- Erfahrener Benutzer
nervenamende
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- 24.03.2005
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Ich will.....Eure Therapieerfahrungen!
Hallo,
ich bitte die Therapieerfahrenen unter Euch um Rat.
Folgendes ist meine "Psychose": Ich habe sehr große Probleme damit, Nähe zuzulassen. Es läuft eigentlich immer nach dem selben Muster ab. Ich lerne einen Mann kennen und blocke zunächst jede Nähe ab. Dann fange ich langsam an, darüber nachzudenken. Dann suche ich - bewusst oder unbewußt - nach neuen Hinweisen auf sein Interesse, die meistens aber nur noch sehr latent sind. Allerdings reicht latent aus, und ich fange meinerseits an, mich da hinein zu steigern. Ich suche (verhalten, niemals offen, wie mit einer Einladung zum Café, etc.) den Kontakt und spiele alles durch, vom Date bis zum Orgasmus. Die Realität kann damit natürlich nicht mithalten. Meistens passiert gar nichts, allein, weil die Männer mich nach meiner rüden Absage für reichlich arrogant halten und mich längst abgehakt haben, wenn ich es mir anders überlegt habe.
Übrigens sind die Männer alle älter als ich, wirken auf mich souverän und stark, als könnte ich mich auch mal anlehnen. Dazu muss ich sagen, dass ich nach außen sehr tough wirke, eine tierisch große Klappe habe und selbstbewusst Menschen auch mal überfahren kann. (Im übertragenen Sinn.) Ich habe dumpf die Ahnung, dass das eine mit dem anderen zusammenhängt.
Früher konnte ich mich in diesen Träum-Phasen zwei, drei Jahre aufhalten, jetzt sehe ich (zumindest theoretisch) schon relativ schnell ein, wann es keinen Sinn mehr macht, an solchen Träumen festzuhalten. Das komische ist nur, dass es mich jetzt immens viel Kraft kostet, mich daraus zu lösen. Ich bin manchmal richtig antriebslos und versage auch auf Arbeit, und das, obwohl ich Arbeit habe, die mir richtig Spaß macht und die lange Zeit der einzige Mittelpunkt in meinem Leben war, den ich zugelassen habe. (Ihr ahnt es wahrscheinlich schon: Einer meiner Ex-Chefs steht auf meiner Opferliste...) Meistens hört es sowieso erst dann auf, wenn ich ein neues Objekt des Interesses habe, auf den ich dann meine Gefühle konzentrieren kann.
Ihr seht also, gewisse Muster sind mir schon klar. Ich weiß aber trotzdem nicht, wie ich da raus komme. Da ich aber auch nicht vorhabe, mich dem zu ergeben, denke ich intensiv über eine Therapie nach. Daher meine Frage: Hat jemand ähnliche Probleme und war damit in Therapie? Kann mir jemand sagen, was mich erwartet und ob ich überhaupt ein Fall für therapeutische Hilfe bin?
Ich danke Euch im Voraus.
Viele Grüße
Babsi
- Erfahrener Benutzer
FrancescaGloria
- Mitglied seit
- 03.11.2004
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- 2.100
Hallo Babsi
Eine Therapie wäre für dich in sofen schon eine option weil du aus deiner Schilderung heraus bereits einen gewissen Leidensdruck erkennen lässt.
Es wäre vielleicht hilfreich für dich, deine Muster noch deutlicher herauszuarbeiten und aus dieser strukturierung heraus einen Lerneffekt ziehen zu können, bzw. das Muster eventuell durchbrechen zu können, wenn du erkennst, worauf es beruht.
Therapien sind vielfältig und sind natürlich kein schnelles Allheilmittel und je nach gewählter Methode kann es lange dauern oder recht schmerzhaft werden und es mus auch deutlich gesagt werden, das der Eigenantrieb zu "Besserung" auf dir ganz alleine kommen muss.
Vielleicht kannst du es ja mal antesten, ob es was für dich ist, 10 Sitzungen werden im allgemein ohne große Krankheitsdiagnose oder Angaben von Gründen von der Krankenkasse bezahlt, das beschränkt sich aber nur auf "annerkannte" Therapieformen, wie psychoanalytische Einzel oder Gruppentherapie.
Die meisten Universitätskrankenhäuser oder größere Psychosomatische Kliniken bieten auch Ambulanzsprechstunden an, die ehr beratende Funktion haben, wenn du nicht das Telefonbuch nach allen Therapeuten abklappern willst.


