Thema: Depression
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JohnDing
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Depression
Hallo Leute,
schlecht fühlen sich hier (leider) viele von euch, aber mich würde mal interessieren, ob jemand von euch schon Erfahrungen mit richtigen Depressionen gemacht hat. Auch gerade in Verbindung mit einer Trennung und Liebeskummer.
Ich bin offenbar gerade in dieser Situation. Normaler Alltagsstress überfordert mich häufig, ich habe zu kaum etwas wirklich Lust, selten kann mich etwas erfreuen, häufige Unruhe und Nervosität, manchmal Schwindel- oder Panikattacken, immer angespannt. Und die ständigen Gedanken an meine Ex-Freundin (die ich immer noch unendlich vermisse) machen es nicht gerade leichter. Ich war vor ein paar Jahren schon mal wegen Depressionen (durch Stress verursacht) in Behandlung, dann war es wieder gut, allerdings nie ganz weg.
Würde mich freuen, ein paar Erfahrungen oder Meinungen zu hören!
Gruß, King Crimson
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Germania
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hallo king crimson,
habe mal einiges über das thema gelesen, weil es mir auch schon oft so ging. manchmal war ich grundlos einfach nur traurig und wollte nicht mehr aufstehen. mein ex und ich haben jetzt die zweite trennung hinter uns. bei der ersten trennung hatte ich ganz schwere depressionen, die sogar dahin gingen, das ich nicht mehr leben wollte. diesesmal ist es deutlich besser, aber an manchen tagen (vorallem wochenende) ist es sehr schlimm. ich fühl mich schlapp, will nichts mehr tun, kann mich an nichts mehr erfreuen. hab heute sogar schuhe gekauft, und das freut mich garnicht!
du warst deshalb schon in behandlung und es hat nichts geholfen? das zerstört jetzt so ziemlich meine letzte hoffnung auf besserung. ich weiß nicht woran es liegt. für mich persönlich ist klar, das ich beginnen muß mich selbst zu lieben, klingt blöd, aber soll helfen. wenn ich mich und mein leben toll finde, dann hoffe ich, das ich mit schweren situationen besser zurecht komme.
gruß tigermaus
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JohnDing
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Also, geholfen hat die Behandlung damals schon. Wie gesagt, die Ursachen damals hatten auch nichts mit Liebeskummer oder so zu tun sondern wegen Stress mit der Diplomarbeit. Es war im medizinischen Sinne auch nur eine leichte Form, ich habe ein halbes Jahr lang Antidepressiva genommen. Damit ging es ganz gut.
Jetzt bin ich nicht in Behandlung, ich überlege aber langsam, ob es nicht besser wäre. Es ist sehr schwer, sich da selbst rauszuholen, selbst wenn man sich der Tatsachen und Umstände bewußt ist.
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Germania
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ich hab mich ja jetzt nicht so intensiv mit dem thema bisher beschäftigt, weil es auch noch nicht konkret bei mir diagnostiziert wurde, aber hat eine depression nicht andere ursachen? ich meine liebeskummer, streß usw. sind doch nur auslöser, oder? und der wahre grund, warum man solche gefühle hat, der ist doch ein anderer. ich nehme zur zeit johanniskrauttabletten, die helfen etwas, aber es dauert lang bis sie wirken. und man muß sie regelmäßig einnehmen. so richtige hammer medikamente lehne ich ab. eben weil ich glaube, das sie nicht die tatsächliche ursache bekämpfen.
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JohnDing
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Na ja, so intensiv habe ich mich auch wieder nicht damit beschäftigt, die Auslöser und Ursachen sind bestimmt vielfältig und nicht so leicht zu greifen. Und vielleicht auch bei jedem anders. Antidepressiva sind übrigens nicht zwangsläufig Hammertabletten. Am Anfang und am Ende gibt es gewisse Nebenwirkungen, die vergehen aber schnell. Danach merkt man sie nicht mehr, es geht einem halt nur wieder besser. Nicht übertrieben aufgeputscht oder sowas. Nur wieder normaler. Die Dosis war auch nicht so hoch.
Aber eigentlich will ich die Dinger nicht wieder nehmen müssen, und auf Psychater oder sowas habe ich auch keine große Lust. Ist echt nicht leicht.
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Germania
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da kann ich dich voll und ganz verstehen! und vorallem ist es erschreckend wie schwer es ist einen therapieplatz zu bekommen! zumindest wenn man nicht unbedingt während der arbeitszeit hingehen kann/will. also hier bei uns gibt es wahrlich nicht wenige psychotherapeuten, aber was ich damals rumtelefoniert habe! und letztenendes hat es mir doch nichts gegeben und ich habe alles abgebrochen. wir sind ja nicht mal soweit gekommen, dass sie mir hätte irgendetwas verschreiben können.
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JohnDing
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Wahrscheinlich ist die Nachfrage nach Therapieplätzen sehr groß. Es haben wohl mehr Leute Probleme, als man denkt. Nur spricht kaum jemand drüber, weil es z.B. Schwierigkeiten am Arbeitsplatz geben könnte oder die Leute über einen reden könnten. Es gibt viele andere Möglichkeiten, sich selbst zu helfen, nur ist es nicht so leicht, das auch umzusetzen.
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Rabenstein
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Hallo King!
Zu den Ursachen wollte ich noch sagen: Ja, es ist möglich, durch starken Liebeskummer Depressionen zu bekommen.
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Sandra 200
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In erster Linie sind es aber die Gedanken, die man sich über sich, die Dinge und die Welt macht.
Ich kann Dir ein Buch empfehlen, was Dir helfen könnte etwas klarer zu sehen. Wenn Du magst:
"Aussöhnung mit dem inneren Kind", Erika J. Chopich und Margaret Paul, Bauer Verlag, ISBN 3-7626-0536-X.
Ein Buch welches Dir helfen könnte, Deine Lage aus einem anderen, neuen Blickwinkel zu sehen.
(und sich selbst auf die Schliche zu kommen).
Alles Gute.
LG
Girlfriend
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Sandra 200
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Zum Thema; guckst Du hier:
http://www.vitanet.de/gesundheitsrat...he/depression/


