1. #1

    grinsekatze grinsekatze ist offline

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    ... unerträglich!

    hi ihr lieben!

    ich glaub' ich hab' ein riesen problem, nein ich weiss es!

    meine Freundin zieht dieses wochende aus unserer gemeinsamen wohnung aus. und ich kann rein gar nichts mehr dagegen machen...

    sie (27) hat mich (33) nach 3einhalb jahren verlassen, weil sie meint, ihre liebe reicht nicht mehr für eine beziehung, und sie müsse wieder zu sich finden, sie fühlt sich nicht mehr wohl in ihrer haut.

    das "dumme" ist, ich liebe sie, meine gefühle für sie sind sehr stark. seit sie mir gesagt hat, sie will ausziehen, wurden meine gefühle für diese frau von tag zu tag stärker! ich kann nicht dagegen machen.

    vor allem will ich meine gefühle nicht unterdrücken, ich kann doch nichts für meine gefühle...

    je näher der umzugstag rückt desto härter wird es für mich. montag hatte ich einen total "verweinkrampften" tag, schon morgens ging es los auf der autobahn. auf einem parkplatz stand ich dann, die tränen liefen, meine kehle zugeschnürt.
    in der firma gings dann gleich weiter, morgens habe ich einfach zu viel zeit zum denken... zu allem "überfluss" rief dann auch noch jemand aus meiner familie an und ... ich weiss auf meine familie kann ich mich verlassen! und auf meine echten freunde auch!
    auf jeden fall ging der gesamte tag an mir vorbei, ich weiss nicht mehr was ich da alles gemacht habe.
    als ich abends nach hause kam, saß meine freundin am tisch (ich hatte das gefühl sie wartete auf mich... wie ich auch während der letzten fünf wochen auch immer das gefühl habe, sie möchte mir etwas erzählen, nur weiss sie nicht wie oder sie unterdrückt es, wer weiss warum oder was...)
    na, auf jeden fall war ich total verstört und bat sie um ihre hand. nein, nicht das, ich wollte ihre hand halten und ihr einiges sagen, was mich beschäftigt oder bedrückt. und wieder war meine kehle wie zugeschnürt, ich bekam kein einziges wort gerade raus, fing bitterlich an zu weinen, bin vor ihr auf die knie zusammengebrochen.
    ich konnte nichts mehr zurückhalten, habe sie angefleht zu bleiben, habe sie um verzeihung gebeten.
    das einzige was sie von sich gegeben hat, waren ebenfalls einige tränen... dann ging sie in "unser" schlafzimmer und legte sich ins bett. ich konnte gar nicht mehr aufhören zu weinen, mir liefen die tränen so die wangen herunter, hatte schon schmerzen im brustkorb.
    als sie wieder runterkam nahm sie mich in den arm und ich fing wieder an zu weinen....

    der tag war völlig gelaufen!

    ich habe nie gedacht, dass ich soviel weinen könnte, selbst beim tod meines vaters habe ich damals kaum eine träne vergossen...

    seit dem wird jeder tag schlimmer.... am wochenende komme ich bei sehr lieben freunden unter. ich werde mir ihren auszug nicht antun.
    wenn ich am sonntag wieder nach hause komme, weiss ich schon jetzt was passiert, es werden wieder die tränen fließen!

    ich weiss nicht mehr was ich tun soll... ICH WILL SIE ZURÜCK!

    ...ich weiss hier ist guter rat teuer
    ...vielleicht sehne ich mich nach euren tröstenden, aufmunternden, ... worten

    ich weiss nicht mehr was ich tun soll


    traurige grüße

    carsten

  2. #2

    Biberweibchen Biberweibchen ist offline

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    leider kann ich dir nicht helfen. ich kann dir nur sagen das es mir genauso geht, ich ständig heulkrämpfe habe, nichts mehr esse, es einfach nicht glauben kann das die trennung wirklichkeit ist und den kompletten tag an nichts anderes denke.

    ich bin fast genauso alt wie du und fühle mich trotzdem wie ein hilfloser säugling. ich kann mich gerade an nichts wirklich erfreuen. das leben ist grau und fad. alles ist so banal.

    es ist als ob einem das herz rausgerissen wurde.

    ich habe solche gefühle noch nie gehabt. und ich befürchte es kommt noch schlimmer, denn die wunde ist noch ganz frisch. die leere kommt erst noch!

    sorry, eigentlich wollte ich was aufmunterndes schreiben, aber ich weiß nicht was, da es mir genauso scheiße geht.

  3. #3

    grinsekatze grinsekatze ist offline

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    danke dir trotzdem!

    mehr kann ich jetzt auch nicht schreiben... ich merke wie in mir die ohnmacht wieder aufsteigt...

    das schlimmste ist, jede ablenkung in dieser situation hilft nur für sekunden vielleicht auch minuten, aber dann.... dann kommen wieder diese bilder zurück...

    wie ist die geschichte bei dir? (...nur wenn du darüber schreiben willst...)

  4. #4

    !SAM! !SAM! ist offline

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    Hi Carsten!

    Lies dir mal meinen Thread hier durch, ist ca. 1 Woche alt. Glaub mir, ich habe fast genau das selbe durchgemacht, Ich 27, sie 25, gemeinsame Wohnung, selbst ihre Worte waren fast die selben wie die deiner Ex, glaub mir, es hat mich extrem an meine Situation erinnert. Ich sitze auch hier in der ehemaligen gemeinsamen Wohnung, halb leer und ausgeräumt. Ich habe damals auch geheult wie ein Schlosshund, habe sie auch angefleht ohne Ende, aber nichts hat etwas gebracht. Meine Familie stand auch mir bei, während des Auszugs war ich bei meiner Schwester, habe mich mit Freunden getroffen. Als ich in die leere Wohnung kam, habe ich auch tief, sehr tief durchatmen müssen. Aber es muss weitergehen. Und glaub mir, es geht weiter. Wir sind Leidensgenossen, die Situation könnte man wirklich 1 zu 1 kopieren. Geh mit Freunden weg, sei bei deiner Familie. Heule dich aus und du wirst sehen, nach ein paar Tagen sieht die Welt anders aus.

    Mein Vater meinte heute gerade zu mir, er hätte mich so fröhlich erlebt wie seit Wochen nicht mehr. Was dir das sagen soll? Vor genau 1 Woche habe ich genauso geredet wie du, und jetzt schau mich heute an.

    Kopf hoch, das wird schon!

  5. #5

    Biberweibchen Biberweibchen ist offline

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    ich kopier dir meine geschichte nochmal kurz hier rein, sonst muss ich wieder so wild tippen:

    ich bin total verzweifelt und vor den kopf gestoßen.
    mein freund hat sich nach 2 jahren beziehung von heute auf morgen von mir getrennt, da er konvertieren will und in zukunft ein streng religiöses leben führen will.

    er war schon sehr gläubig als ich ihn kennengelernt habe und hat jeden tag mehrfach gebetet und entsprechende bücher gelesen. allerdings wurden diese aktivitäten eher weniger. ich war davon auch nicht so begeistert (bin nicht gläubig).

    nun planten wir schon seit einiger zeit zusammenzuziehen und haben uns auch schon wohnungen angeschaut.
    3 tage vor der trennung dachten wir sogar ich bin schwanger, war dann aber nicht der fall. beide wollen wir kinder und familie und haben auch viele gemeinsame interessen und ansichten.

    vor 5 tagen hat er mir aus heiterem himmel mitgeteilt das er beschlossen hat konvertieren zu wollen - das heißt in diesem fall das wir auf keinen fall mehr zusammensein können (er wird später von der religionsgemeinschaft verheiratet und so, strenge rituale im alltag).

    gleichzeitig sagt er mir das er noch nie einen menschen so geliebt hat wie mich und es auch immer noch tut, aber das der glaube in ihm so stark ist das er nicht anders kann als diesen weg zu gehen (und der ist richtig heftig - streng ortodox!)

    er hat außerdem angst das wir uns irgendwann später trennen wenn evtl. kinder da sind und wir uns wegen unserem unterschiedlichen glauben auseinanderleben könnten.

    nun frage ich mich wieso er bis zum tag der trennung getan hat als hätten wir eine gemeinsame zukunft?
    diesen mann wollte ich heiraten!

    lohnt es sich überhaupt zu kämpfen? wie stark muss der glaube sein um sich von einem menschen zu trennen mit dem man die glücklichste zeit seines lebens (zitat) verbracht hat und den man laut aussage auch immer noch liebt? ich kann es nicht verstehen.

    hat jemand von euch so eine erfahrung schon mal gemacht? wie schätzt ihr die lage ein? soll ich kämpfen? und wenn ja: wie? wie kann man "gegen" einen glauben überzeugen?

    ich fühle mich als wäre ich gestorben.


    ----

    ich muss dazu sagen das wir schon seit ca. 1 jahr gemeinsam bei mir in der wohnung gewohnt haben, er aber noch seine eigene wohnung hatte (d.h. in münchen muss man eigentlich eher von kammern sprechen)

  6. #6
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    Hallo Carsten,

    üble Sache das mit deiner Freundin. Ich bin in einer ähnlichen Situation, bin vor 2 Wochen von meiner Freundin verlassen worden. Mir geht es nicht gut, aber schon etwas besser als vor ein paar Tagen.

    Carsten, ich glaube du hast das Schlimmste hinter dir wenn sie erstmal ausgezogen ist. Ich meine, viel schlimmer als zu wissen sie zieht bald aus und dann der Countdown... schlimmer geht es ja garnicht. Ich denke ab nächste Woche wird langsam alles besser.

    Du hast gute Freunde, das ist schon mal das wichtigste in deiner Situation.

    Autares: wir haben was gemeinsam, meine Ex ist auch 27, ich bin ebenfalls 25. Freut mich wirklich dass es dir besser geht, hätte nach deinem ersten thread nicht so schnell so eine gute Besserung erwartet! Ranhalten, wir schaffen das alle!!!

  7. #7

    grinsekatze grinsekatze ist offline

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    klar, dreht sich die welt weiter. das weiss ich....
    das ist einerseits toll und andererseits unerträglich....


    ABER: das "ex" kann ich noch nicht gut hören....



    weisst du was das "tollste" is? ihre neue wohnung ist ca. 500m luftlinie von unserer entfernt.... was das bedeutet, muss ich dir wohl nicht sagen oder?

    ich hoffe dass wir beide bald zur ruhe kommen....

  8. #8

    !SAM! !SAM! ist offline

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    @solo:

    GLeich sind wir schon, aber halt umgedreht - ich bin 27, sie ist 25 Meine beste Freundin hat neulich aus NYC angerufen, hat 2 Std. während ihrer Arbeitszeit auf mich eingeredet. Die hat ähnliches mitgemacht und ist ein wahres Steh-auf-Männchen. Glaub mir, es bringt nichts, sich am Alten festzuhalten. Ich habe schon so häufig gedacht, dass es nicht weiter geht, wollte auch sterben. Habe mich dann immer in ein Flugzeug gesetzt, Langstrecke natürlich. Sobald es da Turbolenzen gab habe ich mir jedes Mal gewünscht, nicht zu sterben.Jedes Mal wenn ich ausgestiegen bin, ging es mir besser. Aber ich höre auch von anderen Freunden, dass sie erstaunt sind, wie locker ich alles sehe.

    @Carsten:

    Ich weiss, es ist hart, aber je eher du das "Ex" akzeptierst, desto besser geht es dir. Glaub mir, sag immer Ex, wenn du von deiner Freundin sprichst, das schafft Distanz. Betrachte sie nicht mehr als deine Freundin, betrachte sie als Frau, der du nichts mehr zu sagen hast. Meine Ex wohnt auch ca. 5min von hier entfernt, muss auch jeden Morgen an ihrer Wohnung vorbei. Aber was solls? Ihre Wohnung ist scheisse klein, im 4 Stock, ein kleiner Balkon, alte Dielen, Alkis als Nachbarn, nie Parkplätze vor der Tür, sauweit bis zum nächsten Bus, kein Supermarkt um die Ecke.....du siehst, es ist soviel besser hier zu wohnen - auch ohne sie. Denk dran, sie hat dich verlassen, sie war so dumm und weiss nicht, wie gut du bist. Glaub mir, irgendwo sitzt eine Frau und denkt sich, wow, so einen Mann wie Carsten, den suche ich. Du musst sie nur finden - nicht heute, nicht morgen, aber vielleicht später. Glaub mir, geh raus und lass dich von fremden Frauen anlächeln. Lächel zurück, denk dir nichts dabei, gar nichts, Nehme es einfach hin und freu dich, das Leben geht auch ohne sie weiter.

    Kopf hoch, das wird schon!

  9. #9
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    Carsten, 500 m können viel sein. Mußt dir halt was überlegen, daß du nicht dauernd an ihrer Wohnung vorbeimußt.
    Aber die Gewißheit sie zieht bald aus und dann die Tage zu zählen ist wohl das Schlimmste für die Psyche, und das ist ja bald vorbei. Logisch hast du den Trennungsschmerz damit noch nicht überwunden... Tipp: Nimm dir einen Freund mit in die Wohnung für die erste Nacht, der kann dir auch helfen ganz schnell alles umzuräumen.

    @autares: Oh da hab ich mich wohl verlesen... aber was soll's? Wir haben das gleiche Problem, das ist wichtiger.
    Das mit dem Sterbenwollen kenne ich von meiner ersten Trennung. Jetzt wußte ich aus Erfahrung dass ich schon weiterleben will. Vor allem wenn ich mal nachdenke was mir seit meiner letzten Trennung alles Gutes wiederfahren ist... das wäre wirklich sehr überstürzt gewesen.

  10. #10

    hebbie hebbie ist offline

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    Verzweifelt

    Hi Carsten.
    Ich hab dazu eigentlich nicht viel zu sagen.In einem Gespräch kannst du sie natürlich versuchen zu überzeugen das du sie liebst, und dass Abstand vielleicht nicht schlecht ist.Was du natürlich nicht garnich willst, denke ich.Doch es kann ja sein das dass die Beziehung rettet da der Alltag oft ein Problem ist.
    Wenn dies nicht klappt ist es leider wie es ist...

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