Fassetten des Seins

... Und wieder mal erwacht ein neuer Tag in meinem Leben. Die verheißungsvollen Strahlen der Sonne besiegeln den Packt und erhellen den Horizont an dem zahllose Schatten sich qualvoll unter ihrer Last winden und wiegen.

Angsterfüllt blicke ich hinaus ins Nichts meines Seins und wünschte mir unter schimmernden Tränen, die sich ergießen, es würde endlich enden.

Die Sonne am Horizont nicht mehr schmerzvoll in meinen Gedanken brennen und mir von einer Welt erzählen die mir entsagt ist. Welche Existent in Unwissenheit fleischlicher vergänglicher Marionettenwesen ihr Dasein fristet.

Vergebens ist mein innerlicher Kampf, mein zweifelhafter Wunsch von dieser Blindheit kosten zu dürfen um einmal aus meinem Dasein zu flüchten und trotzdem äußerlich meine fleischliche Hülle zu waren. Nicht noch das zu verlieren was mich in goldenen Ketten gelegt an diesem Ort in diesem Körper gefangen hält und mich innerlich in Stücke reißt!

Meere aus Trümmern zurück lässt als Zeugen für die Ewigkeit geschaffen unvergänglicher Selbstaufgabe.

Gedanken überkommen mich plötzlich wie ich so am Fenster stehe und meine Augen zusammenkneife, weil das strahlende Antlitz der Sonne die Leeren Augen blendet mit denen ich gesegnet bin. Sie überkommen mich abrupt und reißen mich mit roher Gewalt aus meinem Leidenerfüllten Träumen, die mich niederstoßen in die bodenlose Tiefe meiner kaputten Seele.

Gedanken die drückend von der Hilflosigkeit, von der Machtlosigkeit berichten die mich füllt hinter der Fassade einer gemalten Maske für die kalte Anderswelt die mich umgibt.

Nicht aufzufallen ist der Drang der mich trieb sie zu malen um zwischen den Massen von Wesen die mich umgeben zu bestehen, die mit Drogen und zwanghaften Süchten ihre Menschlichkeit ertränkend und Still schweigend ihren materiellen Werten hinterher jagend um trügerische Vergänglichkeit, stumpfe Glückseeligkeit ihrer heuchlerischen Selbst zur unsichtbaren Zweifel und Widerspruchslosen Absolution zu diktieren.

Seufzend schlucke ich diese Wahrheit während mein Blick sich schweifend von der Makellosigkeit und der majestätischen Pracht der Vollkommenden Sonne löst. Widersprüchlich und unwirklich erscheint sie mir zugleich in ihrer Gestalt und ihrer ausweglosen Prägung des Erdenreiches. Eine normalisierte vorausgesetzte Form der Verantwortung die Widerspruchslos ertragen werden muss.
So erscheint mir die unglaubliche Kraft im Angesicht der gepressten Norm ihrer Erscheinung und die Energie die sie Ausstrahlt als viel fesselnder wie ich im ersten Moment annahm.

Gebannt in ihrem betörenden Wahn der meinen nicht enden wollenden Kreis der Gedanken schließt, sinke ich erschöpft auf meinem Bett nieder. Eiseskälte erfüllt mich und bedrohliche Angst kriecht unaufhaltsam mir den Rücken hinauf und fesselt mich lähmend in mir selbst.
Aussichtslose, erdrückende Krämpfe die sich wie eine schlinge Fest um Hals und Brust schnüren, desto mehr ich mich währe sich bedrohlich weiter zusammen ziehen und mich abermals die Todesangst spüren zu lassen.

Stumme Schreie, kein Wort das die Lippen verläst um zu verlauten den letzten Hilfeschrei in die Weite meiner brach da liegenden Welt, entgleite ich meiner Gedanken, meiner Hülle und meines Seins, für wenige Momente. Doch das Erwachen aus den selbigen zieht mich mit jedem Male tiefer in den Abgrund und lässt mir mit jedem Meter den Wunsch nach allem schmerzen Ende, entgegen jeder Norm gesetzten als Menschlich verschrienen, so genannten Vernunft, verführerischer erscheinen!

Doch die Wunden sitzen tief, schmerzen schrecklich die dieses entgleiten meiner Selbst auslöst und brechen die Makellosigkeit meiner äußeren Erscheinung über meine Maske hinaus. Sichtbar für jeden und körperlich schmerzhaft spürbar für mein so verhasstes Selbstbildnis versuche ich verzweifelt zu verbergen unter sich verstrickenden Lügen und verdeckenden Malen, was prangend blutend meine fleischliche Hülle zeichnet!

In Tränen eingehüllt und Angsterfüllt versinke ich erschöpft in eine von grauen erfüllte in Nebelschwaden verhüllte Albtraumwelt um am darauf folgenden Morgen Kraftlos zu erwachen und den immerfort währenden Kreis somit wieder zu schließen und die Zeilen von neuen beginnen zu lassen, mit denen ich hier Anfing! Doch mit einem Unterschied die Zeit heilt die Wunden nicht, die Zeit fügt neue hinzu und beweist mir immer wieder wenn ich denken sollte das es nicht schlimmer werden könnte, das es geht und hat auch nicht die Scheu es mir zu beweisen und die grauenvoller Realität und Wahrheit zu diktieren…