Thema: Liebeskummer ganz anders
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Liebeskummer ganz anders
Nach zehn Jahren Beziehung hatte mein Freund mit den einfachen Worten: die Liebe sei weg, mir mitgeteilt, dass er keinen Sinn mehr darin sieht, weiter mit mir zu leben. Letztendlich bin ich froh, dass bei aller Gewöhnung er den Mut dazu aufgebracht hat, die Beziehung zu beenden, da wir schon längst den Zeitpunkt verpasst haben, das Ruder vorher rumzulegen...
Habe vor einigen Wochen einen Mann kennengelernt, wir sind so unterschiedlich wie zwei Menschen nur sein können. Wir haben uns gegeseitig getröstet, hatten nichts zu verlieren, waren beide frei und wogen uns in der Sicherheit, aufgrund unserer Unterschiedlichkeit, vor Liebeskummer gewappnet zu sein. Wir konnten uns mit den Augen des anderen etwas selbstironisch betrachten, lachten über unsere Unterschiedlichkeiten und genoßen das Zusammensein. Es kam wie es kommen musste, wir haben uns ineinander verliebt. Er kann dieses Gefühl nicht weiter zu lassen, hat sich getrennt, möchte weiter mit mir befreundet sein. Ich bin diesem Mann unendlich dankbar für das Gefühl der Liebe und des kurzen Glücks.... hätte gerne noch etwas daran festgehalten - doch kann verstehen. Der Verstand macht mit, das Gefühl leider nicht.... bin traurig...kann mir eine Freundschaft zukünftig noch nicht vorstellen.
Jetzt werde ich die Tränen wegwischen, meinen Hund schnappen und spazierengehen - heute nacht werde ich ein Jahr verabschieden, das unendlich chaotisch war...auf ein Neues
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Herz-Schmerz
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Warum kann er dieses Gefühl nicht weiter zulassen? Wie es aussieht, passt ihr beide doch perfekt zusammen (trotz der Unterschiede) Ihr könnt doch über alles reden, sollte das nicht ein sehr wichtiger Bestandteil einer Beziehung sein? Hat er angst, wieder so zu leiden?
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Er sucht eine Frau, mit der er zusammenleben kann, in der Stadt in seiner Wohnung vielleicht.
Ich bin ein "Landei" würde mich in der Stadt nicht wohlfühlen... Er hat sich über seine Gefühle mir gegenüber selbst erschrocken...was nicht sein kann ist nicht.... ich lebe mehr nach dem Motto: ich genieße jeden Tag an dem ich lieben kann...
Wir habeniin der kurzen Beziehung viel gelernt über uns..
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Herz-Schmerz
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ist er eher ein Kopfmensch?
Könnte er nicht am Land leben? Oder Kompromiss: Stadtrand?
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ja, ein ziemlicher Kopfmensch, wobei wir zu Beginn unsere Beziehung beide sehr einig waren, dass wir uns hinwegtrösten und dachten wir wären gewappnet vor tieferen Gefühlen. Haben dann doch gemerkt, dass die Gefühle sehr stark waren. Wenn wir zusammenwaren alles superschön.... sobald er wieder bei sich oder ich zuhause....fing bei ihm verstärkt die Grübelphase an.
Er hält eisern an der Vorstellung fest, dass wir nicht zusammenpassen, suchte immer nach den Unterschieden.... distanzierungshilfen.... eine gemeinsame Lösung nicht anstrebend. Während ich ein Mensch bin, der Gemeinsamkeiten im Zusammensein entwickelt, keinen festen Plan im Kopf hat, sondern nur Eigenschaften benennen könnte, die ein Mann haben sollte. Er hat feste Zielvorstellungen und hohe Erwartungen an ein gemeinsames Leben. Eigentlich tut er mir leid. Mir hilft es hiermal einfach alles runterzuschreiben.... .
Habe eben mit einer Freundin telefoniert, die ihn auch kennengelernt hat. Sie konnte nicht verstehen, wie er was schönes beenden kann... ich kann es eigentlich auch nicht, weiß aber, das er nicht über seinen Schatten springen kann, genauso wenig wie ich.
doch bin ich froh ihn kennengelernt zu haben, die Liebe wenn auch nur kurz erfahren zu haben, gerade nach den Erfahrungen am Anfang des Jahres. Ich kann lieben, also Lebe ich noch!
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Herz-Schmerz
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Siehst du gar keine Chance?
Seht ihr euch noch manchmal?
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Fluppe
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Hallo Chaos,
ich glaube, hier kann auch ich mitreden.
Ich bin wohl in der Situation des Mannes, den du hier nennst. Auch ich habe mich verliebt, in eine sehr gute Freundin, die gerade in der Zeit meines grössten Liebesschmerzes für mich da war. Und auch bei uns kam es, wie es kommen musste - sie hat sich auch in mich verliebt.
Nun ist es allerdings genau wie bei euch der Fall, daß wir unterschiedlicher nicht sein könnten. Mein Verstand sagt mir, daß diese Beziehung nicht gutgehen kann, mein Herz sagt mir da aber etwas anderes. Was mich allerdings zusätzlich irritiert ist die Tatsache, daß ich mich so schnell nach dieser schmerzhaften Trennung wieder in jemanden verliebt habe. So spielt natürlich der Gedanke "Ersatz ?" auch eine Rolle. Aber eigentlich sehe ich sie nicht als Ersatz, zumal sie ja - wie schon erwähnt - eine völlig andere Persönlichkeit ist, in keinster Weise mit meiner Ex zu vergleichen.
Ich kann gerade nicht sagen, was richtig oder falsch ist. Sie kennt auch meine Zweifel und meine Irritation, sagt aber selbst, daß von ihrer Seite aus keine Zweifel bestehen und sie sicher ist, daß wir unsere Unterschiede gut geregelt bekommen. Derzeit haben wir einen relativ grossen räumlichen Abstand und haben auch nicht die Möglichkeit, uns oft zu sehen. Das ist vielleicht im Moment ganz gut so. So können wir uns vielleicht besser über unsere wahren Gefühle klar werden und ich bekomme dadurch die Gelegenheit, mehr Abstand zu meiner "alten Geschichte" zu bekommen.
Und wie heratofflames schon geschrieben hat - er scheint wohl eher ein Kopfmensch zu sein. Ich lasse mich in dieser Hinsicht eher von meinem Gefühl leiten, was aber letztlich nicht immer der Weisheit letzter Schluss ist. So gesehen kann es - so schmerzhaft dies nun gerade auch ist - ganz gut sein, daß er einen "kühlen Kopf" behält und die Sache eher mit dem Kopf angeht. Vielleicht würden eure Unterschiede mit der Zeit zu dominant und ihr würdet euch irgendwann sowieso trennen und hättet im schlimmsten Fall nie wieder Kontakt. Dann lieber jetzt ein wenig Abstand und irgendwann wieder eine gute Freundschaft - auch das ist sehr wichtig im Leben.
Alles Gute !


