1. #1

    Wilburga Wilburga ist offline

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    Ärztliche Hilfe?

    Ich überlege seit ein paar Tagen ernsthaft, mir vielleicht ärztliche Hilfe zu suchen, um über die ganze Katastrophe hinwegzukommen. Ich kann nicht schlafen, nicht essen, zittere unaufhörlich...

    Gibt es noch andere Leute, die auch wegen "Liebeskummer" zum Arzt gegangen sind? Was hats gebracht? Sicher kann der meine Symptome nicht kurieren, aber vielleicht die Auswirkungen mildern?

    Problem ist auch, es wäre eigentlich grad sehr wichtig, was für die Uni etc. zu tun, aber ich bekomme gar nichts auf die Reihe. Und das kann ich mir nicht leisten...

    Natürlich ist die Trennung bei mir noch nicht so lang her (eine Woche heute) und es ist mir klar, dass es ganz normal ist, dass ich so reagiere. Ich hoff bloß, dass es mir vielleicht ein wenig besser geht, wenn ich körperlich nicht mehr so angeschlagen bin.

    Meinungen? Tipps?

  2. #2

    zing zing ist offline

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    Ein Psychologe oder eine Gesprächstherapie wäre sicher angebracht. Soweit ich aber gehört habe kriegt man solche Termine nicht sofort, sondern in ca. 4-6 Wochen ! (Sind meist völlig überlaufen und auch aus rein psychologischen Gründen werden diese eher weit weg vergeben) Bis dahin kann sich das ganze auch schon wieder erledigt haben. Dein Hausarzt wird Dir wahrscheinlich Johanniskraut verschreiben. Das kannst du aber auch in jeder Apotheke kaufen. So kannst Du die 10 € Praxisgebühr sparen !

    Mehr als Beruhigungspillen kannst / und solltest Du auch nicht nehmen !

    Ansonsten soll Saufen ja auch mal helfen (aber bitte nicht zu oft). Da wird man zwar stark emotional und heult auch schnell, aber dann is das ganze endlich mal raus und gesagt ! Dafür würde ich mir aber dann auch die richtigen Freunde suchen die mit Dir tinken !

  3. #3

    sporty sporty ist offline

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    Hey.....

    ich kann da Dr. Snow nur zustimmen. Johanniskraut hat mir vor einigen Jahren mal recht gut geholfen. Bin auch schon derzeit wieder am überlegen, ob ich mir davon was hole, nachdem ich in ner Woche 4 Kilo verloren hab und das so nicht weiter geht.

    Ansonsten solltest du wenigstens zusehen, viel zu Trinken und wenigstens trockene Brötchen oder ähnliches zu essen. Auch wenn du dich zwingen musst. Dann hört zumindest für gewöhnlich das Zittern auf.

    Mit dir mitfühle und dir alles gute wünsche

  4. #4

    Lotthar Lotthar ist offline

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    Also von Alkohol würde ich dir in diesem Zustand echt abraten!
    Geh lieber zum Hausarzt und lass dir was verschreiben, meine ÄRrztin hat mir auch schon ein leichtes Antidepressiva verschrieben, das hat geholfen.
    Und ne Therapie würde ich dir auch empfehlen, aber das kannst du ja dann gleich beim Hausarzt besprechen.

    Frische Luft, Spaziergänge, vielleicht auch Sport und wie schon gesagt, viel Trinken (eher Wasser und Tee..)


    Wünsche dir gute Besserung!

    Liebe Grüsse,
    Pippi

  5. #5

    zing zing ist offline

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    Also folgende Tips kannst Du auch noch beachten. Das sind quasi die generellen Leitlinien gegen Liebeskummer :

    * Sofort jeglichen Kontakt oder Annäherung mit der verlorenen Liebe vermeiden
    * Keine Informationen über sie/ihn einholen
    * Wohnung oder Haus unbedingt meiden
    * Auf keinen Fall anrufen (auch nicht um die
    Anwesenheit zu überprüfen)
    * Verwandte und Bekannte von ihr/ihm nicht
    kontaktieren
    * Sondern Kontakt zu anderen Menschen suchen
    * Ablenkung suchen (fällt schwer, muß aber sein)
    * Am besten in den Urlaub fahren mit Freunden
    oder einer Reisegruppe
    * Auf keinen Fall Drogen oder Alkohol benutzen
    (Und wenn nur mal, nicht dauerhaft)
    * Bei wirklich akuten "Schmerzen" sich mit Leuten treffen, denen es genauso geht. Freunde und Bekannte können einen nicht so richtig helfen, weil sie anscheinend diese Gefühle, die sie selbst mal erlebt haben, irgendwann wieder vergessen haben. Aber Menschen, die auch gerade diese Gefühle durchmachen, sind schon eine große Hilfe. Viele davon trifft man hier !Allein das Lesen der Beiträge von anderen Betroffenen ist ein großer Trost !


    Dies sind Selbsthilfetips, die nur für denjenigen gedacht sind, der glaubt, an seinem Liebeskummer zu Grunde zu gehen. Für alle anderen gilt aber Abstand halten, trauern (aber nicht zu lange) um sich dann wieder ins Leben zu stürzen. Denn die große / nächste Liebe wartet.

  6. #6

    House House ist offline

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    Hi Sheena,

    mir geht es genauso wie Dir, ganz genauso.

    Habe mir auch schon überlegt zum Arzt zu gehen...

    Bis jetzt hab ich mir jeden Tag Baldrian-Dragees eingeschmissen, ich weiß schon gar nicht mehr ob die noch wirken oder ob das alles Normalzustand ist...

  7. #7

    Big Apple Big Apple ist offline

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    * Bei wirklich akuten "Schmerzen" sich mit Leuten treffen, denen es genauso geht. Freunde und Bekannte können einen nicht so richtig helfen, weil sie anscheinend diese Gefühle, die sie selbst mal erlebt haben, irgendwann wieder vergessen haben. Aber Menschen, die auch gerade diese Gefühle durchmachen, sind schon eine große Hilfe. Viele davon trifft man hier !Allein das Lesen der Beiträge von anderen Betroffenen ist ein großer Trost !
    Kann ich nur zustimmen
    diese ganzen tipps helfen wirklich !
    besonders der letzte
    also ohne meinen kumpel der im moment das gleich durchmacht würde ich die zeit nicht überstehen

    und suizidgedanken gehen dann auch fürn paar stunden weg ....
    Also Kontakt is wichtig
    alleine sein is schlimm dann kommt alles wieder hoch....

  8. #8

    Birne Birne ist offline

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    Hi Sheena,
    hab deinen thread gelesen und hab mich selber gesehen vor ein paar tagen noch. Kenne das nur zu gut mit dem Zittern, aufstehen und nur heulen und immer nur dran denken zu können, WANN es denn endlich nicht mehr wehtut.

    Bin gestolpert über "ich müsste was für die Uni machen". Lies dir mal diese Geschichte durch - viele große Kleinigkeiten rausgelassen - es geht nur um die Moral von der G'schicht...

    Im Juli 2005 sah es so aus, als ob sich meine Beziehung grad mal ein bisschen in Luft aufgelöst hätte. Das ging in meiner Klausurenphase los - natürlich hab ich keine geschrieben, weil ich viel zu sehr mit trauern beschäftigt war und nicht lernen KONNTE. Ein Semester wegen dem Idioten vergeigt. Dann war ich ein halbes Jahr im Ausland, wir waren wieder zusammen und waren super-glücklich. Im Feb 06 kam ich wieder, wusste, dass ich das SoSe 05 versaut hatte. Ein paar Monate später gab es wieder Probleme. Ich mich wieder daheim vergraben, nur geheult, nix gelernt. SoSe 06 auch im A***.
    JETZT würde ich gerne hier wegziehen um dem ganzen endlich einen endgültigen Schlusspunkt zu setzen und gar nicht erst in Gefahr zu kommen, mich wieder drauf einzulassen, aber ich kann nicht - denn ich hab 2 Semester vergeigt und muss deswegen noch ein Jahr hierbleiben.

    KEIN Typ der Welt ist es wert, sein Studium schleifen zu lassen. Ich hab mal was sehr Interessantes gelesen - dass nur ca. 25% aller Menschen *ihren* Traumpartner innerhalb der erst 25 Lebensjahre kennenlernen. Das hat mich immer wieder auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt - manchmal mehr, manchmal weniger. Und klar kenn ich das alles - man hockt daheim, kann nur weinen, zittert am ganzen Körper, hat an nix Freude, zweifelt an sich selber, denkt alles falsch gemacht zu haben, will nichts mehr als dass *er* da ist und alles wieder gut wird. Ich hab in den ersten Wochen auch gedacht, dass nur noch ein Psychiater mich da rausholen kann. Aber ich bin mittlerweile zu der Überzeugung gekommen, dass es wohl in den meisten Fällen auch alleine geht - klar nicht immer, aber wenn du sagst, dass es erst 1 Woche her ist. Und s. die kleine Story oben - es wird dich irgendwann sehr bald verdammt ärgern, dass du Uni schleifen lassen hast...

    Ich hab den ganzen Sch** jetzt fast 2 Monate durch. Es sind viele verdammt unfaire Sachen passiert, die alles immer wieder hinausgezögert haben (mein thread - Ich brauche Rat! Hilfe!!). Und dennoch - kann mich den meisten der oben genannten Ratschläge nur anschließen - nur eins will ich noch sagen: das mit dem Alkohol und den Drogen mag helfen - für den Moment. Das Aufwachen am nächsten Morgen war für mich jedes Mal die absolute Hölle weil zu dem eh nicht besonders tollen körperlichen Befinden auch noch ein ausgewachsener Kater kam. Das waren dann die Tage, wo ich mich nicht mal mehr aus dem Haus getraut hab.

    Wünsch dir alles Gute. Es wird BESSER, glaub mir!

  9. #9

    Knauz Knauz ist offline

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    Hallo Sheena
    Ich Bin auch eine derjenigen, die ohne ärztliche Hilfe nicht aus diesem LK Desaster rausgekommen sind.
    Bei mir spielen aber auch noch ne Menge anderer Faktoren eine große Rolle, die mich dazu gezwungen haben endlich nen Psycho aufzusuchen.
    Vergangene Erlebnisse, Familie ect.....

    Nun...Termine zu bekommen sind tatsächlich schwer.
    Frag Deinen Hausarzt. Er kann und wird Dir an erster Stelle weiterhelfen . Solltest Du wirklich psychologische Hilfe benötigen, kann er Dich als "Notfall" bestimmt zu einem Psychiologen in der Nähe überweisen.
    Bei mir war es so eine Lösung.
    Ich wäre aber auch in eine Klinik gegangen, weil ich im Höhepunkt meiner Depri kaum noch mit mir und meiner Umwelt klar gekommen bin.
    Antidepressiva helfen an sich ganz gut aber nicht sofort.
    Es dauert 2 unter Umständen bis zu 6 Wochen, bis Du eine Besserrung Deines Befindens bemerkst. Sie helfen Dir weniger zu grübeln bzw klarer über alles nachdenken zu können.
    Ich mußte Sie absetzen.
    Ich kam mit dem Nebenwirkungen nicht zurecht, die da waren....Gewichtszunahme, anschwellen der Brust (ps: nicht witzig) und noch so einige andere.
    Da ich viel Sport treibe und regelmäßig joggen gehe, konnte ich mit den Nebenwirkungen nicht leben.
    Nach dem Absetzen dauerte es 4-5 Tage bis der Wirkspiegel runter war und ich konnte auch wieder normal laufen ) .Als Alternative kann ich Johanniskraut auch empfehlen.
    Regelmäßig eingenommen dauert es aber auch 2-3 Wochen bis die Wirkung eintritt.

    Mitlerweile versuche ich mich bewußt mit allem auseinander zu setzen auch wenn meine schlechten Heultage immer noch überwiegen.
    Überlege Dir also, ob es nicht auch ohne geht.
    Eine Woche...da ist es normal noch so zu reagieren.
    Bei mir ist es nun fast drei Monate her als ich abgestürzt bin und ich leide immer noch.

    Dr. Snow`s Tips würde ich auf jeden Fall in die Tat umsetzen, wenn Du nicht länger leiden willst.

    Nun....ich hoffe das auch mein Beitrag Dir ein wenig helfen konnte....

    LG Troll

  10. #10

    beatibiza beatibiza ist offline

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    121
    Also, ich war schon seit Anfang des Jahres wegen einer anderen Sache in Psychotherapie. Nun hat sich der Grund des Hingehens "etwas" verschoben....
    Aber nach ca. ner Woche der Trennung habe ich gemerkt, dass ich auch zu einem Neurologen/Psychiater wieder gehen sollte. Ich hatte vor ein paar Jahren schon mal Depressionen und war in therapeutischer und ärztlicher Behandlung...und habe es viel zu spät angefangen. Nun bin ich ja shcon etwas "erfahrener" und habe nun wieder Antidepressiver, so dass meine Grundstimmung in jedem Fall besser sind...die Stimmungspitzen werde davon jedenfalls genommen und ich fühle mich körperlich besser. Den eigentlichen Grund können sie natürlich nicht beheben...dafür ist man selbst zuständig bzw. mit Hilfe eine Therapeuten.
    Ich kan nur sagen: mir hat es gut getan, ich bin aber eh ein eher sensibler/labiler Mensch...ich muss aufgefangen werden

    PS: Termine beim Therapeten sind wirklich schwer zu bekommen ich habe 6 Wochen warten müssen, dann war etwas frei. Sonst kann ich noch pro.familia oder so was empfehlen für den Übergang, die haben auch Nummern und Empfehlungen für Therapeuten für bestimmte Gebiete!

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