Thema: Alles kommt zusammen
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Blocki
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Alles kommt zusammen
Eigentlich wollte ich euch hier meine komplette Geschichte schildern, weil bei mir alles viel komplizierter zu sein scheint, aber ich versuche, mich auf das Nötigste zu beschränken. So viel möchte ja auch kein Mensch lesen (SORRY, ist mir nicht gelungen). Also: Nach drei Monaten ist die Beziehung zu meiner Freundin so gut wie zu Ende. Zwar sind wir nominell noch zusammen, aber nach dem nächsten Treffen dürfte mit ziemlicher Sicherheit das Ende kommen. Schon seit knapp zwei Wochen überkommt mich der Liebeskummer und ich kann nicht mehr kontrollieren, wann ich weine. Okay, viele Menschen haben Liebeskummer und nach drei Monaten sollte es für einen 22jährigen nicht das Problem sein, aber mir kommt noch eine Menge dazu.
Zum einen hatte ich bisher nicht viel Erfolg in der Liebe. Nach einer neuneinhalbmonatigen, wunderschönen, aber nicht sehr intensiven Beziehung war ich dreieinhalb Jahre lang hoffnungslos in ein Mädchen verliebt. Zwar konnte ich aufgrund dieser Liebe keiner anderen Frau näher kommen, aber es war insgesamt nur mäßig bedrückend. Dann lernte ich meine (noch) aktuelle Freundin im Studium kennen. Wow! Ich war sofort hin und weg, eine solche Frau hatte ich noch nie gesehen. Allerdings war sie seit einigen Jahren in festen Händen, was mich natürlich an mehr hinderte. Nun kam es doch zu einer Trennung zwischen ihrem Freund und ihr und sie zeigte auch mir gegenüber Gefühle, ohne von meiner Verliebtheit zu wissen. Also kamen wir zusammen Wir verbrachten eine wundervolle Zeit und noch nie stand ich einem Menschen so nahe. Es war ein Gefühl wie "Wow, du hast DEN Menschen endlich gefunden." Wenn es jetzt zu Ende geht, macht es mich nicht nur fertig, sie zu verlieren, viel mehr habe ich Angst mich so schnell nicht wieder verlieben zu können. Das Gefühl kennen viele mit Liebeskummer, aber bei mir ist es ja nicht so weit hergeholt, weil ich mich ja tatsächlich selten verliebe und eigentlich froh war, nach den dreieinhalb Jahren unglücklicher Liebe endlich eine Frau für mich gefunden zu haben.
Weiterhin macht mich fertig, dass die Gründe für die Trennung nicht ganz so nachvollziehbar sind wie „Fremdgehen“ oder einfach „es klappt einfach nicht mit uns“. Sie wurde vor einigen Jahren vergewaltigt, weshalb sie auf einige meiner Äußerungen verstört reagierte. Ich habe ihr eigentlich nichts Schlimmes gesagt, wollte einfach nur vollkommen ehrlich zu ihr sein und habe aus meiner Vergangenheit erzählt: Mit 16 hatte ich im betrunkenen Zustand Sex mit meiner Cousine (was ja noch nicht mal verboten ist). Ich meine, das ist eine etwas peinliche Geschichte, aber keine wirklich schlimme Tat. In meiner Freundin weckte dies aber extreme Ängste, was ja aufgrund ihrer Vorgeschichte auch etwas verständlich ist. Aber ich habe ihr auch klargemacht, dass ich ganz anders bin und Sex für mich eine untergeordnete Rolle spielt. Sie hat mir ja auch erzählt, dass sie früher jedes Wochenende mit einer anderen Person abgestürzt ist. Wie dem auch sei, hat dieses Geständnis eine Entfremdung bewirkt. Sie wollte mich nicht mehr so oft sehen, aber wenn wir uns getroffen haben, war immer alles sehr schön und sie war auch von sich aus sehr liebevoll.
Leider wohnte sie immer noch mit ihrem Ex zusammen und machte auch in der gleichen Firma wie er Praktikum. Er konnte öfter für sie da sein als ich und war auch der einzige, der mit ihren Problemen wirklich umgehen konnte. Zudem wurde sie ständig von anderen Leuten beeinflusst "Lass ihn (den Ex) doch nicht hängen." und "Ihr wart so ein tolles Paar." Ganz plötzlich waren also wieder Gefühle für ihren Ex da und die für mich wurden (hauptsächlich durch die Cousinen-Geschichte) schwächer. Jetzt sitze ich hier und denke mir: "Es kann doch nicht Schluss sein, bevor es richtig angefangen hat. Wir hatten noch nicht einmal die Chance, die Beziehung richtig intensiv zu leben. Das sollte eigentlich mit ihrem Auszug der Fall sein." Versteht ihr, diese "Entliebung" und die "Wiederverliebung" in den Exfreund halte ich für keinen natürlichen Prozess, vielmehr wurde es durch so viele Umstände beeinflusst. Und dadurch die große Liebe zu verlieren, kann ich nicht akzeptieren.
Zu all dem kommt noch eine Sache hinzu: Ich hatte erst einmal in meinem Leben Sex. Mit meiner Freundin wurde es zwar ganz leicht intim (was sehr schön war), aber nicht mehr. Das finde ich ansich auch gar nicht schlimm, aber nun habe ich das Gefühl, nicht nur den Glauben an die Liebe zu verlieren, sondern auch noch den Zug mit der Aufschrift "Sexualität" abfahren zu sehen. Ich WILL auch keine Erfahrungen in dieser Hinsicht sammeln, die nichts mit Liebe zu tun haben. Und der Höhepunkt: Im September studieren wir - Sie, ihr (Ex-)Freund und ich - wieder in einem 30-Studenten-Studiengang.
Fassen wir zusammen:
Ich habe zermürbenden Liebeskummer, extremen Liebesmangel seit ich denken kann, der zukünftig wohl noch gravierender wird, wenig sexuelle Erfahrung, Angst vor dem Studium, in dem man sich nicht aus dem Weg gehen kann und die Selbstvorwürfe, dass es nicht unbedingt so weit hätte kommen müssen, wenn man nur ein wenig anders gemacht hätte.
PS: Ist es normal, in so einer Situation alle anderen Frauen unattraktiv zu finden? Selbst unter objektiven Umständen bewertete Sexbomben gefallen mir gar nicht und ich glaube, nur "Sie" schön finden zu können. Auch Mädchen, die mir früher mal gefallen sagen mir kaum noch zu.
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colorado
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?( ?( ?(
erstens mal: sex mit der cousine zu haben ist sehr wohl verboten!
zweitens: wie alt bist du?
drittens: ein problem nach dem anderen lösen.
du hast liebeskummer. verständlich. die üblichen tipps, wie viel weggehen, ablenken, sich in arbeit stürzen, sport machen,...kann ich dir auch geben, allerdings gibts kein patentrezept gegen lk und jeder muss selber damit fertig werden...
angst vor dem studium? hast gerade erst angefangen? lass dir eines sagen, die vergeht mit der zeit. hab vor einem jahr angefangen zu studieren und hatte megaangst, dass ich es nicht schaffe usw....mittlerweile hat sich das aber gelegt und ich hab mich an mein studentenleben gewöhnt...
selbstvorwürfe nützen dir jetzt auch nichts mehr. was passiert ist, ist passiert und kann und soll vermutlich nicht mehr geändert werden. alles hat einen grund. jedenfalls. versuch mit deinen gedanken nicht in der vergangeheit zu sein, wirf deine scheuklappen ab und blick in die zukunft...
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be_happy
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Lieber Celador!
Du solltest versuchen,ein problem nach dem anderen anzugehen. wegen des Studiums mach dir erst mal keine Sorgen,du wirst dich an den Arbeitsablauf gewöhnen und die tatsache,dass du die beiden da siehst:versuche,dich jetzt auf etwas anderes zu konzentrieren!du kannst es nicht ändern,ob du Angst hast oder nicht!
Soweit ich informiert bin,ist Sex oder eine Liebesbeziehung zu der Cousine kein Problem,sollte dich das moralisch sehr irritieren,frag mal bei profamilia(anonym)oder ähnlichen Stellen.
Zu deiner Beziehung-Die Ausgangslage ist schon arg schlecht,wenn sie bei ihrem EXfreund wohnt,zu dem sie scheinbar viel vertrauen hat.Und das ist gerade bei mißbrauchten Menschen wahnsinnig schwer aufzubauen.Sie wird ihn brauchen,nicht als Partner,aber als Freund.
wenn ihr eine Chance habt und sie dich liebt,brauch eine solche beziehung sehr viel zeit und langsame Berührungen,um sich wirklich näher zu kommen-wäre das die beziehung,die du dir vorstellst?
Viel Kraft und der ewig gleiche Ratschlag aber mehr ist nun mal schwer:lenk Dich vorerst ab,solange du eh nicht mit ihr reden kannst!
Liebe Grüße
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Blocki
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Also, Sex mit der Cousine zweiten Grades zu haben, ist nicht verboten, in Deutschland wäre sogar eine Heirat möglich. Mich irritiert das nicht und es war für mich kein bedeutendes Ereignis. Es hat halt nur meine Freundin ein wenig geschockt.
Das Studium ansich macht mir keine Angst, ich habe schon vier Semester hinter mir (Hälfte der Regelstudienzeit) und bin darin auch sehr erfolgreich. Das Problem ist eben die neue Konstellation. Ich habe sie schon in den letzten Semestern geliebt, aber da machte mir das irgendwie nichts aus. Eine Art stumme Verliebtheit und Bewunderung. Jetzt sehe ich sie als den Menschen, der in meinen Armen lag, mich geküsst hat, mich mit den wunderschönsten Augen der Welt angeguckt hat und dabei sagte: "Ich liebe dich." Ich habe Angst, damit nicht klarzukommen. Okay, bist zum Semesterbeginn sind es noch 2,5 Monate, was aber keine Zeit ist, anbetrachts der Liebe, die ich empfinde.
Ich war mir bewusst, dass ihre Vergangenheit nicht alles einfach machen würde, aber ich hätte alle Zeit der Welt aufgebracht, um ihr Vertrauen zu gewinnen. Wir waren ja auch in gewisser Weise intim, wobei ich besonders auf ihre Bedürfnisse Rücksicht genommen habe. Eigentlich waren wir auch fast so weit, Sex zu haben. Dann kam ein zweiwöchiger Krankenhausaufenthalt meinerseits dazwischen und danach wurde alles anders. Sie machte mir zwar dauernd die Hoffnung, dass bald mit der neuen Wohnung alles besser würde, aber wie man sieht, war dem nicht so.
Heute hat sie mir auch noch was anderes gesagt:
"Du meinst es einfach zu gut, zu viel Liebe.
Klingt bescheuert, aber brauche jemanden mit dem ich mich "kloppen" kann und der sagt,
nein so gehts nicht. Ich will das und das....
Der auf den Tisch haut. Ders zwar nicht böse meint, aber seine Meinung äußert."
Mir war zwar bewusst, dass ich manchmal so bin, aber sie hat mir nie gezeigt, wie sehr es sie eigentlich stört. Was soll man denn da machen? Einerseits will man besonders rücksichtsvoll sein, weil sie genug mit sich rumschleppt, andererseits soll man auf den Tisch hauen. Durch ihre Erlebnisse fühlt sie sich oft von allen Seiten eingeengt, wie sie gesagt hat. Und wenn ich immer nur meine Meinung durchgesetzt hätte, hätte ich doch genau dies bewirkt.
Ich habe halt das Gefühl, dass sie nie eine wirkliche Beziehung mit mir erleben konnte, uns nie eine Chance gegeben hat. Mit der neuen Wohnung und dem Ende des Praktikums sollten eigentlich Raum und Zeit für uns beide vorhanden sein. In den letzten Wochen haben wir uns nur noch ganz selten und kurz gesehen. Das ist alles so unwirklich.


