Thema: Depression

  1. #1

    JohnDing JohnDing ist offline

    Erfahrener Benutzer
    Mitglied seit
    28.11.2004
    Beiträge
    553

    Depression

    Hallo!

    Wie ich ja schon an verschiedener Stelle erwähnt habe, leide ich seit längerer Zeit an einer Depression. Diese ist nicht durch die Trennung MEF entstanden, wurde dadurch aber wieder verstärkt.

    Wenn man sich mit dem Thema ein wenig beschäftigt, wird schnell klar, dass viel mehr Menschen an dieser Erkrankung leiden als man es sich vorstellt:

    " – Lebenszeitrisiko für ein depressives Syndrom bei Frauen 20–26 %, bei Männern 8–12 %
    – 5–23 % der Patienten beim Allgemein-Arzt leiden an einem depressiven Syndrom"

    "Wie eine rezente, europaweit durchgeführte Studie gezeigt hat, sucht nur etwa die Hälfte der depressiven Patienten mit ihren Beschwerden überhaupt einen Arzt auf. Von diesen erhalten zwei Drittel keine Therapie und nur eine Minderheit eine ausreichend dosierte antidepressive Behandlung. Dies macht die Notwendigkeit einer besseren Erfassung von Patienten mit depressiven Symptomen auch und vor allem in der allgemeinmedizinischen Praxis deutlich."


    Depressionen sind mittlerweile ein Volksleiden, ähnlich wie Rückenprobleme, wobei zwischen beiden in vielen Fällen ein direkter Zusammenhang besteht. Nachteilig ist nur, dass Depressionen ein absolutes Tabuthema sind, da die Betroffenen befürchten, mit anderen psychischen Erkrankungen ("Der gehört ja in die Anstalt!" ) gleichgesetzt zu werden und dadurch vor allem auch berufliche Nachteile zu erleiden. Dabei sind psychische Erkrankungen so vielfältig, dass es völliger Unsinn ist, alles in eine Topf zu werfen.

    Warum ich das jetzt alles hier schreibe? Weil ich mich mit dem Thema ein wenig auseinandergesetzt habe in den letzten Jahren und es hier im Forum vielleicht den ein oder anderen gibt, dem das weiterhilft. Ich kann nur dazu raten, zum Arzt zu gehen, sobald der Verdacht auf Depressionen besteht. Ich selbst war zuletzt vor drei Jahren in Behandlung (medikamentös), was mir damals sehr geholfen hat. Seit gestern nehme ich wieder ein Antidepressivum (Mirtazapin), was leider wie die meisten dieser Medikamente am Anfang Nebenwirkungen aufweist. Ich habe gestern abend die erste Tablette genommen, und nach nur einigen Minuten wurde mir schwindelig und ich wurde so müde, dass ich mehrfach zwischendurch eingeschlafen bin. Normalerweise sollten sich die Nebenwirkungen nach einiger Zeit aber legen, ansonsten werde ich den Arzt konsultieren. Zusätzlich habe ich noch eine Überweisung zu einer Psychotherapie erhalten, wobei ich erst einmal schauen muss, wann ich da einen Termin bekomme.

    So, vielleicht habe ich dem ein oder anderen ein wenig weitergeholfen. Vielleicht bin ich hier aber auch der einzige mit dem Problem, was natürlich umso besser wäre.

    LG King Crimson

  2. #2

    ~Regina~ ~Regina~ ist offline

    Erfahrener Benutzer
    Mitglied seit
    24.11.2003
    Beiträge
    263
    Hey Du,

    garantiert bist Du hier nicht der einzige Betroffene im Forum. Ich leide zwar persönlich nicht an Depressionen habe aber schon einige Fälle im Bekannten- und sogar Verwandtenkreis miterlebt. Hautnah!
    Wichtige ist zu erkennen, dass es sich nicht um bloße Stimmungsschwankungen, Tiefs oder trübe Gedanken handelt. Es ist eine sehr ernst zunehmende Krankheit, aus deren Fängen man sich kaum ohne andere Hilfe befreien kann. Wie elend und zerstörerisch das Ganze sein kann, habe ich mit ansehen müssen und mir dreht es heute noch den Magen um, wenn ich daran denke. Ich danke dem Himmel, dass mir diese geliebte Person erhalten geblieben und nicht unter dem Zug gelandet ist.
    Ich gebe Dir in vielen Punkten recht...die Zahl der Erkrankten steigt stetig...doch wer sich dafür mehr interessiert, es gibt diverse Foren, Internetseiten etc. Ich ahbe damals viele Bücher gelesen, um der betreffenden Person hlefen zu können bzw. mit ihr angemessen umgehen zu können.
    Ich finde es gut, dass Du hier geschrieben hast und wünsche Dir ganz viel Kraft und Zuversicht...Zuversicht für den nächsten neuen Tag!

    LG Loni

  3. #3

    sven-24 sven-24 ist offline

    Neuer Benutzer
    Mitglied seit
    25.11.2005
    Beiträge
    5
    Leider bist du nicht der einzigste mit "diesem" Problem. Aber meiner Erfahrung nach, ca. 6-7 Jahre, sind bei mir Medikamente nicht so erfolgreich gewesen.
    Die Depressionen und Ängste haben mein ganzes Leben aus der Bahn geworfen. Es ist richtig, dass es eine schwere Krankheit ist, welche die Lebensqualität deutlich beeinflusst.

    Wichtig:
    DAS HEISST NATÜRLICH NICHT, DASS MEDIKAMENTE NICHT HELFEN WÜRDEN. BEI DEM EINEN MEHR UND DEM ANDEREN WENIGER.
    Es ist wirklich gut, wenn man jemanden hat, auch wenn es ein Psychologe o.ä. ist, der einem zuhört. Das hilft! Meiner Erfahrung nach, wissen Angehörige oft nicht, wie sie damit umgehen sollen und sie sind nicht objektiv. Selbst ein Verwandter von mir, der an einer Psychose (Drogen) litt, hat kein Verständnis. Das ist wie ein Schlag ins Gesicht, aber man muss sich eben oder leider mit der intolleranz mancher Menschen abfinden.
    Es ist nicht schlimm, sich Hilfe zu suchen! Schließlich ist man ja auch aus diesem Grund hier. Ich habe einen Therapeuten gefunden, der mir hilft und wirklich SEHR nett ist. Bisher waren alle Fachmenschen nett und freundlich und es brauch einem gar nicht unangenehm sein!

    Ich kann nur empfehlen, dass wenn man unter Depressionen, Ängsten oder Phobien leidet, zum FACHARZT zu gehen!


    Ich wünsche alles Gute

    Joachim

  4. #4

    einsam_fühl einsam_fühl ist offline

    Erfahrener Benutzer
    Mitglied seit
    02.11.2005
    Beiträge
    249
    Kann jemand mal Anzeichen oder Symptome einer Depression beschrieben?
    Ein paar links wären hier denke ich auch hilfreich.

  5. #5

    Lottta Lottta ist offline

    Erfahrener Benutzer
    Mitglied seit
    21.06.2005
    Beiträge
    158
    Original von alleine
    Kann jemand mal Anzeichen oder Symptome einer Depression beschrieben?
    Ein paar links wären hier denke ich auch hilfreich.
    Es gibt ein Netzwerk gegen Depression
    http://www.kompetenznetz-depression.de/

    da kannst du dich ausreichend über das Thema informieren.

    Alles gute!

Um auf "Depression" antworten zu können, musst du nicht registriert sein.