Thema: Geburt in die Freiheit
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Braut
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Geburt in die Freiheit
Hallo Ihr Lieben,
seit nun 6 Wochen liegt die Trennung zu meinem Freund zurück, seit 2 Wochen weiss ich dass 'mein Platz' eine andere eingenommen hat, was noch mehr Schmerz auslöste in mir.
Es ist sicher keine neue Erkenntnis dass Trauer und Schmerz in Wellen kommen, doch mir wurde es diesmal so deutlich dass sich in mir ein Bild einer Geburt formte: 'Geburt in die Freiheit'. Anfangs kamen die 'Wehen/Schmerzen' so derbe und sehr schnell hintereinander (ich hätte nicht mehr ausgehalten, fühlte mich an meiner Grenze) doch mit kurzen Pausen zum Kraft schöpfen. Die Abstände wurden dann nach einem Tag schon etwas länger.... ich wollte auch nicht weglaufen, mich weder mit Musik oder sonstigen Dingen 'ablenken' sondern echt da durch auch um es hinter mich zu bringen. Dem Schmerz ins Auge blickend.... dann auch eine Phase des Selbstmitleids, doch nicht ewig darin verweilen und innerlich in eine Lähmung zu verfallen.
Schöne Erinnerungen der gemeinsamen Zeit nicht wegschupsen, sondern ziehen lassen, ihnen noch eines Blickes würdigen, doch sich nicht dranzuklammern, selbst das als Meditiation nehmen.
Es war nicht so dass ich mich vergrub und isolierte. Ich rief meine Freundin an, wir fuhren in den frühen Morgenstunden an den noch leeren See und dort tankte ich auf, schwamm große Runden und es tat sooo gut.
Ich nahm Bachblüten die meine Seele beruhigten und dann auch meine Gefühle besänftigten, doch zuvor musste ich hindurch wo alles in mir bebte, sehr tief bis in den Urgrund so erschien es mir.
Doch die Abstände wurden größer (hingegen der Geburt eines Menschen ist der Verlauf genau andersrum) und auch die Intensität lies etwas nach und wurde letztlich immer schwächer.
Was vor einigen Tagen noch tiefer verzweifelter Schmerz war ist heut 'nur' noch Traurigkeit, und ich denke die bleibt auch eine Weile über den Verlust dieser bestimmten Zweisamkeit die ich mit ihm hatte.
Doch ich kann mich inzwischen entscheiden, wann ich diese Traurigkeit fühlen will, denn es bricht nicht mehr so über mich hinein.
Ein Akt der Befreiung.
Wie habt ihr es erlebt?
LG
Inanna
- Erfahrener Benutzer
Diana''
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- 1.650
wow, sehr beeindruckend beschrieben.
Es ist richtig, den Schmerz anzunehmen und sich auseinander zu setzen. Verdrängung hilft nur zeitweise.
Die verschiedenen Phasen bewusst erleben und zulassen, so kann man sie verarbeiten.
Ich glaube, Du bist auf einem guten Weg zu Deinem persönlichen "Akt der Befreiung".
Lieben Gruss und viel Kraft
Darla


