1. #1

    I'll_be_gone I'll_be_gone ist offline

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    Herzschmerz: Ablenkung um jeden Preis oder sich damit auseinandersetze

    Mich würde mal interessieren, ob es besser ist, sich nach einer schmerzvollen Trennung aktiv mit dem Thema zu beschäftigen (z.B. in der Wohnung herumsitzen und viel über das Thema grübeln und auch phasenweise richtig toll zu heulen - oder auch alle möglichen "sie/er will mich, sie/er will mich nicht"-szenarien durchzuspielen bzw. durchzuheulen)
    -oder-
    den Schmerz durch Freunde/Fernsehen/Internet zu verdrängen und einfach keine Zeit haben, sich damit auseinanderzusetzen. Also Ablenken um jeden Preis...

    Klar, dass die eine Möglichkeit nicht ganz ohne die andere auskommt, aber was findet ihr, ist prinzipiell besser?

    Durch das Ablenken vergeht ja schon mal einiges an Zeit, aber fällt einem das dann mal später auf den Kopf, dass man den depressiven Gedanken nicht doch - oder zu wenig - hingegeben hat?

    Oder durch das dauernde Beschäftigen mit dem Thema könnte man ja den Vorgang der "Wiederauferstehung" beschleunigen? (vielleicht, weil man sich an den gedanken des beziehungsendes dadurch immer mehr gewöhnt, oder es einfach nichts mehr gibt, worüber man noch mehr nachdenken könnte?)

    Naja, soweit mal meine Gedanken ... ich für meinen Fall lenke mich gerade mit dem guten alten Fernseher ab ...

  2. #2

    Tantchen Tantchen ist offline

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    Ich für meinen Fall halte ablenken für die bessere Lösung. Du kaust doch ewig darauf herum wenn du dich ständig mit diesem Thema beschäftigst und bekommst es nicht mehr aus dem kopf - so gings (gehts) mir zumindest.

    Am besten du hast mit der Person so wenig wie möglich Kontakt.

    Wünsch dir noch nen schönen (fernseh)abend!

  3. #3

    Knirschi Knirschi ist offline

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    Ich glaube das man sich schon ablenken sollte. Ich glaube wenn man sich ständig nur Gedanken macht, dass man dann den Blick fürs wesentliche verliert. Man errichtet eine Welt, in die man niemanden hineinlässt und der man die andere Person völlig glorifiziert und sich selbst jegliches Selbstwertgefühl nimmt.
    Natürlich sollte man nicht nur die Ablenkung suchen. Man sollte sich schon reflektierend mit dem auseinandersetzen was passiert ist, wie es einem selbst geht und wie man das beste aus der Situation machen kann.

    Ich habe selbst schon beide Möglichkeiten durchlebt und kann für mich selbst sagen, dass Ablenkung der bessere Weg ist.
    Denn nachdem ich meine "1. große Liebe" verloren habe, habe ich mir das Hirn zermartert, wieso, weshalb, warum und bin erst nach einem Jahr aufgewacht. Das war ziemlich schlimm, denn durch dieses Abkapseln hatte ich plötzlich keine Freunde mehr und war völlig allein.
    Wohingegen ich bei der "Ablenkmethode" erst mal wieder festgestellt habe, was für tolle Freunde ich habe. Die waren einfach für mich da, haben sich 1000 Mal die gleichen Gedanken von mir angehört und haben mir einfach die ganze Zeit das Gefühl gegeben dass sie für mich da sind, dass es ok ist das ich mal wieder schwierig, zickig, traurig, wütend etc bin wodurch ich gemerkt habe, dass ich doch geliebt werde und dadurch den Liebeskummer viel besser bewältigen konnte.

    Aber ich denke mal auch hier muss jeder seinen eigenen Weg finden.

  4. #4

    Sandra 200 Sandra 200 ist offline

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    Hi Giztro,
    ...komischer Name...

    Nun, die Frage kann man nicht so grundsätzlich beantworten. Ich denke schon, dass es gut ist, sich über die vergangene Beziehung Gedanken zu machen. Wie man sich verhalten hat...was falsch gelaufen ist...was einem gefallen hat und was nicht, wohin man gehen will.
    Bei aller Grübelei sollte aber auch die Ablenkung nicht fehlen, ...denn sonst isoliert man sich möglicherweise...oder dreht sich immer nur im Kreis und ist nicht mehr offen für andere Dinge und Menschen im Leben.
    Wenn Du also derzeit den Weg nimmst, Dich vorerst abzulenken, ...dann lenke Dich ab. Die Gedanken kommen von selbst, wenn Du mal "einen trüben Tag" hast. Und dann, kannst Du ja immer noch über einiges nachdenken.

    Ich wünsche Dir alles Gute.

    LG
    Girlfriend

  5. #5
    Gast
    Gast
    Ähhhhhhh...für mich stellte sich damals gar nicht die Frage was ich tun soll, sondern ich MUßTE mich einfach ablenken, sonst hätte es mich damals vor Schmerz zerissen. Sofort früh nach dem Aufstehen...raus...nur weg...und wenn ich morgens um 7 Uhr schon in der Schwimmhalle meine Bahnen drehte. Grübelnde Momente gab es in den Monaten der Trennung noch genug glaube mir...die kommen von ganz allein...und reißen einen sowas von nieder. Man braucht einfach einge Minuten am Tag, an denen die Seele etwas Ruhe gibt...sprich Ablenkung.

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