1. #1
    Gast
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    ARTIKEL UND PAA GEDANKEN ZUR TRENNUNG WENN DER MANN GEHT


    Mit der Ehe ist es wie mit dem Urlaub: Am Ende erinnert man sich nur noch an die schönen Augenblicke. Alles andere ist vergessen oder verdrängt.

    Auch wenn es tagelang Bindfäden regnete – man erinnert sich nur noch an diesen einen Sonnentag, an dem das Meer so blau war.

    Und der Wind so weich. Und wie das alles geleuchtet hatte damals.
    Genauso ist es mit der Ehe, rückwirkend betrachtet. Es gibt da einen klassischen Dialog zwischen Eheleuten, die sich trennen. Also: Der Mann will weg. Die Frau versteht nicht, warum. Und fragt:

    „War denn alles schlecht in unserer Ehe?“ Darauf er, den Blick zur Tür: „Nein, nein, natürlich nicht.“ „Was war denn gut?“, fragt sie, Hoffnung schöpfend. Er, jetzt extrem genervt: „Das haben wir doch schon alles...“ Sie unterbricht ihn: „Wir haben uns doch so geliebt!“

    „Ja“, sagt er, „klar“. – „Aber das ist Vergangenheit.“ Dann schlägt die Tür. Während der Mann in den Armen der anderen von neuen Empfindungen und neuer Zukunft schwärmt, wird die Verlassene und Verletzte mantrahaft die Bilder der Vergangenheit heraufbeschwören:

    Der erste Kuss, die Liebesnacht am See, der Urlaub mit den Kindern... So driften beide immer weiter voneinander weg. Die Frau flüchtet sich in geschönte Erinnerungen, der Mann hingegen zählt grimmig all die Fehler auf, die seine Ex gemacht hat.

    Er tut das auch, um sein schlechtes Gewissen zu beruhigen, um seiner Schuld die Schwere zu nehmen. Ein Leben mit der Ex kann er sich nie mehr vorstellen.

    Ja, geradezu wundert es ihn, dass er es überhaupt so lange ausgehalten hat. Damit wird er nicht fertig.

    Man kann aus einer Ehe zwar ohne Koffer verschwinden, aber nicht ohne seelisches Gepäck. Das lastet schwer auf den Schultern. Das hält man nur aus, wenn man seine Tricks gelernt hat. So gehört es auch zum Spiel, dass man die neue Frau an der Seite des Ex-Mannes verteufeln muss, sie ist es, die ihn geblendet und am Denken gehindert hat.

    Im Leben verlassener Frauen gibt es immer zwei Männer: Den einen, in den sie sich verliebte, charmant und fürsorglich, und dann den anderen, den Wüstling, das Sexmonster. So kann sie in Erinnerungen an schöne Zeiten schwelgen und sich gleichzeitig distanzieren von dem, was sie als großen Schmerz erlebt hat.

    Es gibt nichts Faszinierenderes als den Menschen in seinem ewigen Kampf um Glück.

  2. #2
    Gast
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    das mag ja sein, aber das klingt so, als ob jede verlassene frau extrem naiv ist. kann dem nicht so ganz zu stimmen
    lola

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