Habe diesen threat schon in Liebeskummer eingestellt, ist daher nur eine wiederholung.

Wenn du den schon im anderen Bereich gelesen hast,, kannst also ruhig weiterwandern - verpasst sicher nix
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Habe gerade diesen Arikel gefunden

unter http://portale.web.de/Wissenschaft/P...msg_id=4141336

Sollte er da nicht mehr sein, stelle ich ihn noch als text dazu - ihr solltet aber erstmal den link verfolgen, da sind noch querverweise die ebenfalls gut sind.

Gruß
Das Thomas

Mannheim (dpa/gms) - Gegen Husten gibts Hustensaft, bei Kopfweh eine Tablette. Nur gegen Liebeskummer gibt es keine Medizin. Und doch macht er regelrecht krank. Fast alle jedoch stürzt die Trennung vom geliebten Partner in eine schwere Krise. «Man darf gerade in der ersten Phase einer Trennung nicht von sich erwarten, normal zu funktionieren», sagt die Psychotherapeutin Doris Wolf aus Mannheim.

«Selbst wenn man vorher ein ganz vernünftiger Mensch war, der mit seinen Gefühlen gut umgehen konnte, tauchen da plötzlich Emotionen auf, die man so noch nie erlebt hat.» Männer gehen damit oft anders um als Frauen: Neigen erstere dazu, Schmerz zu verdrängen und sich mit Arbeit, einer neuen Beziehung oder Alkohol abzulenken, leiden letztere oft unter Depressionen und Schuldgefühlen.

Dafür steht Frauen laut Wolf aber meist die beste Freundin zur Seite, die tröstet. Das ist wichtig, denn Wut und Trauer müssen heraus. Dabei sollte vermieden werden, den Partner zu idealisieren und sich an Erinnerungen zu klammern, rät Dorothea Böhm, Psychologin aus München: «Kein Bild von sich und dem Ex hinstellen, vor dem jeden Tag ein Tränenschwall vergossen wird. Ein Restaurant, das man gemeinsam besucht hat, ist tabu.»

Auch der Versuch, «Freunde» zu bleiben, scheitert meist, so Böhm. Meist steckt dahinter auf einer Seite die Hoffnung, ihn oder sie zurück zu gewinnen. So blockiert man sich für Neues, Enttäuschungen sind programmiert. «Sich anzubieten wie sauer Bier, bringt es nicht.» Besser sei ein Tagebuch mit Negativspalten. So wird deutlich, welche Schwächen der Partner hatte. «Schon beim Schreiben entsteht eine gewisse Distanz zum Erlebten», erklärt die Psychologin Gina Kästele, die in München Seminare zur Trennungsbewältigung anbietet.

Auch Rituale können helfen. Dem einen richt dabei laut Kästele ein nie abgeschickter Abschiedsbrief zur Trauer-Bewältigung, andere ziehen Malübungen vor. Um Wut abzureagieren, dürfen durchaus auch rohe Eier in die Badewanne geworfen werden. Sogar der danach nötige Großputz hat seinen Sinn. «Bei einer Trennung läuft nicht nur die Seele, sondern auch der Körper Amok. Er steht unter extremer Spannung», so Wolf. Diese muss durch Bewegung abgebaut werden, egal ob Radfahren oder eben Putzen. Daher ist auch die Ernährung wichtig: «Man sollte, auch wenn man keinen Appetit hat, darauf achten, wenigstens Vitamine zu sich zu nehmen.»

Sich selbst Gutes zu tun und Spaß bringende Dinge zu unternehmen, ist der beste Weg, um aus dem seelischen Loch herauszukrabbeln, raten die Expertinnen. Das kostet allerdings viel Kraft. «In der ersten Zeit muss man sich vielleicht für die Wochenenden einen richtigen Aktivitätsplan erstellen, um nicht abzurutschen», sagt Doris Wolf.

Sobald der Verlassene aufhört, sich mit Fragen nach dem «Was wäre gewesen, wenn?» zu quälen, stellt er fest, dass die neue Situation auch Vorteile hat. «Plötzlich merkt man, hier schränkt mich nichts mehr ein, dort nörgelt niemand mehr», sagt Böhm. Statt sich in das Schneckenhaus zurückzuziehen, sollte die Chance für einen Neustart genutzt werden: «Es hat keinen Sinn, die Schuld auf den anderen zu schieben und sich selbst zu bemitleiden.»

Literatur: Gina Kästele: Und plötzlich wieder Single. Eine Trennung bewältigen und neue Perspektiven entwickeln, Kösel-Verlag, ISBN 3-466-30482-2, 15,95 Euro; Doris Wolf: Wenn der Partner geht, PAL Verlagsgesellschaft, ISBN 3-923614-74-8, 12,80 Euro.



© dpa - Meldung vom 30.12.2003 09:40 Uhr
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Siehe auch: Leben & Szene

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