1. #1
    Gast
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    Allgemeine Traurigkeit und was wenn ich niemals jem. finde?

    Hallo!
    Ich bin grade so unglücklich, einfach so zutiefst traurig! kennt ihr das, wenn noch alle so melancholischen Lieder noch viel zu fröhlich sind?
    Ich habe mal wieder zusehen müssen den Menschen in den ich mich unsterblich verliebte gehen zu sehen... Was heisst gehen? Wir waren nicht einmal zusammen! Am Anfang schien alles perfekt, er meldetet sich ständig bei mir, er sagte mir so viele schöne Worte, und wir freuten uns immer so sehr uns zu sehen... Und ich dachte wir lassen uns einfcah Zeit bis es zum ersten Kuss kommen würde, nur deutete alles darauf hin , dass dieser kommen würde. Und dann entzog er sich mir, Treffen platzten und er meldete sich nicht mehr... eine Woche später gestand er mir dass er nun eine Freundin habe... Ich war so unglücklich, bzw. bin es noch...
    Und zusätzlich - auch wenn es schon so lange, fast 20 Jahre her ist - kommt der Tod meines Vaters immer wieder hoch! ich habe ihn so unglaublich geliebt, war immer mehr ein Vater- als ein Mutterkind. Er ist damals an einem Herzinfakt gestorben - einfach so! Wir konnten das alle nicht fassen! Ich konnte damals nicht Abschied nehmen, da ich nicht zur Beerdigung mit durfte - meine Mutter dachte, es sei besser so! Ich hätte so gerne Abschied genommen! Verfolgt mich das jetzt deshalb immernoch? Ich glaube es kommt auch wieder hoch, da meine beste Freundin, die auch ohne Vater aufgewachsen ist, sich jetzt mit ihm versöhnt und regelmäßigen guten Kontakt hat... Aber ich habe ja keine Chance meinen Vater jemals wieder zu sehn! Ich habe mich seit seinem Tod eig. nie mehr von einem Mann geliebt gefühlt!
    Hat das was damit zu tun dass man(n) sich einfach nicht in mich verlieben kann? Es ist immer so! Erst scheint ein Interesse da zu sein und dann verschwindet es, und sie kommen mit einer anderen zusammmen! Ich weiß schon dass ihr wahrscheinlich schreiben werdet, dass ich mich erst selbst lieben muss... und so weiter! Aber das kann ich nicht! Mich reißen solche ERfahrungen wie die die ich grad machte einfcah so runter! Glaube nicht mehr daran irgendwann mal wieder eine Beziehung zu haben! Hatte eig. (mit mittlerweile 26 Jahren) erst eine von 2 Jahren, die schon fast 7 Jahre her ist, danach nur Wochenbeziehungen und einen Typen der mir das Herz endgültig gebrochen hat, war nur 2 Monate mit ihm zusammen!!! Und das ist nun schon 3 Jahre her, in denen ich nicht einmal eine Affäre hatte!!! Und immer wieder schleicht sich die Hoffnung ein und ich werde enttäuscht! Ich bin es wohl wirklich nicht wert. Was kann ich bloß tun um mir die Situation leichter zu machen? DAnke fürs lesen, hoffe ich ziehe euch nicht so runter! Aber ich musste das wohl einfach mal loswerden! Aber über euren Rat freue ich mich natürlich trotzdem! Antje.

  2. #2

    fawn fawn ist offline

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    Hey Antje!
    Das klingt ja ziemlich depressiv, was du da schreibst.
    Also erstmal muss ich sagen, dass du einen wirklich sympathischen Eindruck machst.
    Und einen intelligenten Eindruck...das klingt jetzt komisch, aber beim Lesen sind mir weder grammatikalische- noch Rechtschreibefehler aufgefallen.
    Okay, ich muss zugeben, dass ich gerade in einer glücklichen Beziehung lebe, aber ich glaube, dass ich dich trotzdem verstehe. Ich hatte schließlich schon mit 13 Jahren! das Gefühl, dass ich niemals mehr einen Freund finden werde und habe mich deswegen in eine Beziehungen mit einem, im Nachhinen gesehen, 19jährigen Arschloch "gestürzt". Als diese Beziehnug endete (ich war inzwischen schon 15 ), dachte ich wieder, dass ich niemanden finden werde.
    Hast du einen "Lieblingsstar"? Klingt auch wieder doof, aber wenn du antwortest, bekommste auch die Erklärung, warum ich das frage

  3. #3

    Indianer Indianer ist offline

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    Du bist nicht allein!

    Hallo Antje!
    Es ist schon fast unheimlich, wie sehr sich unsere Geschichten ähneln....
    Ich hatte vor ein paar Wochen ein erstes (eigentlich nur halbes) Date mit der, wie ich dachte, großen Liebe meines Lebens. Es war übrhaupt das erste Date meines ganzen, mittlerweile 23jährigen, Lebens. Ich schwebte auf Wolke 7.... Und ich fühlte und glaubte, dass ich SIE endlich gefunden hatte! Aber sie wollte dann einfach nicht mehr: Zweimal fragte ich sie, ob sie nochmal mit mir ausgehen wollte, sie lehnte es beide Male sehr geschickt ab. Dann quälte ich mich noch zwei Wochen und tat sehr dumme Dinge... Jetzt bin ich nicht mehr in sie verliebt, aber dennoch denk' ich immer wieder an sie und stelle mir diese Frage: "Wieso hat sie mir keine Chance gegeben?" Immer und immer wieder.
    Aber da hören unsere Gemeinsamkeiten nicht auf: Mein Vater starb vor 11 Jahren, urplötzlich an einem Herzinfarkt. Ich konnte mich von ihm nicht verabschieden und auch auf seiner Beerdigung konnte/durfte ich nicht sein. Und es gibt da eine Sache, die ich mir bis heute vorwerfe und die ich nicht aus der Welt schaffen kann... Aber eines weiß ich mit Sicherheit: Mein Vater hat mich immer geliebt und dein Vater, Antje, hat dich immer geliebt!
    Tja, und auch ich stelle mir diese Frage... täglich, ja eigentlich schon fast stündlich: "Werde ich nie diesen Menschen finden, der mich liebt? Werde ich immer alleine sein? Warum kann mich kein Mensch, so wie ich bin, lieben?" Aber weißt du: Mit all diesen Fragen machen wir es uns schlicht .... zu einfach. All das Fatalistische, dieses Selbstmitleid ist eben so naheliegend... und falsch. Tu, was dein Herz dir sagt, lebe dein Leben und du WIRST glücklich.

  4. #4

    fawn fawn ist offline

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    Da ich fürchte, dass ich noch etwas länger am Schreiben bin, habe ich das Ganze mal in 2 Teile geteilt

    Zu deinem Vater: Du warst also 6 oder 7 Jahre als er gestorben ist, und deine Mutter wollte nicht, dass du bei der Beerdigung dabei bist? Hmmm...komisch. Klingt wirklich nach nicht verarbeiteter Trauer. Und glaub mir, auch wenn meine "Erfahrung" diesbezüglich etwas anders ist, ich verstehe dich absolut.
    Als ich 11 Jahre alt war hatte mein Vater einen Unfall, seit dem er blind ist (ist jetzt 12 Jahre her). Ich habe mich am Anfang viel mit ihm gestritten, weil er bei den (für mich) unmöglichsten Situationen ausgeflippt ist. Meist ging es um Dinge, die er, als er noch sehen konnte, selbst erledigt hat (z.B. diverse Arbeite im und am Haus). Als ich irgendwann endlich begrigffen habe, warum er in dieser Hinsicht so reizbar ist, war ich schon von zu Hause ausgezogen. Und es gibt nach wie vor Tage, an denen ich im Bett liege und losheule, weil mir alles so leid tut. Meine Reaktionen auf seine Reaktionen, mein "Unverständnis", warum er sich so aufregt, ja, selbst dass er meinen Freund noch nie gesehen hat und ihn auch nie sehen wird.
    Meine Trauer ist zwar ein bissel anders, als wenn man einen Menschen nie wieder treffen wird, aber es ist etwas, was ich nie mehr rückgängig machen kann und ich denke es ist schon sehr ähnlich.
    Was mir eigentlich immer hilft, Trauer zu verarbeiten ist ein Gedicht oder einen Liedtext zu schreiben. Oder ein Lied zu finden, das zu der Situation passt.
    Setz dich einfach mal hin und fasse deine Gefühle (egal welcher Art) in Worte. Vollkommen egal ob als Gedicht, Liedtext oder Brief. Einfach aufschreiben, alles was dir in den Sinn kommt. Danach lesen und nochmal darüber nachdenken.
    Meiner Meinung nach sehr hilfreich zur Bewältigung von Problemen.

    Zum Thema kein Freund in Sicht:
    Hmm....da kann man ganze Romane schreiben. Von wegen, wenn du krampfhaft suchst, findeste sicher keinen. Oder wenn du zu viel willst geht das auch schief usw,...
    Von wegen du musst dich selbst lieben, blablablubb...
    hast du Freunde? Na siehste, hast du die auch ohne dich selbst zu lieben? Na bitte.
    Bevor ich meinen jetztigen Freund kennen lernte war ich ein komplett schüchternes graues Mäuschen ohne jegliches Selbstvertrauen. Nein, ich habe mich sicher auch nicht geliebt.
    Ich war einfach wahnsinnig in den Mann verliebt, der heute mein Freund ist.
    Ich war in der Schule die Gründerin einer Mädchenfußballmannschaft, hatte immer kurze Haare, verstand mich mit Jungs wesentlich besser als mit Mädchen und hatte auch sonst nix weibliches an mir. Ich hatte, seit ich meine Garderobe selbst bestimmen durfte, keinen Rock oder gar ein Kleid mehr an, fand mich viel zu dick und wurde ausgelacht, weil ich mir in der 7. Klasse meine Beine noch nie rasiert hatte.
    Und plötzlich ging ich in ein Klamottengeschäft und, frag mich nicht warum, ich probierte einen Minirock an und gefiel mir richtig gut. Ich kaufte gleich drei in verschiedenen Farben und trug den Sommer über nix anderes mehr.
    Ich traf mich mit meinem Traummann online und chattete bis früh in die Morgenstunden mit ihm.
    Ich wußte immer genau das richtige zu schreiben (ich hab` mir hinterher unsere Chats nochmal durchgelesen und mich
    gefragt, ob das wirklich ich war, die da geschrieben hat....
    Was ich damit sagen will ist: Wenn der Richtige da ist, dann ist er da. Und dann machst du alles richtig, weil das, was dich dann leitet sind nicht mehr deine Gedanken, es ist dein Herz, deine Seele.
    Also, trauer nicht irgendwelchen Typen nach, die Interesse zeigen, guck dich um, Mr. Right kommt sicher noch!

    Zu deiner melancholischen Musik:
    Schmeiß alle CD`S ganz weit weg, hör dir Guano Apes oder Bryan Adams oder Carolyn Dawn Johnson an und du bist gut drauf

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