- Benutzer
huge
- Mitglied seit
- 24.06.2006
- Beiträge
- 93
hat jemand therapieerfahrung ?
also.. mein arzt hat mir eine therapeutin empfohlen.. hab da auch schon angerufen.. geht allerdings immer nur n anrufbeantworter ran. meinte mein arzt schon, das man bei der wohl "kämpfen" muss. ich wollte gern mal wissen wie sowas abläuft.. obs hilft ( also das es keine wunder zwingend bewirkt is mir schon klar) etc. .
da ich halt nicht mit meinem liebeskummer klar komme und es meine lebensqualität zu arg beeinträchtigt habe ich miche ntschlossen das mal zu versuchen.. was meint ihr so dazu?
- Erfahrener Benutzer
Unmöglichkeit
- Mitglied seit
- 05.12.2005
- Beiträge
- 1.152
Hi, also ich war noch nie in einer Therapie...aber im Normalfall hilft eine Therapie schon...
Ich weiß nicht, ob es viele Leute gibt, denen es nach der Therapie schlechter geht...aber ich kenne einige, denen es mittlerweile auf jeden fall besser geht!
Wie ich zu einer Therapie stehe?
Ich hab da irgendwie eine sehr ungewöhnliche Einstellung, da ich für mich selbst sage, dass ich niemals in eine Therapie gehen werde...
Das mag unterschiedliche Gründe (die ich, wenn ich sie selbst höre sogar teilweise für sehr kindisch halte...) haben...
Die Angst davor sich anderen Leuten richtig zu öffnen...
Die Angst davor als Irrer abgestempelt zu werden...
Aber der Hauptgrund ist, dass ich weiß, dass diese Leute viel über die Psyche eines Menschen wissen und sie auch in gewissem Maße manipulieren können und das macht mir am meisten Angst...
Ich wollte dich jetzt nicht verunsichern, aber du hast ja gefragt, wie wir so dazu stehen...
Und wie gesagt ich kenne einige Leute, bei denen (egal wegen was sie in ne Therapie sind) sich die Lage deutlich verbessert hat!
LG TQP!
- Erfahrener Benutzer
Walbi
- Mitglied seit
- 23.02.2006
- Beiträge
- 447
Schau Dir auf jeden Fall an, mit welcher Methode sie arbeitet - ich bin einmal zu der psychologischen Betreuung bei uns an der Uni gegangen, und das war mehr oder weniger ein Reinfall. Bzw. wenn es zu diesem Zeitpunkt nicht schon etwas besser gegangen wäre, wäre ich wohl endgütltig danach mit den Nerven fertig gewesen.
Grund: Sie hat ständig versucht, alles mit Ereignissen aus meiner Kindheit zu begründen.
z.B. Da ich dummerweise erwähnt habe, dass mein Vater oft auf Dienstreisen war, hat sie mir einen generellen Männerhass unterstellt, den sie als Frau! deutlich spürt. Aufgrunddessen habe ich nach ihrer Meinung meinen Ex in Wirklichkeit gehasst und nicht geliebt, und das hat er gespürt und hat sich deswegen von mir getrennt.....Ich sage nur: Danke! Das hat mir sehr geholfen, dass ich mich endlich wieder auf meine Uni konzentrieren konnte! *Ironie*
Ich war nur einmal bei ihr gewesen....
- Erfahrener Benutzer
Morx
- Mitglied seit
- 09.05.2006
- Beiträge
- 683
Mein Mann macht eine Gesprächstherapie, bei der ich inzwischen einige Male dabei war (geht u.a. auch um Beziehungsprobleme).
Die Ansätze der Therapie sind gut und würden sicher auch viel bringen, wenn er sich nicht immer wieder von anderen "Vertrauten" umpolen lassen würde (woran ich bald verzweifele, da so die Hilfe immer wieder untergraben wird, wenn auch unabsichtlich)
Man muss sich schon was von dem ganzen annehmen und ich habe sogar entscheidende Anstösse dort bekommen, die sehr wertvoll und richtig waren.
Einen Versuch ist es auf jeden Fall wert!!!!!
LG
Shirin
- Erfahrener Benutzer
Birte
- Mitglied seit
- 03.06.2006
- Beiträge
- 315
Therapie
Ich mache seit ein paar Wochen eine Therapie. Verhaltenstherapie. Mir hilft es sehr. Eigentlich wollte ich an meinen Abgrenzungsproblemen arbeiten, dann kam Liebeskummer dazu. Wir können über alles reden. Erst geht es Dir sehr schlecht. Vor allen Dingen wenn altes hoch kommt. Aber man hat schon das Gefühl,daß einem geholfen wird. Allein das Zuhören. Ist sehr anstrengend und man muß auch offen und ehrlich sein.
Andrea
- Erfahrener Benutzer
nervenamende
- Mitglied seit
- 24.03.2005
- Beiträge
- 261
Hallo,
wichtig ist, dass ein guter Therapeut keine voreiligen Schlüsse zieht und auch nicht sagt, was Du tun und lassen sollst - also angeblich ein todsicheres Rezept gegen Liebeskummer hat. Stell Dir Deinen Liebeskummer und die Probleme, die - scheinbar oder tatsächlich - daraus erwachsen, als Chaos vor. Der Therapeut hat die Aufgabe, Dir analytische Kategorien an die Hand zu geben, anhand derer Du das Chaos sortieren kannst. Also in Deinem Fall: Du kannst nicht abschließen. Dann wird der Therapeut versuchen, mit Dir zu klären, warum das so ist. Was siehst Du in Deinem Ex-Partner? Wie war er wirklich? Warum glaubst Du, dass Du nie wieder jemanden lieben wirst? etc. Das greift alles ein bisschen in einander über.
Es gibt im Wesentlichen zwei therapeutische Ansätze: Die Verhaltenstherapie und die tiefenpsychologische Analyse. Erstere soll trainieren, gewisse Verhaltensmuster abustellen. Dazu gibt es "Übungen". Also wenn Du nicht abschließen kannst, weil Du (angenommen) Probleme mit dem Selbstwertgefühl hast, dann wird der Therapuet versuchen, das mit Dir zu klären.
Die Analyse wird angewandt, wenn es immer wieder kehrende Verhaltensmuster sind. Also Du Dich beispielsweise immer und ausschließlich in den selben Typ Mann verliebst, obwohl Du weißt, dass Du damit auf die Fresse fliegst. Dann wird der Therapeut mit Dir gezielt und tiefergehend nach den Ursachen dafür suchen.
Eine Therapie ist also nichs, wo man sich einfach ein bisschen ausheult. Du solltest das eher als einen Weg zu Dir selbst aufassen, der ost ziemlich schmerzhaft ist. Aber so hast Du die Möglichkeit, Elemente, die Deine Persönlichkeit behindern/blockieren zu erkennen und nach und nach auszuschalten.
Sei am Besten vorbereitet, wenn Du das erste Mal gehst. Überlege Dir, was Dein Problem ist, und wie Du ihm/ihr das Problem kurz und prägnant erklären willst. Denk Dir schon mal aus, was Du am Ende der Therapie erreicht haben willst. Und dann gute Reise zu Dir selbst.
Liebe Grüße
Babsi
- Benutzer
gabi84
- Mitglied seit
- 04.06.2006
- Beiträge
- 40
Ich geh seit einiger Zeit zur psychologischen Beratungsstelle meiner Uni. Bin mir noch nicht sicher, ob es hilft... Mir geht es immer noch sehr schlecht Liebeskummermäßig. Aber durch die Gespräche mit dem Therapeuten versteht man die eigenen Gefühle etwas besser, weiß was sich da abspielt, wenn man denkt, der Schmerz erdrück einen. Und er gibt einem das Gefühl, dass normal ist wie man sich fühlt. In meinem Fall hat der Theapeut verhaltenspsycholgische Elemente und solche aus der Gesprächstherapie kombiniert. Das finde ich sehr gut. Studierst du auch? Dann schau doch erstmal an der Uni vorbei, bevor du dich entschließt, ne komplette Therapie zu machen Vielleicht würden dir ja auch einige Gespräche dort schon helfen?! Liebe Grüße, Sarah


