hab in letzter Zeit nachgedacht und frag mich, was Liebeskummer überhaupt ausmacht.
Ist es wirklich das Gefühl, das der andere nicht mehr da ist, was weh tut?
Oder ist es das Gefühl, das der andere evtl. mit jemandem anderem glücklich ist?
Ich geh mal von mir aus. Ich bin von niemandem abhängig und kann mein Leben komplett allein managen. Trotzdem tuts irgendwie weh, wenn die Person nicht mehr (für einen) da ist.
Also entfällt das "ich kann nicht ohne dich" doch eigentlich.
Wäre es nicht so viel einfacher, wenn man die verlorene Person einfach so aus dem Leben blenden könnte?
Nach einer Trennung geht es mir am besten, wenn ich Null Kontakt mehr habe. Kein Sehen, Hören, Reden .. auch nicht über dritte. Dann fällt es mir einfacher damit klar zu kommen.
Also überlege ich gerade, warum LK entsteht. Es ist doch eher der Egoismus, der den Schmerz erzeugt, die vergange Person mit neuem Glück zu sehen...
Andererseits wenns keinen Liebeskummer gäbe, würdes es wahrscheinlich auch die Liebe nicht geben. Es ist einfach so schön Verliebt zu sein und auch begehrt zu werden, dass, wenns aus ist der Körper quasi einen entzug durchmacht, wie wenn ein Drogenabhängiger kein Zeug mehr auftreiben kann..
hab da vor kurzem was im inet gefunden, oder sogar den link hier ausn forum? ich weiss es nimmer, guck selbst:
Ich denke man verliebt sich unbewußt in die Personen, die einem eine "neue" Welt eröffnen, die sozusagen den eigenen Horizont erweitern, die Dinge hervorufen, die man selbst nicht hervorufen konnte. Und wenn diese Person dann geht, geht auch diese kleine Welt mit ihr. Man verliert halt ein Stückchen...natürlich kann man auch ohne dieses kleine Stückchen leben...aber der Liebeskummer ist Ausdruck des Verlustes. Du hast mein Leben auf irgendeine besondere Art bereichert...nun bist du fort und das tut weh.
Erst wenn das eigene Leben wieder zentral wird, dann ist der Kummer vorbei.
Original von Gast
Ich denke man verliebt sich unbewußt in die Personen, die einem eine "neue" Welt eröffnen, die sozusagen den eigenen Horizont erweitern, die Dinge hervorufen, die man selbst nicht hervorufen konnte. Und wenn diese Person dann geht, geht auch diese kleine Welt mit ihr. Man verliert halt ein Stückchen...natürlich kann man auch ohne dieses kleine Stückchen leben...aber der Liebeskummer ist Ausdruck des Verlustes. Du hast mein Leben auf irgendeine besondere Art bereichert...nun bist du fort und das tut weh.
Erst wenn das eigene Leben wieder zentral wird, dann ist der Kummer vorbei.
sehr gut. besser hätte ich das nicht ausdrücken können.
Habe mir erst heute morgen gedacht dass ich genau das schmerzlich vermisse: diese neue kleine Welt die sich aufgetan hat. Und die jetzt weg ist und mit der ich mich nich tmehr befassen kann / darf weil es nur wehtun würde.
WEil eine Tür wieder zugefallen ist...und diese WElt / Zeit nur noch in meiner Erinnerung existiert.
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