1. #1

    jonas Y jonas Y ist offline

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    Geschafft! Aber...

    Ich habe es geschafft, meine Exfreundin aus meinem Leben zu isolieren. Seit März diesen Jahres ist dieser Vorgang vorangeschritten.
    Ich schaffe es zwar, ein geregeltes und zufriedenes Leben ohne sie zu führen, jedoch würde ich es nicht schaffen, sie irgendwann wieder zu erblicken.
    Ist es normal, dass man nach dem Liebeskummer noch immer nicht mit einer Wiedersehen-Situation klar kommt? Gibt es Tipps, wie man die totale Gleichgültigkeit erreicht und den/die Expartner/in für immer aus seinem Gefühlsleben streichen kann?


    Gelernt habe ich vieles in den letzten Monaten. Ich war nicht mehr ich selbst in der Beziehung, zu vieles wurde nur durch die Partnerschaft lebenswert, so schien es. Das habe ich erkannt.
    Auch gestern empfand ich es erstaunlich erschreckend, als ich ein befreundetes Pärchen auf einer Geburtstagsfeier sah. Der Freund einer ehemaligen Schulfreundin von mir war immer am 'hinterherdackeln', gab bei jeder Situation nach, wenn seine Freundin rumgezickt hat. Er richtet seine Zukunft nach dieser Frau aus. Ich fand es einfach nur erschreckend, was eine Partnerschaft aus Menschen anrichten kann. Wenn keine Balance gegeben ist, wird irgendwann jemand auf die Nase fliegen und leiden.
    Zurück zum Thema:
    Auch habe ich gelernt, dass ich ohne die körperlichen Nähe auskommen kann (oder muss). Und des weiteren, dass ich die Situation gut verarbeitet und aus dem Alltag verdrängt habe und mir die Partnerschaft zu meiner Ex fast surreal, ja als nie existent vorkommt. In etwa wie ein schwarzer Fleck in der Vergangenheit, obwohl es gerade mal 5 Monate her ist! Ich denke eine mögliche Erklärung ist, dass ich mich insoweit in eine Richtung verändert habe und dabei meine vorherige Persönlichkeit (in der Beziehung) nicht mehr mit der jetzigen vereinbaren kann. Die entstandene, gestärkte Persönlichkeit nach der Beziehung wird nicht mehr so stark von der Situation ergriffen, fühlt sich praktisch unberührt. Manchmal jedoch falle ich ein wenig zurück und denke nach, wie alles doch gewesen ist. Es ist zum Glück sehr selten geworden.

    Ich denke, die letzte Herausforderung eine/r/s Expartner/in/s ist, der ehemaligen Liebe unter die Augen treten zu können, ohne dabei sentimental und schwach zu werden. Es wäre das Zeichen, dass man es entgültig überstanden hat. Dafür bin ich jedoch noch nicht zu haben...auch mit der erweiterten, neuen Persönlichkeit (noch) nicht. Ich wollte dies alles nur noch einmal für mich persönlich los werden, vielleicht hat die Eine oder der Andere sich selbst auch schon mal aus derselben Perspektive betrachtet, konnte es jedoch nicht umschreiben. Vielleicht möchte sich auch irgendwann jemand mal aus dieser schmerzfreien, ohne Liebesleid geplagten Lage sehen und kann durch diesen Beitrag hoffen: Ja..das kann und werde ich auch hinbekommen!
    Liebe Grüße,

    Dennyboy




  2. #2

    nichtsozufrieden nichtsozufrieden ist offline

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    Stimmt, erst wenn man sie/ihn wieder treffen kann und kein flaues Gefühl im Magen hat, hat mans wirklich überstanden.... Wie man das Ziel erreicht - hm gute Frage, nach diesem Weg such ich selbst auch immer noch.
    Vielleicht wäre eine Lösung, es eben einfach zu tun, also sie/ihn mal wieder zu treffen. Sich einfach der Situation zu stellen - wenn man denkt man ist soweit. Ich denke, das ist einfach ein weiterer Meilenstein in der Überwindung der Trenung. Du sagst selbst, du bist zwar über den Berg, aber noch nicht zu einem Treffen bereit. Hört sich eigentlich rehct gut an, für nur 5 Monate danach. Also ich glaube du bist auf einem guten Weg, lass dir einfach noch ein bisschen mehr Zeit, bist du das Gefühl hast, du bist soweit. Du wirkst auf mich recht abgeklärt, ich kann mir nicht vorstellen, dass du die nächste Hürde nicht auch noch packst.

  3. #3

    jonas Y jonas Y ist offline

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    @ UnhappyElch

    Danke für den Beitrag.
    Ich versuche einmal einen allgemeinen Umriß dazu zu formulieren.
    Der Liebeskummer ist eine Extremsituation für jeden Menschen. Das Resultat daraus ist, dass man sich verändert,; ohne Auswirkungen auf die Persönlichkeit kommt keiner davon! Bei mir persönlich entwickelte sich darüber hinaus eine 'Abgeklärtheit', wie du es sagtest. Sie besteht aus einer Gefühlskälte gegenüber der Exfreundin und den Willen, im Leben voran zu kommen. Sicher auch noch andere, sekundäre Gründe die ich aber nicht definieren kann. Ich denke, hat man diese zwei Eigenschaften in sich, geht der Liebeskummer vorüber.

    Was mir dann hier im Laufe meiner aktiven Zeit aufgefallen ist: Viele Klammern sich an die Vergangenheit, geben sich dem Leid schutzlos ausgeliefert hin und merken es nicht einmal, dass sie im Leben damit nichts mehr erreichen. Das Gejammer und Trauern; in den ersten Monaten verstehe ich es vollkommen. Aber um Himmels Willen, kann es sein dass man eine sehr lange Zeit, sogar Jahre, trauert und weint? Wo bleibt da die Abgeklärtheit und der Ehrgeiz, weiter zu kommen?
    Aus Prinzip habe ich mich nicht mehr dem Schmerz ausgesetzt, weil ich wusste, dass meine Exfreundin wieder ein geordnetes Leben führt. Soll ich dann weinen und schluchzen und selbst mein Leben kaputt machen? Was nutzt mir Trauer, Wut, Liebe wenn die Beziehung beendet ist und neue Wege von beiden Seiten eingeschlagen werden? Ich war mir ehrlich gesagt zu schade dafür, mich der Willkür und Kontrolle meiner Exfreundin hinzugeben, wenn ich sie, wie es leider viele tun, angbettelt hätte! Das Aufstehen ist das Wichtige beim Liebeskummer. Das stellt das Ziel dar und nicht, wie viele vermeintlich glauben, mit der/dem Expartner wieder zusammen zu kommen!

  4. #4

    nichtsozufrieden nichtsozufrieden ist offline

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    Original von dennyboy
    Das Aufstehen ist das Wichtige beim Liebeskummer. Das stellt das Ziel dar und nicht, wie viele vermeintlich glauben, mit der/dem Expartner wieder zusammen zu kommen!
    AMEN Dennyboy. Das Problem ist hierbei, dass man den Zeitpunkt nicht verpasst, wo man die Kurve kriegt... weil sonst gewöhnt man sich daran zu trauern und kommt gar nicht mehr auf die Beine. Hängt natürlich von jedem selber ab, schade dass nicht alle so stark sind, und nach vorne schaun können. Ich denk aber, dass es die meisten schon schaffen.... die die hier im Forum sind und mehrere jahre dem andern hinterher weinen, sind eher selten, und wenn, dann meistens auch nur noch aus Sehnsucht an alte Tage und nicht weil sie noch in der ersten Phase der Trauer stecken.
    Du hast recht, auch diese Sehnsucht ist noch ein Zeichen, dass man nicht davon loskommen kann, aber jeder Mensch ist anders, und wenn man niemanden anderes findet, oder man nicht im Streit auseinanderging, kann das schon mal länger als ein halbes Jahr dauern. Meiner Meinung nach, ist es immer noch einfacher, wenn man im Streit auseinander gegangen ist. Es ist zwar am Anfang umso schwieriger, aber man hat hier die Möglichkeit eine Art Hass - oder wie du es beschreibst Gefühlskälte - aufbaun, was enrom hilft, den Trennungsschmerz zu überwinden. Eine Trennung ohne Streit ist glaub ich viel schwieriger zu verarbeiten und braucht mehr Zeit.

  5. #5

    jonas Y jonas Y ist offline

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    Das Amen gibt es nur in der Kirche!
    Meine Beziehung ist auch nicht im Streit beendet worden. Es hört sich so an, als ob meine Umstände einfacher gewesen sein sollen. Dem ist sicher nicht so.
    Mit dem Beitrag wollte ich rigoros aufdecken, das sich manche Menschen einfach von der/dem Expartner unterbuttern und 'kontrollieren' lassen. Hoffnung als Leckerli, Liebe als zeitbegrenzte Belohnung...
    Schlichtweg fehlt einigen Menschen leider diese Fähigkeit des durchschauens. Auch nicht, wann die Grenze erreicht ist, bis man sich ins Lächerliche zieht.

  6. #6

    nichtsozufrieden nichtsozufrieden ist offline

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    Sorry, wollte deine Umstände nicht als einfacher hinstellen. Kenne sie außerdem gar nicht. Ich denke nur, dass eine Trennung im Streit EVENTUELL schneller zu verarbeiten sein KÖNNTE - nicht muss. Hab ich wohl falsch rübergebracht.

    Original von dennyboy
    Mit dem Beitrag wollte ich rigoros aufdecken, das sich manche Menschen einfach von der/dem Expartner unterbuttern und 'kontrollieren' lassen. Hoffnung als Leckerli, Liebe als zeitbegrenzte Belohnung...
    Das meinte ich mit Trennung ohne Streit... wenn man danach noch zuviel Kontakt hat, weil man weiterhin "gut befreundet" ist.

  7. #7

    Blind_Date Blind_Date ist offline

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    Hallo Dennyboy

    Guter Beitrag von dir!
    Hab auch schon das Gefühl gehabt das es die Bezieung zu meiner Ex nie gegeben hat bzw hätte! Es war wie du sagst so ein schwarzer Fleck als ob es sie nie gegeben hätte!
    Ich kann mich teilweise auch nicht an sie erinnern, sie scheint so weit weg u verschwommen, es kommt dann auch vor das ich zufällig auf ein Foto von ihr stoße u dann denk ich mir aha das ist sie gewesen!

    Ich denke auch das es ein Gefühl des Verdrängens ist u das man das beiseite schieben will um damit abschließen zu können.

    Ich denke auch das es leichter ist sich im Streit zu trennen da man meisten einen Zorn u Haß auf den Partner hat aber wenn es von heut auf morgen kommt siehts natürlich ganz anders aus(ist mir auch so passiert-hatte keine Grund)

    Grüße

  8. #8

    Daniela_Dortmund Daniela_Dortmund ist offline

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    Hallo dennyboy,
    ein wirklich guter Beitrag, der auch zeigt, daß Du auf Deinem Weg schon sehr weit vorangekommen bist.

    Du hast recht, viele Menschen geben sich selbst in einer Beziehung auf und merken es nicht einmal. Dann, wenn sie es endlich merken, ist es zu spät und es endet in einer "Tragödie". Und genau das ist ja die Kunst einer guten Patnerschaft: daß beide Teile sich akzeptieren wie sie sind und niemand versucht, den anderen "unterzubuttern". Dafür den richtigen Partner zu finden, ist auch eine Kunst.

    Die Phase der Trauer dauert bei jedem unterschidlich lang an. Ich denke, es gehört sehr viel Kraft und auch Mut dazu, wieder hinauszugehen, den Kopf zu recken und ein neues Leben zu beginnen. Vor allem, wenn die Beziehung lang angedauert hat. Man trägt so viele Wunden und Enttäuschungen mit sich herum, daß man sich manchmal in seinen vier Wänden bzw. seiner Trauer sicherer fühlt.

    Ich weiß nicht, ob es leichter ist, wenn man im Streit auseinandergegangen ist. Es tut vielleicht mehr weh und Wut oder Hass sind Gefühle, die man leichter konstruktiv umsetzen kann als Trauer. Ich habe mich von meinem letzten Freund im sehr Guten getrennt und habe jetzt das Gefühl, daß wir uns gegenseitig blockieren, die Zeit und Luft nehmen, etwas Neues anzufangen, weil wir uns halt noch öfters sehen und uns gegenseitig helfen.

    Eines habe ich jedenfalls gelernt: wirklich darüber hinweg ist man erst dann, wenn man dem ehemaligen Partner gleichgültig gegenübersteht - keine Gefühle merh hat - auch nicht Wut oder Hass.

    Mach weiter so, dennyboy, ich hoffe, Dir bald zu folgen!
    LG
    Betty

  9. #9

    Knight_Rider Knight_Rider ist offline

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    Guter Beitrag, dennyboy.
    Ich denke dafür das es bei dir "erst" 5 Monate her ist, siehst du schon wieder ziemlich klar. Ich hab irgendwo gelesen, dass es bei Beziehungen, die länger als 5 Jahre dauerten ca. 2,5 Jahre dauert, bis man darüber hinweg ist. Scheint bei dir ja wesentlich schneller zu gehen. Aber vielleicht ist die obige Zahl ja auch übertrieben.
    Bei mir ist es ja nun einen Monat her. Ich spüre auch, dass es mir langsam besser geht (naja, das ist übertrieben, "nicht mehr ganz so schlecht" trifft es wohl eher), aber mir fehlt noch die Perspektive, zu erahnen wohin es wie weitergeht.

    Das mit dem Treffen ist eine ganz böse Sache finde ich. Bin froh, wenn ich sie nicht sehe (nun über eine Woche). Kommt sie aber zur Tür rein, kommt der nächste Rückfall.

    Würde mich freuen, nach weiteren 4 Monaten so weit zu sein, wie du jetzt.

  10. #10

    höller höller ist offline

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    Hoffnung als Leckerli, das kenne ich nur zu guuut!
    Es ist echt schlimm wie oft man darauf reinfällt weil man blind vor Liebe ist.
    Wurde ja selber 5 Monate warm gehalten um nun endgültig gegen die andere ausgetauscht zu werden.
    Irgendwie kann ich das Gefühl nicht mehr nachvollziehen dass ich mal mit dem glücklich war...

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