Thema: Absturz ins Nichts
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funda2000
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Absturz ins Nichts
Hallo zusammen,
so, bei mir ist es nun auch so weit. Heute ist er genau eine Woche her, mein Tag X, an dem für mich eine Welt zusammengebrochen ist. Ich stehe vor einem Scherbenhaufen, weiß einfach nicht mehr, wie es weitergehen soll. Zwei Jahre waren mein Exfreund und ich zusammen - nicht ganz, am 17. September wären es zwei Jahre. Wie habe ich die letzten Tage eigentlich überstanden? Kaum Schlaf, kaum Essen, keine Sekunde, in der ich nicht an ihn denke, keine Minute Schlaf, in der ich nicht von ihm träume, träume, dass alles gut ist... Keine Ahnung. Die Minuten ziehen sich wie Stunden.
Alles scheint sinnlos zu sein, seit ich ihn verloren habe. Zwei Jahre, und er macht Schluss mit Worten, die mir das Herz zerreißen: "Ich liebe dich über alles, aber wir tun uns nur noch gegenseitig weh. Es ist besser für uns beide. Ich kann nicht mehr ertragen, dich leiden zu sehen." Das war es. Er blockt jede Kontaktaufnahme ab, Telefongespräche mit ihm verlaufen eiskalt. Ich weiß, er liebt mich noch, ich weiß, dass er mich in diesem Punkt nicht angelogen hat - ganz nebenbei, er hat mich nie angelogen (oder ist das nur Wunschdenken?), eine Erfahrung, die ich bisher nur bei ihm gemacht habe. Aber ich weiß auch, dass er fähig ist, Gefühle ganz schnell zu vergraben. In drei, vier Wochen spätestens wird er die schönen Erinnerungen an unsere gemeinsame Zeit verdrängt haben - nicht vergessen, aber so weit verdrängt, dass er sein Leben weiterleben kann (offenbar kann er das jetzt schon, so wie mir sein Freund erzählt hat). Während ich immer noch hier sitzen und die Hölle durchmachen werde. Es hat keinen Sinn, ihm nachzulaufen, er würde mir nicht einmal zuhören. Zum letzten Mal haben wir uns am Mittwoch gesehen, einen Tag nachdem er Schluss gemacht hat. Abends habe ich ihn noch einmal angerufen, aber er war einfach nur ein Eisklotz. Ich habe bis gestern Abend alles (naja, nicht ganz) versucht, ihn zurückzubekommen. Ich habe mit seiner Mutter telefoniert (seine Eltern sind mir in den letzten zwei Jahren sehr, sehr ans Herz gewachsen, genau wie ich ihnen), habe mit seinem besten Freund telefoniert (der mich auch liebgewonnen hat und uns gern wieder zusammen sehen würde), habe meine Freunde gebeten, mit ihm zu reden (worauf er nach der zweiten eMail bereits nicht mehr reagiert hat). Nichts hat geholfen. Als ich am Sonntagabend mit seinem Freund telefoniert habe, habe ich eingesehen, dass ich ihn nicht mehr zurückbekomme. Er will nur noch seine Ruhe haben, will mich nicht mehr sehen, nichts mehr von mir hören, damit er damit abschließen kann. Ich wollte um jeden Preis verhindern, dass es soweit kommt, aber das hat keinen Sinn. Ich mache mich selbst fertig für jemanden, der mich nicht mehr haben will. Ich habe mich erniedrigt, habe gebettelt und gefleht, er möge mir doch noch eine letzte Chance geben. Er sagt, wir hätten uns schon so viele Chancen gegeben. Ich habe meine Chance gehabt - es ist zu spät. Er will sich nicht mehr von mir verletzen lassen, und er will mich nicht mehr verletzen.
Ich versuche, mein Leben wieder in den Griff zu bekommen. Ich bin nicht zum ersten Mal in dieser Situation - in meiner letzten Beziehung bin ich monatelang belogen und betrogen worden, verarscht von vorne bis hinten. Aber dieses Mal war alles so anders. Ich konnte ihm vertrauen, er war immer für mich da, und trotzdem habe ich mich alleine gefühlt. Ich war mit meinen Problemen immer allein, selbst wenn er da war und mir zugehört hat. Ich musste alles immer im Griff haben, mit allem klar kommen, und so nebenbei habe ich auch noch versucht, mich um seine Probleme zu kümmern, und war dann stinksauer und enttäuscht, wenn er meine Hilfe nicht so angenommen hat, wie ich mir das vorgestellt und gewünscht hatte. Ich bin manchmal wirklich ein Biest gewesen.
Dienstagnacht, als er Schluss gemacht hat, war ich so tief unten wie noch nie zuvor in meinem Leben. Ich habe geheult, gebettelt, gefleht, ich lag auf Knien vor ihm. Als einzigen Ausweg sah ich letztlich, mich von der Welt zu verabschieden. Liebeskummer war vor 3 Jahren eine zeitlang mein ständiger Begleiter, monatelang, und ich konnte mir nicht vorstellen, das noch einmal durchzumachen, noch viel intensiver, da dieser Mensch mir so viel mehr bedeutet als sonst irgend jemand auf der Welt mir jemals bedeutet hat. Aber ich war nicht einmal stark genug, meinem Leben ein Ende zu setzen. Nicht einmal das habe ich geschafft. Ich hoffe, dass irgendwann der Tag kommen wird, an dem ich froh darüber bin, dass ich zu schwach dafür war. Momentan denke ich immer noch, dass es besser gewesen wäre, aber ich bin zumindest über den Punkt hinaus, an dem ich es noch einmal versuchen würde. Dafür gibt es zu viele Menschen, denen ich etwas bedeute.
Ich weiß momentan nicht mehr, wohin mit meinem Kummer. Ich habe Freunde, die für mich da sind, Eltern, die mich lieben, aber was hilft mir das? Ich bin doch vollkommen allein ohne ihn. Ich muss immer und immer und immer wieder darüber reden, nur in diesen Momentan habe ich das Gefühl, noch am Leben zu sein. Ja, das Leben geht weiter - aber für mich steht es im Moment vollkommen still, und es tut so weh, zu sehen, wie alle anderen ganz normal weiterleben. Ich hatte die letzten Wochen hart zu kämpfen, habe mehr als genug Probleme am Hals, und jetzt das. Der einzige, der immer da war, mein Fels und mein Anker, ist weg, weil ich es versemmelt habe. Ich habe den Warnschuss (die vielen, vielen Warnschüsse) nicht gehört, nur an mich selbst gedacht.
Gestern abend habe ich noch einmal mit seinem Freund telefoniert. Zum letzten Mal. Er sagte mir, er hätte noch mal versucht, mit MEF zu reden, aber der ist stur und eiskalt. Lässt keine Gefühle mehr raus. MEF sagte seinem Freund, er hätte gern eine platonische Freundschaft mit mir - drauf geschissen!!!!! Er meldet sich nicht, fragt nicht mal, wie es mir geht - nicht mich selbst, das ist klar, aber auch niemanden, der es wissen könnte. Was soll das für eine Freundschaft sein? So schwer es fällt, ich will mich nicht bei ihm melden. Ich bin hin und hergerissen zwischen tiefster Enttäuschung, Angst und Trauer und einer unglaublichen Wut, einem regelrechten Zorn auf ihn. Dass er mich so im Stich lässt in dem Moment, in dem ich ihn so sehr brauchte. Jetzt bin ich allein.
Bitte entschuldigt diesen langen Beitrag, ist wohl ein ziemlich aufdringlicher Start als Neuankömmling. Aber ich muss das einfach los werden, und ich hoffe, dass jemand versteht, was ich gerade durch mache, und mir irgendwie helfen kann.
Ich kann einfach nicht mehr.
Liebe Grüße
kawi
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ACDC76
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Hallo Kawi.
Es tut mir sehr leid, was die da widerfährt und das dein Exfreund sich so auf stur stellt. Was aber leider bei deinem Thread nicht herauszusehen war ist der Grund, warum dein Freund mit dir gebrochen hat und wieso du irgendwelche Chancen ausgeschlagen hast?
Lieben Gruss
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mehmets
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Guten Tag Kawi,
ich kann mich dem Commander nur anschließen, was den jetzt eigentlich der Grund für die Trennung? Wenn ihr euch beide doch noch liebt, wieso trennt er sich den dann? Gab es Streit über irgendwas? Oder was ist der Grund?
Lieben Gruß und dir alles Gute
Scholli1981
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Biberweibchen
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hallo kawi,
ich kann deine situation sehr gut nachempfinden. hat einige parallelen zu meiner aufzuweisen...
auch ich habe alles versucht und bin schlußendlich gegen eine wand gerannt. von dem schock muss man sich erstmal erholen - und das dauert. vor allem wenn es aus heiterem himmel kommt. im nachhinein habe ich einige dinge erkannt (und es kommen immer mal wieder neue hinzu) wo ich nicht sensibel genug war um sie zu erfassen. allerdings wenn von der anderen seite auch nie mal etwas direkter gesprochen wird und eigentlich alles in butter ist (oder scheint muss man wohl sagen) ist das auch ein ziemlich schweres unterfangen.
selbstmord ist im übrigen kein zeichen von stärke, sondern flucht! gut das du das nicht getan hast! obwohl ich deinen gedankengang durchaus nachvollziehen kann.
der grund der trennung würde mich auch interessieren. in wiefern hast du ihn denn ständig verletzt?
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funda2000
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Hallo ihr drei,
sorry dass es mit der Antwort so lange gedauert hat. Ich hatte gestern Probleme mit dem Einloggen, aber jetzt funktioniert es zum Glück.
Der Grund für die Trennung war, dass er mit meiner launischen Art nicht mehr klargekommen ist. Uns beiden wurde am Anfang der Beziehung recht schnell klar, dass wir zwar von unseren Interessen her und auch menschlich super zusammen passen, dass es aber ein hartes Stück Arbeit wird, weil wir charakterlich oft aneinander geraten sind. Wir sind beide Sturköpfe - ich habe im Lauf der Zeit ein bisschen besser gelernt, meine Sturheit ein bisschen zurückzuschrauben, aber er wollte bis zum Ende mit dem Kopf durch die Wand (und hat das nicht mal eingesehen, wenn ich ihm das gesagt habe). Wir haben uns oft gestritten - nach den ersten zwei, drei Monaten ging das los, eine Zeitlang hatten wir ungelogen jeden Tag Streit, jeden Tag wegen irgendwelcher Kleinigkeiten, die dann zu Grundsatzdiskussionen ausarteten. Meistens gingen die Streits von mir aus, d.h. ich war mit irgendwas nicht einverstanden, und er hat es dann heruntergespielt, was mich wiederum wahnsinnig gemacht hat, weil ich mich nicht ernstgenommen fühlte. Umgekehrt konnte er sich wegen Kleinkram wahnsinnig aufregen, hat mich teilweise "angeschrien" wegen Sachen, über die man normalerweise lacht. Im Mai 2004 hat er dann mit mir Schluss gemacht aus Gründen, die ich bis heute nicht verstehe. Wir haben am Tag darauf lange geredet, er hat mir vieles vorgeworfen, womit er nicht mehr klar kam - z.B. meine Eifersucht, meine Ignoranz, die ich manchmal an den Tag gelegt habe, oder dass ich immer versucht habe, Probleme per eMail zu lösen, weil ich mich nicht getraut habe, mit ihm zu reden. Also habe ich mich zusammen gerissen. Ich habe nicht alle Punkte, die er an mir kritisiert hat, in den Griff bekommen, aber ich habe echte Fortschritte gemacht. Ich habe ihn mit seinen Freunden weggehen lassen, ohne zu wissen, wer dabei ist, wohin er geht oder wie lange er weg ist, habe mein Bedürfnis unterdrückt, darüber bescheid wissen zu wollen, und habe es akzeptiert, wenn er von sich aus nichts erzählt hat. Ich habe mit ihm geredet, wenn irgendwas war, und habe gelernt, mich nicht gleich zu verkriechen und "Angst" vor ihm zu haben, sobald er ein bisschen pampig wurde.
Ich habe gelernt, nicht jeden Tag die Angst zu haben, dass er Schluss macht (das war monatelang ganz schlimm bei mir, einfach aus einer Erfahrung meiner vorigen Beziehung heraus, die mich leider sehr negativ geprägt hat). Die Beziehung wurde besser. Wir haben uns immer noch gestritten, immer wieder, es fing meist mit Kleinigkeiten an und uferte total aus. Aber die Streits wurden weniger, es wurde immer besser, in dem Punkt waren wir uns beide einig und uns sicher, die Kurve zu kriegen.
Ich hatte die letzten Wochen viele Probleme und war deswegen oft schlecht gelaunt. Es ist normal, dass man solche Phasen hat. Ich stehe zur Zeit unter enormem Druck.
Zunächst mal ist es so, dass wir uns gemeinsam eine Wohnung nehmen wollten. Ich erhielt ein gutes Angebot, redete mit ihm darüber, und wir waren uns einig, dass ich die Wohnung nehme und einziehe und er dann mit einzieht, sobald er mit seiner Ausbildung fertig ist und einen Job hat. Also griff ich zu. Dann schien er plötzlich Panik zu bekommen, hat mir aber zunächst nicht gesagt, dass er erst mal nicht mit mir zusammen ziehen will, weil unsere Beziehung ja nicht so toll läuft (vorher erzählt er noch, es wäre alles viel besser als anfangs, und wir kriegen das hin, blablabla; er hat behauptet, er hätte mir klipp und klar gesagt, dass er erst mit mir zusammenzieht, wenn es "besser läuft"; aber hätte ich das gewusst, hätte ich mich doch gar nicht auf eine Wohnung eingelassen, die ich mir allein vermutlich kaum leisten kann und in die ich jetzt tausende € stecke, bis ich sie "renoviert" und möbliert habe). Immer wieder kamen neue Erklärungen, warum er nicht mit mir zusammenziehen will. Ich denke mittlerweile, er ist mit 22 einfach noch nicht soweit, redet sich aber ein, dass er erwachsen genug ist und es andere Gründe hat. Ich fand es nur unfair, dass er mir das nicht klipp und klar gesagt hat, dann hätte ich ein Problem weniger. Das war ein häufiger Streitpunkt zwischen uns, weil ich mich im Stich gelassen und er sich nicht verantwortlich fühlte.
Dann mache ich seit einem Jahr eine Fortbildung per Fernstudium und hätte vom 12. bis 23.09.05 auf ein Seminar nach Niedersachsen fahren müssen. Das hat mich unter Druck gesetzt, weil ich merkte, dass ich den ganzen Stoff bis dahin nicht schaffe, und Angst vor den Klausuren hatte. Von dem Seminar habe ich mich mittlerweile abgemeldet und mich mit den 45 € Bearbeitungsgebühr abgefunden. Ich kann mich nicht mehr aufs Lernen konzentrieren, kann keine Klausuren schreiben und mir damit meine Abschlussnoten versauen.
Mit meinen Eltern hatte ich ständig Stress in letzter Zeit, in erster Linie wegen der Wohnung (sie sind nicht gerade begeistert, dass ich dort einziehe). Auch das hat mich runtergezogen.
MEF hat mir natürlich immer gleich angemerkt, wenn wieder irgendwas vorgefallen war, und wollte immer, dass ich mit ihm über meine Probleme rede. Das habe ich auch gemacht, aber er schien der Ansicht zu sein, dass sich damit dann die Probleme erledigt hätten. Einmal drüber geredet, sollte ich wieder gute Laune haben und lustig sein. Wenn ich das nicht war, war er total geknickt, und es gab wieder Stress. Eine Kleinigkeit hat dann ausgereicht, damit ich anfing, mit ihm zu streiten, nur um meinen Dampf ablassen zu können. Das war nicht richtig von mir. Er war mein einziges Ventil, aber er konnte/wollte mir nicht wirklich helfen, wollte nicht verstehen, dass es mit 10 Minuten reden nicht getan ist, und so habe ich nach Gründen gesucht, mich mit ihm zu streiten, einfach damit es mir nach der Versöhnung besser geht. Damit ich mich befreit fühle. Gott, was habe ich für einen Mist gebaut! Ich fühlte mich einfach immer mit meinen Problemen allein. Er sagte immer "du bist clever, du bist stark, du schaffst das schon", aber er hat mir nie dabei geholfen, etwas zu schaffen. Er war da, wenn ich ihn darum gebeten habe (kannst du mir beim tapezieren helfen, hilfst du mir Möbel aufbauen), aber von sich aus war er nie bereit, mir zu helfen. Immer nur dieses "siehst du, jetzt hast du mir gesagt, was los ist, jetzt geht's dir besser". Aber es ging mir nicht besser. Ich hätte ihn in den letzten Wochen mehr gebraucht denn je, aber wir waren beide nur mit uns selbst beschäftigt. Er dachte immer, ich hätte alles im Griff und bräuchte ihn zwar zum Reden, aber nicht, um wirklich gemeinsam mit ihm etwas durchzustehen.
Er hatte auch so seine Probleme, und ich hatte nicht die Kraft, ihn auch noch mit durchzuziehen. Im nachhinen weiß ich, dass das auch ein Fehler von mir war. Er hätte meine Unterstützung auch gebraucht. Seit knapp 6 Wochen ist er jetzt arbeitslos und findet einfach keinen Job, das macht ihn auch fertig. Ich habe dieses Problem lange unterschätzt und irgendwann auch auf Durchzug geschaltet, einfach deswegen, weil er auf meine Vorschläge (bewirb dich doch mal bei der und der Firma, probier doch mal das und das) überhaupt nicht einging oder nicht so, wie ich es wollte. Nicht mal ein "Danke für den Tip" oder "ja, das versuch ich mal". Das hat mich echt geärgert. Ich habe mich bemüht, und er saß faul zu Hause - zumindest habe ich das so gesehen, mittlerweile weiß ich, dass ihn das wirklich mitgenommen hat. Vor ca. 3 Wochen hat er gemerkt, dass er sich zu wenig bemüht, und schickt seither massenhaft Bewerbungen raus, bekommt aber meistens nicht einmal eine Reaktion. Klar macht ihn das fertig, und es tut mir weh, dass ich ihn da so habe hängenlassen, auch seine Bemühungen nicht anerkannt habe.
Ich habe echt viele Fehler gemacht und mich in letzter Zeit immer an erste Stelle gehoben. Meine Probleme waren immer wichtiger als seine, weil ich dachte, ich steh ja sowieso alleine mit allem da, und weil er mir immer das Gefühl gegeben hat, dass er mich nicht braucht - was aber nicht so war. Meine ewige schlechte Laune und mein Gezicke müssen ihm total an die Nieren gegangen sein, so wie es mir zwei Jahre lang an die Nieren ging, immer das Gefühl zu haben, bei ihm nicht an erster Stelle zu stehen.
Ich habe ihn angebettelt, mir noch eine letzte Chance zu geben, damit es noch einmal so wird wie letztes Jahr im Mai: dass ich noch einmal an diesen neuen Vorwürfen arbeiten kann, um mich besser in den Griff zu bekommen, dass ich mich noch einmal für ihn ändere, dass ich es schaffen kann, wenn er mir hilft, so wie ich es damals auch geschafft habe. Aber er sagt, wir hätten uns so viele Chancen gegeben, und er kann einfach nicht mehr. Es ist zu spät.
Ich schwanke im Moment immer wieder zwischen zwei Extremen: ihn zu hassen und ihm Tod und Teufel an den Hals zu wünschen, und mir für alles selbst die Schuld zu geben und mich pausenlos zu erniedrigen. Wenigstens bin ich mittlerweile weiter als vor vier Tagen und weiß, dass er auch seine Fehler hatte. Aber ich selbst hatte leider viel zu viele. Ich ertrage den Gedanken nicht, dass ich diese Fehler bei ihm nie wieder gutmachen kann, dass er mich immer als die ewig unzufriedene Nervensäge im Gedächtnis haben wird, mit der er zwei Jahre durchgehalten hat.
Was mir hilft, mich nicht bei ihm zu melden, nicht wieder zu betteln, sind die Worte seines besten Freundes: "Mach dir keine Hoffnungen. Er kommt mir nicht besonders traurig vor. Er will nur seine Ruhe haben. Wenn er nach einer Woche mit zwei Jahren abschließen kann, dann lass ihn." Aber das ist so schwer, und mich macht es total fertig. Hat er mich die letzten Monate nur noch angelogen, wenn er gesagt hat, dass er mich liebt? Wie könnte er sonst so schnell alle Gefühle, die am Mittwoch angeblich noch vorhanden waren, unter den Teppich kehren? Ich verstehe die Welt nicht mehr. Warum passiert mir sowas immer? Ich dachte, ich hätte es diesmal anders getroffen, und jetzt geht es mir schlechter als je zuvor.
Liebe Grüße
kawi
- GastGast
Hallo Kawi

*Deine Mammutspostings haben es aber in sich*
Ich möchte es mal so formulieren...wenn 2 Sturköpfe aufeinander prallen,dann bleibt einem echt nur die Notbremse.
Ihr beiden hattet mit Sicherheit eine wundervolle zeit auch wenn es zu Reibereien kam aber das ist doch total normal in einer gut funktionierenden Beziehung!
Sobald einer einen Fehler macht,wird gleich "scharf" geschossen...das ist tragisch aber kein Untergang.Chancen geben hin/her...es ist sehr schwer....keine Frage aber Du musst oder solltest nun stark sein und versuchen Dein Leben zu leben..
Ich wünsche Dir viel viel Kraft...
LG
Frank
- Benutzer
funda2000
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Hi Frank,
ja ich weiß, ich tu mich schwer, mich kurz zu fassen :O
Ich kann mir im Moment einfach nicht vorstellen, wie es ohne ihn weiter gehen soll
Mit ihm hatte ich meine erste "richtige" Beziehung, bin vorher nur belogen und betrogen worden. Ich liebe ihn nach wie vor über alles und habe heute abend zum ersten Mal seit einer Woche wieder mit ihm telefoniert. Er hat mir klipp und klar gesagt, dass es aus ist - aber, wer kennt es nicht, natürlich sollen wir Freunde bleiben. Ich wünsche mir das auch, einfach weil mich niemand so gut kennt wie er und wir uns immer alles erzählen konnten (sofern es nicht um uns ging, da hat es leider gehakt). Aber ihn zu sehen, wäre unerträglich. Und was erst, wenn er eine Neue hat... das würde ich nicht aushalten.
Wenn wir nie zusammen gekommen wären, hätten wir heute die beste Freundschaft, die man sich vorstellen kann. Aber für eine Beziehung hat es wohl einfach nicht gereicht, und ich fürchte, dass ich jetzt den besten Freund verliere, den ich je hatte.
Er hat mich am Telefon gefragt, ob er mich wieder anrufen darf irgendwann. Klar darf er das. Wie es mir dann gehen wird, ist mir momentan egal. Wann er sich meldet... keine Ahnung. Wahrscheinlich wird es mir so gehen wie Alex, und er wird nie die Chance haben, sich überhaupt von sich aus zu melden, weil ich ihn täglich mit SMS vollmülle
Liebe Grüße
kawi
- GastGast
Ja Kawi...glaub mir ich kann mich sehr gut in Deine momentane Situation hinein versetzen...man versucht Alles und erreicht nichts.
Wenn "frau" Ihre grosse Liebe hat oder meint sie gehabt zu haben - ist danach alles nur noch dunkel.
Ich denke jeden tag....jede Stunde an MEF und was habe ich davon?NICHTS!
Habe auch gedacht,daß ich niemals glücklicher werden könne als mit MEF aber anscheinend hat es das Schicksal anders gemeint.
Lass Dich nicht runter ziehn Kawi - Du bist mit Sicherheit eine tolle Frau...ob nun "stur/nicht stur"...sich an etwas zu klammern,was man(n)/frau bereits verloren hat....ist zwecklos.
Ob man dies nun verstehn muss oder auch nicht...im Enddefekt ist es vorbei.
Lass den Kopf nicht hängen...bist ne Liebe
LG
Frank
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funda2000
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Lieb von dir, Frank
- aber ich hab das Gefühl, dass nie wieder jemand was an mir finden wird. Bin ja auch ein "schwieriger" Mensch, und nochmal jemanden zu finden, der meine Interessen teilt... keine Chance
Weiß auch nicht, bin grade irgendwie bissl matschig im Kopf, wird Zeit, dass ich ins Bett gehe. Vielleicht klappt's heute mal mit dem Schlafen - länger als bis 3 Uhr morgens sollte doch mal drin sein. Und die zwei Teller Suppe heute waren doch auch mal ne üppige Mahlzeit
Wünsche euch allen ne gute Nacht, haltet die Ohren steif - ich versuch's auch. Denke morgen wird's mir wieder schlimm genug gehen, für heut abend reicht's.
Liebe Grüße
kawi
- Benutzer
fertisch
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Fuck man...warum gibt es überall schmerz und Leid? man ist doch fürn arsch...
Kawi...was soll ich groß dazu sagen? Sowie du dich hier gibst kannst nicht von der schlechten Sorte sein...
Ich bin genauso stur und deswegen wars bei mir auch vorbei, aber indem wir loslassen und nicht mehr hinterher traueren.....beweisen wir unsere Stärke, beweisen wir ich und nun auch du, das wir unsere Sturheit untebrinden können und wie gesagt Abschied nehmen....
Ich weiß wie du dich fühlst, die anderen hier im Forum wahrscheinlich auch, aber zur Liebe gehören immer zwei...und sollte einer nicht merh wollen ist es eben vorbei...
Ich weiß nicht wie ich dich aufmuntern kann, aber falls es ein Trost ist, ich fühl mich auch nicht wirklich besser...und das geht vielen von uns so...
Es kommt der nächste der dich Liebt wie du bist...das schwör ich dir


