1. #1

    Franzi-Eee Franzi-Eee ist offline

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    Camino de Santiago

    Hallo ihr alle,
    ich bin jetzt nach Santiago gelaufen. Hatte es beschlossen, als ich furchtbaren Liebeskummer hatte, konnte es leider aber erst jetzt umsetzen. Es ist das tollste, was ich je gemacht habe. Man ist den ganzen Tag an der Luft und bewegt sich viel (hilft bei mir gegen Depressionen). Und man lernt unglaublich viele Leute kennen!! Es ist einfach die tollste Erfahrung, die ich je gemacht habe und man schafft es, viele Dinge in einem anderen Blickwinkel zu sehen.... Ich bin neu verliebt, nämlich in diesen Weg...

  2. #2

    Vallala Vallala ist offline

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    Hallo erstmal! (mein erster Eintrag hier)

    Ich freu mich fuer dich, dass du einen Weg gefunden hast, der dichauf andere Gedanken gebracht hat. Reisen ist schon was tolles...
    Welche Stadt Santiago meinst du den (welches Land)
    Es gibt ja zig Staedte in zig Laendern die so heissen...

    (Erinnernt mich bisschen an den Schaefer aus "the Alchemist"...kennst du das Buch?)

  3. #3

    Franzi-Eee Franzi-Eee ist offline

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    Hallo Lagrima
    Ich meine Santiago de Compostela in Spanien, eine christliche Wallfahrtstätte. Kann sein, dass du das aus "Der Alchimist" kennst; ich selber kenne das Buch nicht. Paolo Coelho ist diesen Weg auch mal gegangen... Ich bin 500km gelaufen und es war das großartigste, was ich je erlebt habe. Ich will bald wieder los!!
    Habe auch jemanden kennengelernt:-) Viele machen den Weg, um einen Partner kennenzulernen (war nicht meine Intention; eher um mich selbst kennenzulernen) und ich weiß von einigen, die immernoch glücklich zusammen sind. Man lernt sich sehr intensiv kennen, weil die Situationen, die man gemeinsam erlebt, sehr außergewöhnlich sind... Ich bin so glücklich, dass ich das gemacht habe!! Drei Wochen am Stück war ich so glücklich, wie nie zuvor in meinem Leben...

    Viele Grüße!!!

  4. #4

    Rolli Rolli ist offline

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    hey Anna..

    könntest du mir einige Infos geben, wie du die Reise gemacht hast?? Ich habe mir vor ein paar jahren shcon daran gedacht, aber irgendwie fehlte mir die motivation. Da ich aber gerade, wie so viele hier tooootal fertig bin und auf jeden fall abstand suche, fände ich das eigentlich eine gute idee..

    bist du alleine den weg gegangen, wie hast du gestartet und das alles organisiert? Unterkunft etc...


    wäre echt lieb, wenn du mir da ein paar infos geben könntest..

    lg kipferl

  5. #5

    Franzi-Eee Franzi-Eee ist offline

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    Hallo Kipferl,
    gerne geb ich dir ein paar Informationen:
    Ich hab mir drei Wochen Urlaub genommen und fand dann, dass Burgos ein guter Ausgangspunkt ist, da man von da aus Santiago in drei Wochen gut erreichen kann, ohne in Stress zu geraten. Ich hab mir schon mit dem Hinflug einen Rückflug von Santiago ausgebucht, was ich auf jeden Fall empfehlen würde, da es sonst sehr teuer werden kann...
    Mit dem Flugzeug bin ich nach Madrid und hab von da aus einen Bus vom Busbahnhof nach Burgos genommen. Da fahren täglich mehrere. Man kann auch den Zug nehmen. Nachmittags kam ich dann auch in Burgos an und bin abends in die Pilgerherberge. Vor der Reise besorgst du dir rechtzeitig einen Pilgerpass bei einer "Jakobsgesellschaft". In diesen Pass kriegst du immer Stempel und hast auch die Berechtigung in Herbergen zu übernachten, die sehr günstig sind (Spenden bis etwa 8 Euro).
    Allzuviel planen muß und sollte man nicht. Überall gibt es Herbergen und ich glaub nur im Sommer kann es schon mal vorkommen, dass man eventuell kein Bett kriegt, da der Weg dann sehr überlaufen ist. Aber im Sommer würde ich eh nicht laufen, da es dann sehr heiß ist. Verlaufen kann man sich auch nicht, da der Weg sehr gut ausgeschildert ist.
    Ich bin allein gestartet, hab aber gleich Leute kennengelernt. Manchmal hab ich mir mehr Einsamkeit gewünscht. Das nächstemal im September möchte ich mich daher niemandem anschließen...
    Für den Weg selber brauchst du nicht viel Planung (ich war manchmal schon enttäuscht, wie einfach es heute den Pilgern gemacht wird: überall Herbergen, Getränkeautomaten, Brunnen; der Weg verfügt in Spanien über eine sehr gute Infrastruktur). Mehr Planung solltest du auf dein Gepäck und deine körperliche Kondition legen: Gut eingelaufene Schuhe, die nötigen Medikamente und Blasenmittelchen, wichtig ist auch Salbe gegen Muskelschmerzen, die hatte ich leider nicht dabei und leichtes Gepäck, bloß nicht zu viel, ich hab alles mit einer Briefwaage gewogen und vieles neugekauft, weil das, was ich hatte zu schwer war (letztendlich hatte ich etwa 9kg dabei)... Etwa eine Woche vor Start bekam ich furchtbare Angst und wäre am liebsten zu Hause geblieben. Jetzt kann ich nicht verstehen, warum ich solche Angst hatte. Wenn du mehr Fragen hast, beantworte ich sie dir gerne oder du suchst einfach bei Google...
    Viele Grüße
    Anna

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