wenn ich zu Hause bin, immer an seiner Seite bin, andererseits hält er mir dann im Streit vor, er würde sich jetzt nicht mehr einschränken und nun tun und lassen, was er will. Ich weiß nicht, ob das der Trotz ist oder ob er das in seiner Wut wirklich so meint.
Beispiel letztes Wochenende:
Ich hatte Nebenhöhlenentzündung und mir ging es richtig schlecht. Am Do hat er mich bereits gefragt, was wir denn am WE so machen, aber da es mir so schlecht ging, wollte ich erstmal mein Befinden abwarten. War aber zu der Zeit in einer Kneipe, und von dem her glaubt er mir die Tatsache nicht wirklich, dass ich mich so schlecht fühle.
Freitag dann fuhr ich nach Hause und ich hatte absoltu keine Lust ihn zu sehen, bzw. mich wieder mit ihm abärgern zu müssen und aus diesem Grund habe ich mich einfach nicht gemeldet. Um 19.15 Uhr schrieb er mir dann, warum ich mich nicht melde und meinte dann, er müsse um 19.45 Uhr heute ausnahmsweise arbeiten. Toll, damit war ich ja schon abserviert. Er rief mich dann nochmal kurz an und fragte, ob wir denn am Samstag dann was machen. Ich war auf 180 und erfand irgendeine Lügengeschichte, dass ich abends auf einen Geburtstag helfen müsse. Er war damit für den Samstag abserviert.
Samstag Morgen schrieb ich ihm dann ne liebe SMS und zurück kam, dass er ja so fertig sei und den ganzen Tag heute schlafen wolle und höchstens abends was macht. Super, wieder war der Tag gelaufen.
Sonntag beschloss ich dann, mich verleugnen zu lassen, dass ich bereits wieder zu meinem Studieort gefahren sei. Er meldete sich gar nicht. Wieder musste ich schreiben. Im Nachhinein meinte er dann, er habe auf eine Nachricht von mir gewartet. Abends im msn-chat hat er dann gemeint, ich sei so abweisend und er würde seine Kupels öfter sehen als mich und das sei doch nicht normal und er habe keinen Bock mehr... Aber lieben würde er mich ja noch...
Habe ihm halt mal gezeigt, wie es ist, wenn der Partner sein Wochenende ständig über den Kopf des anderen hinweg verplant. aber das checkt er nicht. Jetzt kommt dann wieder die Trotzreaktion: Gut, er verplant halt dann das kommende Wochenende. Ich dreh mich mit dieser Beziehung im Kries und komm mir vor wie im Kindergarten.
Da ist es schon berechtigt, zu behaupten, wir haben keine zukunft und eine Pause ist zwingend notwendig, aber ich liebe ihn halt immernoch so sehr und weiß nicht wirkich, was er von mir will. Mal kann er nicht ohne mich leben, mal ist es laut ihm nur noch eine Hassliebe, auf die er getrost verzichten kann.
Sagt er das dann nur aus Trotz? ist ihm alles andere wichtiger oder ist er einfach nur enttäuscht, weil wir so wenig Zeit füreinander haben?
Halleluja!!!
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Major 77
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ich glaube ihr zwei habt beide solche verhärteten positionen angenommen, aus denen keiner von euch allein wieder herauskommt.jeder ist in eine feste rolle geschlüpft.
bei mir war es ähnlich, ich bin meinem (seit Sonntag Ex-) freund immer hinterhergelaufen, war unterwürfig, habe alles mit mir machen lassen...und war totunglücklich...
im februar trennte er sich von mir, aber als er merkte, dass es noch andere gab, die sich für mich interessierten, ging plötzlich alles wieder, er machte mir komplimente, beteuerte seine liebe, knutschte wieder mit mir usw. ich war überglücklich, als wir dann nach 2-3 monaten auch wieder zusammen kamen.
aber in dem moment ging alles wieder von vorn los, alles war ihm wichtiger als ich... kein küssen, keine gespräche usw. ...
während der ersten trennung bin ich einem komilitonen näher gekommen, der, obwohl ich dann doch wieder zu meinem ex zurückgekehrt bin nicht locker gelassen hat und immer meine nähe suchte.
ja, und jetzt habe ich mich von meinem freund getrennt, der allerdings wohl auch nur darauf gewartet hat, dass ich den ersten schritt mache.
ich habe vorher viel mit mir gerungen, da er eigentlich (mein ex) mein traummann war...habe dann aber doch gemerkt, dass ich auf diese art der beziehung auch verzichten kann.
ich weiß nicht, ob der große katzenjammer noch kommt, aber bisher geht es mir gut, ich habe diesmal nicht viel geweint und bin im moment auch wirklich guter dinge, denn auf ein 'nebeneinanderherleben' habe ich keine lust mehr gehabt.
doch wäre da nicht ein neuer gewesen, würde ich wohl immer noch hoffen, dass es irgendwann einmal besser wird, was wohl nicht geschehen wäre.
ich bin mir nicht sicher, ob dir meine schilderung nun wirklich was bringt, will dir damit aber sagen/zeigen, dass es auch anders geht und dass du sicher auch irgendwann an diesen punkt gelangst.
wünsche dir dabei alles erdenklich gute,
lg jules
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Ich verstehe Dich natürlich sehr gut - sowas muss man sich nicht gefallen lassen!
Aber irgendwie scheint Ihr an einem toten Punkt angekommen zu sein, wie Jules schon sagte, verhärtete Positionen eben.
In einer Beziehung müssen aber Kompromisse geschlossen werden, wenn er das nicht einsieht ...
- GastGast
Ich denke mir halt immer, wenn es ich mich nicht für diese Beziehung so einsetzen würde und immer wieder angekrochen kommen würde, wäre es längst auseinandergegangen.
Wobei ich aber schon erfahren habe, dass er mindestens genauso leidet wie ich. Also liegt ihm doch eigentlich noch was an mir.
Letzte Woche habe ich mich einfach nicht gemeldet und es ist nichts von ihm gekommen. Im Nachhinein hat er dann gesagt, er sehe jetzt, wie wenig mir noch an unserer Beziehung liegen würde, sonst würde ich mich mehr um ihn kümmern... Er checkt einfach nicht, dass er auch mal von sich aus auf mich zukommen soll.
Dann macht er mich nach einem Streit grundsätzlich zur Schnecke, hört sich meine argumente gar nicht an, sondern brüllt über meinen Kopf hinweg irgendwelche Gemeinheiten, die mich dann zutiefst verletzen. Das ist doch auch eine Sache der Intelligenz, oder? Aber gewisse Sachen kapiert er einfach nicht...
Dann war gestern auf einmal alles wieder in Ordnung, nachdem er solche Gemeinheiten losgelassen hatte und ich sollte entscheiden, ob ich die Beziehung fortführen wolle oder nicht. Das läge nur in meiner Hand, denn von seiner Seite würde er gerne weiter mit mir zusammensein.
Der spinnt doch komplett. Jetzt auf einmal freut er sich auf's Wochenende und schickt mir irgendwelche Spaßmails und ich sollte wieder ein auf Partnerin machen, die ihn über alles liebt. Das kann ich halt dann auch nicht so schnell. Ich kann ihm dann nicht irgendwelche Herzchen schicken, wie er, und alles ist gut.
Ich würde gern mal wissen, was in seinem Kopf so vorgeht und was er wirklich denkt.
Scheinbar brauche ich wirklich jemanden, der mich da förmlich wegreißt und mir zeigt, dass eine Beziehung auch ganz anders sein kann.
Aber ich weiß genau, wenn ich heute den Schlussstrich ziehe, dann halte ich es nichtmal eine Woche aus und würde nur Vergleiche ziehen. Hab ich leider alles schon durchlebt
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Tut mir leid dass ich das sagen muss, aber auf so einen Partner könnte ich getrost verzichten! Wenn Du den Schlussstrich ziehst, dann halte Dir immer vor Augen, wie mies er Dich behandelt hat, dann fällt Dir der "Abschied" auch leichter.
- Erfahrener Benutzer
Major 77
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das war am anfang bei mir ja genauso, erst jetzt bin ich bereit gewesen einen schlussstrich zu ziehen, aber wie ich ja schon geschrieben habe, hat sich das ja auch über monate hingezogen, anfang februar dachte ich noch ich könnte nie ohne ihn leben und erst jetzt mitte/ende juni bin ich von mir aus so weit, dass ich eingesehen habe, dass es so auch keinen sinn mehr macht und wir uns nur weiter verletzen, als unsere gemeinsam zeit zu geniessen.
das wird sich bei euch wahrsccheinlich auch noch eine ganze weile hinziehen und irgendwann sieht man dann wohl doch ein, dass eine trennung für beide besser ist.
oder aber, und das würde ich euch wünschen, ihr schafft es euch zusammen zu reissen und findet wieder glücklich zueinander.
nachdem du allerdings schreibst, dass es nicht eure erste trennung ist, befürchte ich fast, das wird nicht passieren ...
- GastGast
Vielen Dank für eure Unterstützung.
ich weiß, dass ich mich früher oder später mit dem Gedanken auseinandersetzten muss, dass wir nicht bis an unser Lebensende zusammensein werden. Dafür gehen unsere Vorstellungen einer intakten Beziehung einfach zu sehr auseinander. Klar, ich bin kein einfacher Mensch und ich habe ihm auch schon sehr viele schlimme Dinge im Laufe der Zeit angetan. und bei vier Jahren Beziehung kommt da auch schon eine ganze Menge zusammen. Aber man kann auch nicht grundsätzlich bei jedem Streit wieder alles aufwärmen. Da würden ja Eheleute, die bereits 25 Jahre zusammen sind, gar nicht mehr fertig werden!
Was mich auch so ärgert ist, dass er bei jeder Kleinigkeit(, gut, für ihn sind das angeblich keine Kleinigkeiten) alles hinschmeißt und aufgibt. Oder es folgen irgendwelche Trotzreaktionen und Androhungen, aus Wut und Rache dafür, was ich Schlimme ihm angetan hab.
Einmal hat er sich bewschwert, dass ich kein Verständnis und Interesse an seinen Hobbies zeigen würde. Gut, dann habe ich mich an meiner Nase gepackt und bin mit auf seine Hockeyspiele, zum Alu-Felgen-Kaufen etc. und wir haben trotzdem wieder gestritten- dieses Mal, weil er auf irgendeinen Kumpel wieder eifersüchtig war, ein anderes Mal halt, weil ich ihm vor meinen Freunden zu wenig Beachtung geschenkt habe. Jedes Mal gibt es irgendetwas, was er an mir auszusetzten hat.
Gut, ich finde auch viele Dinge an ihm, die nicht so toll sind. Jeder Mensch hat Fehler, mein Gott. BAer ich versuche, im Gegensatz zu ihm, mit seinen kleinen Fehlern zurecht zu kommen und zwinge ihn nicht ständig, sich zu ändern. Ich weiß nicht, was das immer soll.
Als wir die 8 Monate auseinander waren, hatte er eine Freundin, die genauso war, wie er immer wollte: sie hat ihn bekocht, seine Interessen geteilt, nie gestritten oder kritisiert, ein tolles Auto gefahren, ist auf ihn eingegangen... Und? Er ist zu mir zurück, weil er sie immer mit mir verglichen hat und keinen Spaß mit ihr hatte. Sie war wie eine Mutter und er wollte eine Freundin. Also, jetzt hat er mich. Ich bin wahnsinnig emanzipiert, stur, öfter schlecht gelaunt, ziehe mein Studium vor die Beziehung und habe mehr männliche als weibliche Freunde und bin lediglich eine Wochenendbeziehung. Auch das passt ihm mittlerweile nicht mehr.
Es soll jetzt nicht irgendwie böse klingen, aber vielleicht ist er einfach ein bisschen zu doof um manche Sachverhalte in einer Beziehung zu verstehen. Sonst wären wir beide endlich mal in der Lage, vernünftig zu diskutieren. Nichtmal das klappt nach 4 Jahren!!! Das erweckt bei ihm nur Aggressionen und manche oder die meisten Dinge, die ich ihm an den Kopf werfe, versteht er nicht oder will er einfach nicht verstehen. So eine Eigenschaft kann man an einem Menschen wahrscheinlich nicht ändern. Traurig, aber wahr.
Es kostet mich mittlerweile einfach auch zu viel Kraft und Nerven, mich in diese Beziehung hineinzuknien. Ich brauche meine Kraft für mein Studium und kann mich nicht ständig mit ihm abärgern. Umgekehrt muss ich, wenn Schluss ist, ständig an ihn denken und das hat sich auch in den 8 Monaten Trennung nicht gelegt. ich hatte auch einen anderen Freund, aber glücklich geworden bin ich einfach nicht mehr und davor habe ich schreckliche Angst. Aber gibt es noch eine Alternative außer Trennung? Liebt er mich denn wirklich genauso wie ich ihn?


